
Nur ein Jahr nach dem erfolgreichen 4th Heritage Science Austria Meeting, das von 24. bis 25. Oktober 2024 als Netzwerkveranstaltung zu dem Thema „Das Erbe der Adels- und Klosterkultur. Heritage Science aus sammlungswissenschaftlicher Perspektive“ an der Universität für Weiterbildung Krems stattfand, hat das Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften gemeinsam mit den Landessammlungen Niederösterreich einen umfassenden Tagungsband herausgebracht.
Die Publikation erscheint in der neu gegründeten Reihe „Im Bestand. Beiträge zur sammlungswissenschaftlichen Forschung“, die von Armin Laussegger und Sandra Sam herausgegeben wird. Mit diesem Debüt tritt das Team einmal mehr mit seiner Expertise in museologischen Fragestellungen an, um sowohl theoretische wie auch angewandte Ansätze in einem Sammelband miteinander zu verweben. Ausgehend von exemplarischen Fällen rollt „Im Bestand 1“ den Zusammenhang der Entwicklungsgeschichte von Museen mit Adels- und Klosterkultur auf, verweist auf die Bedeutung von Bibliotheken und Archiven für die sammlungswissenschaftliche Forschung und stellt Methoden der Sammlungsdokumentation und des Sammlungserhalts vor. Insgesamt 36 Autor_innen, darunter namhafte Expert_innen und engagierte Nachwuchsforscher_innen, haben ihr Fachwissen in mehr als 20 Aufsätzen festgehalten. Der Standort des Zentrums für Museale Sammlungswissenschaften, das ehemalige Minoritenkloster in Krems-Stein, wird in seiner historischen Entwicklung vorgestellt.
Die ausführliche Bebilderung aller Artikel lässt beim Lesen noch tiefer in die Materie eintauchen. Forschungsinstitutionen aus ganz Österreich, aber auch Südtirol und Slowenien sind nach der Tagung nun auch im Tagungsband vertreten, seitens der UWK repräsentieren Armin Laussegger, Sandra Sam, Anja Grebe, Martin Baer, Theresia Hauenfels, Günter Stummvoll, Stephanie Zima, Eva Mayr und Florian Windhager das Department für Kunst- und Kulturwissenschaften und seine Kompetenz in puncto Sammlungen der Adels- und Klosterkultur.
Mit seiner anschaulichen Gestaltung und inhaltlichen Tiefe fungiert der Tagungsband als sichtbares Zeichen der Forschungs- und Netzwerkaktivitäten rund um Heritage Science. Die Publikation richtet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern eröffnet auch kulturinteressierten Leser_innen neue Perspektiven auf das materielle und immaterielle Erbe historischer Sammlungen.
https://doi.org/10.48341/1qp1-tt82