Wirkt Weiterbildung präventiv gegen Demenzentwicklung?

Ziel dieses department- und fakultätsübergreifenden Projektes ist es, präventive Effekte von Weiterbildung in Bezug auf beginnende kognitive Beeinträchtigung und Alzheimer-Demenz abzuschätzen. Mit diesen Ergebnissen werden in Folge gesundheitsökonomische Modellierungen durchgeführt oder, falls keine Evidenz vorliegt, Pilotprojekte für weiterführende Studien entwickelt.

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Donau-Universität Krems

Kognitive Aktivität, die Entwicklung eines breiten Interessensspektrums sowie die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben, Belastungen und Konflikten in den einzelnen Lebensphasen bilden zentrale Voraussetzungen für ein persönlich zufriedenstellendes und sinnerfülltes Leben. In Österreich stehen Weiterbildungsangebote für Personen in allen Lebensabschnitten zur Verfügung. Welche Effekte Weiterbildungsmaßnahmen haben, um einer beginnenden kognitiven Beeinträchtigung und Alzheimer-Demenz vorzubeugen, wurde bis dato noch nicht umfassend und systematisch erhoben. In einer alternden Gesellschaft sind solche Daten von Bedeutung, denn bereits kleine Effekte können große gesundheitsökonomische Auswirkungen erzielen.


Partner aus der Praxis

Das multidisziplinäre Forschungsteam erarbeitet als ersten Schritt eine umfassende, systematische Literatursuche zum transdisziplinären Thema. Sie bildet die Basis für alle weiteren Schritte. Anschließend erfolgen eine kritische Evaluierung der Studien und eine Zusammenfassung der vorhandenen Evidenz in Form einer systematischen Übersichtsarbeit bzw. einer Meta-Analyse. An der Analyse und Interpretation der Ergebnisse sind von Anfang an das Berufsförderungsinstitut Tirol, das Haus der Barmherzigkeit und die MAS Alzheimerhilfe als Praxispartner beteiligt. Diese Arbeit soll die beste verfügbare Evidenz zur präventiven Wirksamkeit von Weiterbildung in einem Alter ab 45 Jahren und mögliche Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen Subgruppen untersuchen.
 

Wissenschaftliches Team

Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie

  • Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH
  • Irma Klerings, Dipl.-Kult.
  • Dr.in Nina Matyas

Department für Gesundheitswissenschaften und Biomedizin, Zentrum für Geriatrische Medizin und Geriatrische Pflege

  • Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger
  • DIin Veronika Schauer, MSc, MBA, Haus der Barmherzigkeit

Department für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin, Zentrum für Demenzstudien

  • Univ.-Prof.in Dr.in Stefanie R. Auer

Department für Wirtschaft und Gesundheit

  • Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber

Department für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement, Stabsbereich für Interdisziplinäre Weiterbildungsplanung und Bildungsforschung

  • Univ.-Prof.in Dr.in phil. habil. Monika Kil
  • Dr.in Filiz Keser Aschenberger, MA
  • Mag. Martin Suitner, MAS, Berufsförderungsinstitut Tirol

Details

Projektzeitraum 01.09.2016 - 21.12.2018
Fördergeber Sonstige
Förderprogramm ---
Department

Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation

Projekt­verantwortung (Donau-Universität Krems) Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH
Projekt­mitarbeit Univ.-Prof. Dr. Stefanie Auer Ass.Prof. Dr. Filiz Keser-Aschenberger, MA Univ.-Prof. Dr. Monika Kil Dr. Nina Matyas Manuela Müllner, BA Birgit Teufer, MA BA Dr. Gernot Wagner

Publikationen

Kil, M. (2017). Wirkt Weiterbildung gegen Demenzentwicklung? Education Permanente, Heft 3: 58 f.

Matyas, N.; Auer, S.; Gisinger, C.; Kil, M.; Keser Aschenberger, F.; Klerings, I.; Gartlhener, G. and Gerald Gartlehner1,5 (2017). Continuing education for the prevention of mild cognitive impairment and Alzheimer’stype dementia: a systematic review protocol. Systematic Reviews, 6(1):157: DOI 10.1186/s13643-017-0553-0

Vorträge

The Role of Continuing Education in Preventing Cognitive Wellbeing of Older Adults: Is there any evidence?

ELOA Conference "Older adults’ well-being: The contributions of education and learning", Faro, Portugal, 11.10.2018

The role of continuing education in preventing cognitive decline and dementia?

8. Werkstattgespräch Weiterbildungsforschung, Wien, Österreich, 17.05.2018

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