KOLLEG.IUM Integrative Therapie

November 2018: Workshop mit Dipl. Supervisor Jürgen Lemke "Integrativ-therapeutischer Umgang mit „bedrohlichen“ Situationen im Fokus der „autonomen Körperreaktionen“"

Termin

10.11.2018, 09:00 - 17:30

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Ort

Donau-Universität Krems, Seminarraum 3.6

Veranstalter Zentrum für Psychotherapie
Kosten EUR 100 (Rechnung wird per Post zugestellt)

Kollegium Integrative TherapieDipl. Supervisor Jürgen Lemke

 

Workshop: Integrativ-therapeutischer Umgang mit „bedrohlichen“ Situationen im Fokus der „autonomen Körperreaktionen“

Das Modell der „Vier Ebenen der therapeutischen Tiefung“ stellt Hilarion G. Petzold schon im Jahre 1974 zur Verfügung. Wurde damals das reinigende, sogenannte „kathartische Durcharbeiten“ als Königsweg der Psychotherapie gesehen, werden heute alle Tiefungsebenen als gleichrangig betrachtet und indikations- und situationsspezifisch eingesetzt.

In diesem Workshop werden die vier Tiefungsebenen des Modells kurz wiederholt und inhaltlich beleuchtet. Die aufgezeigten Ebenen werden als Spektrum mit fließenden Übergängen verstanden. Zusätzlich werden die Interventionsmöglichkeiten zu der jeweiligen Tiefungsebene aufgezeigt. Es wird zur Diskussion gebracht, wie Interventionen diese verschiedenen Ebenen ansteuern, verstärken, aber auch abschwächen können. Der Fokus wird auf die vierte Tiefungsebene gelegt.

Insbesondere in Situationen, in denen die emotionale Involviertheit von Patientinnen und Patienten bis hin zu autonomen Körperreaktionen reicht, braucht es ein leibphänomenologisches Verständnis des Menschen und seiner Psyche. Die Psychotherapeutin, der Psychotherapeut benötigt also Erfahrung und Sicherheit im Umgang mit solchen Tiefungen - bei ihren Patientinnen und Patienten und bei sich selbst.

Die Reflexion der persönlich erlebten Vorerfahrungen, Fragen nach Sicherheit, Unsicherheit, nach persönlichen Ängsten und die Einschätzung der therapeutischen Identität werden thematisiert. Es wird auch die Möglichkeit einer Übungssequenz angeboten, welche in die Nähe von eigenen Grenzerfahrungen führen kann. Hier ist das Lernen der praktischen Handhabung im Vordergrund, insbesondere der interventive Umgang mit „Tiefung“ und „Flachung“ in emotionalen Grenzsituationen. Die Teilnehmenden werden gebeten, eine Decke und/oder Matte für den Boden mitzubringen. Bequeme Kleidung mit guter Bewegungsfreiheit ist empfehlenswert.

Die verbleibende Zeit in diesem Workshop wird genützt, um Erfahrungen auszutauschen, zu diskutieren und, soweit möglich, mit Fragen zu Theorie und Praxis zu verbinden. Eines der Ziele dieses Workshops ist es, sich fürderhin gelassener auf den abenteuerlichen Aspekt von Psychotherapie einzulassen.

 

Dipl. Supervisor Jürgen Lemke ist Integrativer Therapeut und Systemsupervisor; seit 1976 Lehrtherapeut und Lehrsupervisor am Fritz-Perls-Institut (FPI) sowie bei der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Naturtherapie und Kreativitätsförderung (EAG); seit 1996 Lehrtherapeut bei der Niederösterreichischen Ärztekammer; seit 2001 Lehrender an der Donau-Universität Krems in den Universitätslehrgängen Psychotherapeutische Medizin (PSY III), Integrative Supervision und seit 2005 Integrative Therapie.

 

Die Lehrveranstaltung kann mit 10 UE als Wahlpflichtfach für den Universitätslehrgang „Psychotherapie – Integrative Therapie“ angerechnet werden.

Die Lehrveranstaltung im Rahmen der psychotherapeutischen Fort- und Weiterbildung an der Donau-Universität Krems ist gemäß §14. (1) Psychotherapiegesetz und der Fort- und Weiterbildungsrichtlinie für Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten des Bundesministeriums für Gesundheit (Rechtsinformationssystem des Bundes, 2018) anerkannt. Als eine Fortbildungseinheit zählt die Dauer von zumindest 45 Minuten.

Für Ärztinnen und Ärzte wird die Lehrveranstaltung gemäß der Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP)-Richtlinie der Österreichischen Ärztekammer (§118 Abs. 2 Z 17 im §122 Z 6 Ärztegesetz) mit DFP-Punkten des Diplom-Fortbildungs-Programms der Österreichischen Ärztekammer angesucht.

 

Anmeldefrist: 10. Oktober 2018


Anmeldung über die Plattform Moodle

Weitere Informationen

Ansprechperson

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