Donau-Universität Krems bei KEBÖ-Jahrestagung zur Erwachsenenbildung

10.10.2016

Das Thema „Bildung, Flucht und Migration“ diskutierten mehr als 100 ErwachsenenbildnerInnen bei der Jahrestagung der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ), am 28. September in Wien. In Ihrem Referat beleuchtete die Leiterin des Departments für Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems, Prof. Gudrun Biffl, die Qualifikationen der Flüchtlinge in Österreich und skizzierte den Bedarf an kreative Lösungen zu deren Integration in den Arbeitsmarkt sowie zur erwerbsnahen Aus- und Weiterbildung.

Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl

„Es ist sehr wichtig, die Bevölkerung miteinzubeziehen“

Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl

Leiterin des Departments für Globalisierung und Migration

Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl, Wirtschaftsforscherin mit Forschungsschwerpunkten im Migrations- und Integrationsbereich an der Donau-Universität Krems setzte sich in ihrem Impulsreferat mit den Herkünften und den Qualifikationen der Flüchtlinge in Österreich auseinander. Kulturelle Unterschiede ebenso wie höchst unterschiedliche Bildungs- und Qualifikationsprofile, so Biffl, erforderten eigene Strategien in der Bildungsarbeit. Für Flüchtlinge gebe es derzeit zwar zahlreiche alternative Erwerbsmöglichkeiten, die allerdings kaum Perspektiven für eine nachhaltige Berufstätigkeit eröffnen. Da in der Arbeitsmarktintegration der Schlüssel zur Selbstentfaltung und eigenständigen Absicherung der Flüchtlinge lägen, so die Migrationsforscherin, sind kreative Lösungen in der Kombination aus erwerbsnaher Aus- und Weiterbildung, gekoppelt mit demokratiepolitischer Bildung, und Beschäftigung, insbesondere auch selbständiger Erwerbstätigkeit, gefragt. Sehr wichtig sei dabei, die Bevölkerung miteinzubeziehen, so Biffl abschließend.


Vor dem Hintergrund der humanitären Katastrophen in den Kriegsgebieten und den daraus resultierenden Flüchtlingswellen habe laut KEBÖ-Vorsitzenden Gerhard Bisovsky die Erwachsenenbildung in Österreich ihr Engagement intensiviert. Allein 2015 gab es mehr als 94.000 Teilnahmen von Flüchtlingen und MigrantInnen an Maßnahmen der Erwachsenenbildung, so Bisovsky.
An der Tagung in der Wiener Urania nahmen u.a. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und der Präsident der Österreichischen Marshallplan Stiftung, Wolfgang Petritsch, teil.

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