Anreizsysteme bei Online-Learning für JugendarbeiterInnen

Netzwerktreffen „Youth Worker Online Learning Opportunities (YOLO)“ an der Donau-Universität Krems

27.05.2019

Digitale Jugendarbeit und Online-Learning für JugendarbeiterInnen stehen in Europa ganz oben auf der Tagesordnung und Initiativen werden von PraktikerInnen mit viel Enthusiasmus umgesetzt. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass die anfängliche Begeisterung bei der Teilnahme von Online-Kursen auf europäischer Ebene tendenziell nachlässt.

„Wir sind überzeugt, dass in digitalen Ansätzen der Jugendarbeit ein großes Potenzial steckt und TrainerInnen verstärkt in Online-Umgebungen mit konkreten Aktivitäten eingebunden werden sollten.“

MMag. Manfred Zentner

Jugendforscher & wissenschaftlicher Mitarbeiter

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Youth Worker Online Learning Opportunities (YOLO)“ fand von 23.4. -25.4.19 ein Netzwerktreffen mit PartnerInnen aus Portugal, Norwegen, Kroatien, England und Österreich am Department für Migration und Globalisierung der Donau-Universität Krems statt. In dem Projekt YOLO geht es um die Entwicklung neuer Unterstützungs- sowie Anreizsysteme für Online Learning im Jugendarbeitsbereich.

Hohe Nachfrage, geringe Teilnahme

Während die Nachfrage von JugendarbeiterInnen nach Online-Schulungen und Trainings stetig wächst, gehen gleichzeitig die Teilnahmezahlen von JugendarbeiterInnen zurück. Jugendforscher MMag. Manfred Zentner vom Department für Migration und Globalisierung beschreibt das Phänomen: „Immer wieder sagen JugendarbeiterInnen, dass sie sich mehr Angebote für Trainings und Schulungen online wünschen. Dann werden solche angeboten und letztlich nimmt nur eine kleine Gruppe daran teil“, erklärt Zentner. Die Aufgabe des Departments für Migration und Globalisierung ist es, den „Prozess wissenschaftlich zu begleiten, den Bedarf für die Teilnahme zu erheben und auch Gründe für das Aussteigen festmachen“, sagt Zentner. Dazu sollen innovative partizipative Methoden, Anreizsysteme und eine Testung der Online-Angebote zur Anwendung kommen.

Mitgestaltung der Zielgruppen

Zeitmangel, die Anerkennung von Leistungen oder eine fehlende gemeinsame Basis in der Jugendarbeit werden als häufige Gründe für die geringen TeilnehmerInnenzahlen genannt. „Trotzdem sind wir überzeugt, dass in digitalen Ansätzen der Jugendarbeit ein großes Potenzial steckt und TrainerInnen verstärkt in Online-Umgebungen mit konkreten Aktivitäten eingebunden werden sollten“, betont der Jugendforscher. „Wir stellen auch fest, dass es in unserer Praxis möglicherweise an Anreizen mangelt, damit sich JugendarbeiterInnen weiterhin mit Online-Learning befassen“, so Zentner. Dazu zählen etwa formelle Zertifikate, unterhaltsame und experimentelle Methode sowie maßgeschneiderte Angebote für die tatsächlichen Bedürfnisse der Zielgruppe, die mit unterschiedlichen Online- und Offline-Befragungen erhoben werden. Außerdem soll die Zielgruppe im Rahmen des Projekts in die Gestaltung der speziellen Angebote miteinbezogen werden.

Die nächsten Netzwerktreffen des Projekts YOLO finden in Portugal (Oktober 2019), in Oslo (Juni 2020), in Kroatien (Oktober 2020) sowie in Wien (Jänner 2021) statt.

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