Internationales Lernen über Klimawandel in Europa

Dialog zwischen ExpertInnen aus Europa und Indien an der Donau-Universität Krems

26.11.2019

Mit dem EU-geförderten Forschungsprojekt „Building Resilient Urban Communities“ beleuchtet eine Kooperation der Donau-Universität Krems mit der niederländischen Universität Twente und mehreren Hochschulinstituten in Indien einen Paradigmenwechsel in der Raumplanung und -gestaltung im Kontext des Klimawandels. Im August und im Oktober 2019 fanden dazu Tagungen mit internationalen ProjektpartnerInnen am Campus der Donau-Universität statt. Das Projekt läuft noch bis 2022.

Angesichts steigender Sommertemperaturen und zunehmender Wetterextreme des globalen Klimawandels rüsten sich europäische Großstädte mit Hitzeschutzplänen und Umweltkonzepten. In Indien sind unerträgliche Hitzewellen und weitverbreitete Überschwemmungen als Folgen des Klimawandels schon längere Zeit Realität. Diese Veränderungen betreffen global in erster Linie die am stärksten benachteiligten Teile der städtischen Bevölkerung: BewohnerInnen informeller Siedlungen, die bereits in prekären Verhältnissen leben und sich kaum vor extremen Wetterereignissen schützen können.

Fallstudien mit weltweiten Klimadaten
Welche städtebaulichen, strukturellen und organisatorischen Verbesserungen im internationalen Kontext notwendig sein werden, wurde in einem Symposium von 26. August bis 30. August 2019 an der Donau-Universität in Krems erörtert. In den Workshops diskutierten ExpertInnen aus Europa und Indien anhand von praxisbezogenen Fallstudien über das theoretische Verständnis von Resilienz und Klimawandel. „Die präsentierten Fallstudien mit relevanten Daten aus der ganzen Welt waren eine wichtige Grundlage, um unser Verständnis von Migrationsauslösern in Verbindung mit dem Klimawandel zu erweitern“, erklärt Dipl.-Ing. Dr. Tania Berger, Projektleiterin am Department für Migration und Globalisierung. Bei Vorträgen zu meteorologischen Auswirkungen des Klimawandels in Städten, Konzepten der städtischen Wärmeinseln, nachhaltiger Infrastruktur, Wassermanagement, Nutzung von Wind zur Kühlung in Städten oder Hochwasserschutz, tauschten sich TeilnehmerInnen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft über unterschiedliche Strategien und Ansätze aus.

Klimawandel und informelles Wohnen
In einem zweiten Symposium von 23. Oktober bis 25. Oktober 2019 an der Donau-Universität Krems konnten die internationalen ProjektpartnerInnen aus Europa und Indien die Diskussion mit Fokus auf informelle Wohnungsfragen und Klimawandel in einem interdisziplinären und persönlichen Austausch vertiefen. Mit Beiträgen zu Migration, Flucht, Armut, informellem Wohnraum sowie in Exkursionen nach Krems und Wien, wurde die Diskussion mit unterschiedlichen Perspektiven angereichert. Für das bevorstehende Projekttreffen Ende November 2019 reist das BreUCom-Team der Donau-Universität nach Bhopal und Mumbai in Indien.

Zusammenarbeit von Hochschulen und NGOs
Das Erasmus+ Projekt „BreUCom“ möchte die Zusammenarbeit zwischen indischen Hochschulinstitutionen in Bhopal, Mumbai und Vijayawada und in diesem Feld arbeitenden NGOs stärken. Dieses Projekt wird vom Department für Migration und Globalisierung der Donau-Universität Krems koordiniert, unterstützt wird sie dabei von der niederländischen Universität Twente. Das Projekt sieht vor, zehn vergleichende Fallstudien in ausgesuchten Regionen sowie zehn postgraduale Studienprogramme auf Basis des OpenCourseWare Modells des MIT, USA, zu erstellen. Darüber hinaus sollen neue Kurse und existierende Curricula für graduierte Studierende angeleitet und 20 einwöchige Module entwickelt werden. Ebenfalls am Programm: Internships für NGOs in Indien und Europa. 


Projekt Building Resilient Urban Communities (BreUCom)
Förderungsgeber: EU, Erasmus +
Laufzeit: 15.01.2019 bis 14.01.2022
Koordinator: Department für Migration und Globalisierung
Projektverantwortliche: DI Dr. Tania Berger

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