Konferenz zum Thema „law and logic“

Renommierte ExpertInnen diskutieren über Recht und Logik

03.11.2017

Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für „Wirtschaftsrecht und Europäisches Wirtschaftsrecht“ der Universität Paderborn veranstaltete das Department für Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen der Donau-Universität am Freitag den 3. November, eine Konferenz zum Thema „law and logic“ in Paderborn.

Die wissenschaftliche Leitung der Tagung lag bei Prof. Dr. Krimphove (Universität Paderborn) gemeinsam mit Dr. Gabriel M. Lentner (Donau-Universität Krems). Der Workshop hatte zum Ziel den Stand der Forschung im Bereich „Recht und Logik“ zu erörtern. In diesem Rahmen haben renommierte Professoren aus der ganzen Welt, beispielweise Harvard-Professor Scott Brewer, referiert und der Band „Law and Logic: Contemporary Issues“ (Duncker & Humblot) herausgegeben von Dieter Krimphove und Gabriel M. Lentner vorgestellt.


Prof. Dr. Dieter Krimphove eröffnete die Veranstaltung mit einem historischen Abriss der Entwicklung von Logik im Recht, von den antiken Philosophen, über Leibniz bis hin zu modernen Anstrengungen im Forschungsbereich „artificial intelligence and law“. Darauf folgte Prof. Dr. Michael S Green (William & Mary Law School) und diskutierte das Verhältnis der Rechtsrealistischen Schule zur Logik und arbeitete heraus, dass ein Widerspruch zwischen Rechtsrealismus und Rechtslogik tatsächlich so nicht vorhanden ist.
 

Prof. Dr. Scott Brewer (Harvard Law School) analysierte die Beweisführung vor Gerichten unter Anwendung logischer Schlussformen und stellte damit die Nützlichkeit der Logik für juristische Argumente eindrucksvoll unter Beweis.
Im Anschluss daran thematisierte PD Dr. Matthias Wille (Universität Paderborn) „Deontic modeled standards of technical rationality“. Dr. Gabriel M. Lentner (Donau-Universität Krems= wandte die „logokratischen Methode“ nach Scott Brewer am Beispiel verschiedener Fälle aus dem Völkerrecht an und entwickelte anhand dieser Fälle Kriterien für die Analyse von Stärken und Schwächen völkerrechtlicher Argumente.
 

Prof. Brozek zeigte in seinem Vortrag die zwei Gesichter der rechtlichen Schlussfolgerung auf. Zum einen die regelbasierte Argumentation und zum anderen die fallbasierte Argumentation. Unter Anwendung der deontischen Logik demonstrierte er, dass rechtliche Argumentationen weder regel-noch fallbasiert sind, es zeigt sich immer ein Zusammenspiel von abstrakten Regeln und konkreten rechtlichen Entscheidungen.
 

Der abschließende Fachvortrag von Prof. Dr. Samuel Meir Brasil Jr (Richter, Espirito Santo State Court of Justice; Vitoria Law School) beleuchtete rechtliche Argumentation in der Praxis unter Berücksichtigung der Methode der „Weighed Conditional Logic“.
Im Anschluss an die Fachvorträge wurde die spannende Diskussionsrunde eingeleitet in der viele Fragen und Anregungen bezüglich der Vortragsthemen in einem interessanten Fachgespräch debattiert wurden.


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