Das netPOL-Netzwerk

Research Lab Democracy and Society in Transition

Idee und Zielsetzung

Politische Kommunikation umfasst Politikvermittlung und Politische Bildung in der Informationsgesellschaft unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von Politik und Medien und des Einsatzes neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, Wahlen und andere Formen politischer Beteiligung als zentrales Element der Demokratie, sowie die Vertretung öffentlicher Anliegen und Interessen in Politikprozessen.

Erklärtes Ziel von netPOL ist es, durch die Zusammenarbeit zwischen den Partnern und Partneruniversitäten den Lehr- und Forschungsbereich der Politischen Kommunikation zu stärken, auszubauen und in den Fokus eines breiteren und internationalen Interessentenkreises zu rücken. Themenschwerpunkte der Netzwerkaktivitäten sind europäische Politische Bildung, Wahl- und politische Beteiligungsforschung, Public Affairs bzw. Lobbying, Medienforschung, massenmediale Wirtschaftskommunikation sowie Strategie- und Netzwerkanalysen. Diese Themen treffen auf breites Interesse in der Öffentlichkeit und sind von großer Bedeutung, sowohl seitens der Partnerländer als auch der EU.

Die Länder Österreich, Ungarn, Deutschland und Rumänien gelten als tragende Säulen von netPOL, und decken in Ihrer Zusammenarbeit mit mehrheitlich deutschsprachigen Partneruniversitäten unterschiedliche Schwerpunkte und Expertisen ab. So ist die Donau-Universität Krems Pionier und Spezialist für postgraduale Weiterbildung, und verfügt die Karl Franzens-Universität Graz als größte Partneruniversität des Netzwerkes über besonders viele interdisziplinäre Koope­rationen in Zentral- und Osteuropa. Die Andrássy Universität Budapest bildet eine Schnittstelle der ZOE-Staaten und die Zeppelin Universität in Friedrichshafen zeichnet sich durch ihre Interdisziplinarität aus. An der Babes-Bolyai-Universität in Cluj besteht ein Fakultätsschwerpunkt für Politische Kommuni­kation und Journalismus.

Die wechselseitigen Ergänzungen der Partneruniversitäten stellen ein Erfolgsmerkmal dar, zusätzlich werden europaweit Kooperationen mit Wissenschafts- und Bildungsinstitutionen als externe Partner an­gestrebt. Initiator von und federführend für netPOL ist das Land Niederösterreich, vertreten durch die NÖ Forschungs- und Bildungsgesellschaft m.b.H. (NFB), zu weiteren Förderern zählt u.a. das Land Steiermark. Koordiniert wird netPOL durch das Institut für Strategieanalysen (ISA), die Entsendung von WissenschaftlerInnen erfolgt durch den Karl Franzens-Universität Graz.

Netzwerkpartner:

Andrássy Gyula Universität

Die Andrássy Gyula Deutschsprachige Universität Budapest wurde im Jahr 2002 als multinationales Gemeinschaftsprojekt der Republik Ungarn, der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Österreich, der Schweiz, des Freistaats Bayern und des Landes Baden-Württemberg gegründet, und begleitet seither den europäischen Erweiterungsprozess. Nach dem Willen ihrer Gründer ist die Andrássy Universität Budapest europäisches Leuchtturmprojekt und deutschsprachige Begegnungsstätte, sowie zugleich eine ungarische und internationale Hochschule. Als eine Universität mit europäischem Fokus in Forschung und Lehre beschäftigt sie sich insbesondere aus politikwissenschaftlicher Sicht unter anderem mit europäischen Fragestellungen.
Die Fakultät für Internationale Beziehungen vereint die Disziplinen Politik- und Wirtschaftswissenschaften und setzt im Rahmen der Professur für Politikwissenschaft ihren Schwerpunkt auf die Vergleichenden Politikwissenschaft, insbesondere auf den Bereich der vergleichenden Analyse der politischen Systeme Ost- und Mittelosteuropas.


Andrássy Gyula Universität

Prof. Dr. Ellen Bos

Mag. Melani Barlai, MA

Dr. Christina Eva Griessler

Babes-Bolyai-Universität

Die Babes-Bolyai-Universitat (BBUC) in Cluj wurde 1919 gegründet und ist mit über 47.000 Studierenden eine der größten staatlichen Universitäten Rumäniens. Was die Babes-Bolyai-Universität von anderen Universitäten Rumäniens unterscheidet ist ihr multikulturelles Profil, welches auch in ihrer Charta verankert ist. Dieses Profil äußert sich unter anderem in der Möglichkeit in rumänischer, ungarischer oder deutscher Sprache zu studieren. Die deutsche Abteilung der Universität besteht seit über 15 Jahren, in denen die Zahl der Studiengänge von zwei auf 16 ausgebaut wurde.

An der Fakultät für Politik-, Verwaltungs- und Kommunikationswissenschaft werden u.a. deutschsprachige Bachelor- und Master-Studiengänge in Journalistik und in Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit angeboten.


Babes-Bolyai-Universität

Dr. Christian Schuster, MA

Zeppelin Universität

Die Zeppelin Universität (ZU) ist eine seit 2003 vom Land Baden-Württemberg staatlich anerkannte und vom Wissenschaftsrat akkreditierte Stiftungsuniversität. Als „Universität zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik“ lehrt und forscht sie – mit derzeit 1.184 Studierenden, 52 Professoren und knapp 285 Mitarbeitern – konsequent interdisziplinär, individualisiert und international. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet: unter anderem 2011 mit dem Bundessieg im Förderprogramm „Mehr als Forschung und Lehre! Hochschulen in der Gesellschaft“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Stiftung Mercator für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement. In den relevanten Rankings wird sie seit Beginn in der Spitzengruppe geführt.


Zeppelin Universität

Dr. Martin Herbers

Karl-Franzens-Universität

Die Karl-Franzens-Universität Graz, gegründet 1585, ist Österreichs zweitälteste Universität und mit rund fast 30.000 Studierenden eine der größten des Landes. Zahlreiche herausragende WissenschafterInnen, unter ihnen sechs Nobelpreisträger, haben hier gelehrt und geforscht. Die geografische Lage begünstigt im Rahmen von Mobilitätsprogrammen und Kooperationen mit über 300 Partnerinstitutionen allein in Europa einen regen wissenschaftlichen und kulturellen Austausch mit dem südöstlichen Europa.

Als eine Plattform für Wissenschaftskommunikation für eine nachhaltige Wahrnehmung von Wissenschaft und Forschung in der heutigen Gesellschaft wurde die 7. Fakultät gegründet.

Die Forschungsschwerpunkte der Professur für Politische Kommunikation, die ebenfalls an der 7. Fakultät angesiedelt ist, beinhalten Politische Kommunikation aus politikwissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Sicht.


Karl-Franzens-Universität

Niederösterreichische Forschungs- & BildungsgmbH

Das Jahr 2011 wurde in Niederösterreich zum Jahr der Wissenschaft ausgerufen. Im Zuge dessen wurden die beiden Landesgesellschaften Life Science Krems GmbH und NÖ BildungsgmbH für Fachhochschul- und Universitätswesen zur NÖ Forschungs- und Bildungsgesellschaft (NFB) verschmolzen. Die Gesellschaft, deren Sitz in St. Pölten ist, verfolgt ausschließlich gemeinnützige Ziele, wie die Förderung der Wissenschaft, Lehre und Forschung und die Aus- und Weiterbildung von Menschen in Niederösterreich. Eigentümer ist das Land Niederösterreich.

Mit netPOL begründet die NFB nicht nur eine europäische Wissenschaftskooperation, sondern stärkt auch die überregionalen Aktivitäten Niederösterreichs im universitären und tertiären Bildungssektor. In diesem Zusammenhang wird netPOL seitens der NFB mit dem für die Projektkoordination beauftragten Institut für Strategieanalysen (ISA) als Netzwerk von Partneruniversitäten im Lehr- und Forschungsbereich Politische Kommunikation umgesetzt und ausgebaut.


Niederösterreichische Forschungs- & BildungsgmbH

Institut für Strategieanalysen

Das Institut für Strategieanalysen (ISA) wurde 2007 gegründet. Der Arbeitsschwerpunkt liegt auf Studien und Strategieberatung auf sozialwissenschaftlicher Datenbasis.

ISA beschäftigt sich dabei hauptsächlich mit public goods (Politik, Medien, Gesundheit, Umwelt/Energie, Bildung, Soziales, usw.) als Themen der öffentlichen Kommunikation.
Im Jahr 2009 wurde ISA mit der Koordination für netPOL beauftragt. Zu den Hauptaufgaben gehören die weitere Vernetzung, Kommunikation und strukturelle wie inhaltliche Koordination von netPOL.


Institut für Strategieanalysen

Donau-Universität Krems

Die Donau-Universität Krems wurde 1995 gegründet und ist als staatliche Universität auf postgraduale Weiterbildung spezialisiert. Sie ist einer der führenden europäischen Anbieter von berufsbegleitenden Universitätslehrgängen. Sie aktualisiert das Wissen von Akademiker- Innen und Führungskräften, stellt sich der gesellschaftlichen Herausforderung des lebenslangen Lernens und bietet anwendungsorientierte Forschung. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Plattform Politische Kommunikation sind politische Information, politische Partizipation und politische Kommunikation im engeren Sinne als Kampagnenarbeit.

Im Rahmen der Professur für Demokratiestudien und Politikforschung werden derzeit zwei Universitätslehrgänge (Politische Bildung und Politische Kommunikation) angeboten, sowie Partizipationsforschungsprojekte durchgeführt.

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