Kloster_Musik_Sammlungen

Das Projekt widmet sich der Erforschung der Musikarchive dreier niederösterreichischer Klöster (Stifte Melk, Göttweig, Klosterneuburg) und ihrer Sammlungsstrukturen. Klöster als spirituelle und kulturelle Zentren bewahren in ihren Musikarchiven nicht nur liturgische Musik auf, die Teil des monastisch-liturgischen Alltags ist, sondern auch Zeugnisse privater, profaner ebenso wie sakraler Musizierpraxis.

Darüber hinaus findet sich in den klösterlichen Musikarchiven auch die Alltagsmusikkultur aus den Regionen um die Klöster versammelt, die nur hier in dieser Dichte und Geschlossenheit überliefert ist. An der klösterlichen Musikkultur lassen sich daher umfassendere musikhistorische und musikkulturelle Entwicklungen ablesen, die von der bisherigen, meist auf ein kanonisiertes Konzertrepertoire und Meisterkompositionen fokussierten Forschung weitgehend unbeachtet geblieben sind.

Als Besonderheit bilden die Musikarchive mehr oder weniger geschlossene Sammlungsbestände, die (fast) lückenlos jahrhundertealte Sammlungsstrategien und Sammlungspraktiken abbilden. In dieser Hinsicht sind sie einzigartig, sammlungshistorisch jedoch noch wenig beachtet. Zugleich bieten sie die Chance, über das Interesse an den einzelnen Sammlungen hinaus zu einer vernetzten Betrachtungsweise von Sammlungen zu gelangen. So bilden die traditionsreichen niederösterreichischen Klöster und Stifte an der Donau, allen voran Melk, Göttweig und Klosterneuburg, Kristallisationspunkte einer Musiktradition, die kulturelle Räume von West bis Ost verbindet und so das raumübergreifende Sammeln von Musik und einen Austausch europäischer Musikkultur erst möglich gemacht hat. „Kloster Musik Sammlungen“ stellt sich die Aufgabe, das in den Klöstern gesammelte Musikerbe in angemessener, ihrer Bedeutung entsprechender Weise erstmals umfassend zu erschließen und zu erforschen, übergreifende Fragestellungen zu Sammlungsstrategien und Sammlungsentwicklung zu stellen und die Klostermusik in Niederösterreich in ihren historischen Kontexten zu untersuchen.

Den Output des Projekts bilden eine Datenbank, welche die Vernetzungsstrukturen deutlich macht, eine Publikation (Sammelband) mit den Ergebnissen des Projekts sowie historisch-kritische Editionen von Notenmaterial, welche die Möglichkeiten des vernetzten Edierens exemplarisch vor Augen führen.

Projektteam

Details

Duration 01/12/2017 - 30/11/2019
Funding Bundesländer (inkl. deren Stiftungen und Einrichtungen)
Program FTI Programm LNÖ
Department

Department for Arts and Cultural Sciences

Principle investigator for the project (Danube University Krems) Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe

Team

Back to top

 

To Glossary

This website uses cookies to improve your user experience, for analytical purposes for optimizing our systems and for marketing purposes. By clicking on „OK" or continuing to browse the site, you are agreeing to the use of cookies. More information concerning privacy policy and data protection official.

OK