Forschungsverbund Migration. Eingereicht von der Donau Universität Krems /Department für Kunst- und Kulturwissenschaften für das Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien (FIRST) & Partner

Description

Wenn auch aktuelle Entwicklungen viele Menschen beunruhigen und verunsichern, ist doch Migration, historisch betrachtet, ein Aspekt des Normalen und steht in ständiger Wechselwirkung mit sesshaften Existenzformen. Menschheitsgeschichte ist Migrationsgeschichte: Migrationen sind langfristig wirksame Ereigniszusammenhänge, die Gesellschaften verändern und prägen. Sie werden von Kriegen und Katastrophen ausgelöst oder sie begründen Wohlstandsentwicklung in Friedenszeiten. Sie stiften Diversität und kulturellen Reichtum, geben aber auch Anlass für Konflikte. Zum Zeitpunkt der Antragstellung sind diese Phänomene höchst aktuell und beschäftigen öffentliche wie private Diskurse, deren Argumente einer soliden Fundierung durch historische Erkenntnisse bedürfen. Der Forschungsverbund „Migration“ steht für einen innovativen interdisziplinären Ansatz in der Migrationsforschung, der die langfristigen Auswirkungen von Migration erfasst. Er schafft daher die Wissensbasis für eine historisch fundierte Analyse der gesellschaftlichen Herausforderungen in der Gegenwart und kann bei entsprechender Einbindung Vermittlungsinstrumente für eine evidenzbasierte Politik bereitstellen. Das besondere Augenmerk, das dieser FV auf Objekte legt, liefert eine hervorragende Grundlage für Veranstaltungen und Ausstellungen, die auch gesellschaftliche Randgruppen, z. B. Flüchtlinge oder „Gastarbeiter/innen“, partizipativ miteinbeziehen. Die Heranziehung des Bestands „NÖ heute“ des Filmarchivs Austria bietet eine weitere Möglichkeit zur partizipativen Anwendung. Nach Filmen von Immigrantengruppen wurde bislang noch kaum gefragt und geforscht.

Details

Duration 07/01/2016 - 31/03/2019
Funding Bundesländer (inkl. deren Stiftungen und Einrichtungen)
Program Land NÖ Wissenschaft - Forschung
Department

Department for Arts and Cultural Sciences

Principle investigator for the project (Danube University Krems) Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe

Team

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