22.03.2024

Am 18. und 19. März 2024 war Österreich Gastgeber der 9. Konferenz der Parlamentspräsident_innen der EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR). Heuer standen die Themen Demokratiebildung sowie der Donauraum als Kultur-, Natur- und Wissenschaftsraum im Mittelpunkt. Friedrich Faulhammer, Rektor der Universität für Weiterbildung Krems und Präsident der Donaurektorenkonferenz, hielt im Parlament vor hochrangigen parlamentarischen Vertreter_innen der Donauraum-Staaten eine Keynote zum Thema transnationale Kooperationen im Donauraum.

Der gesamte Donauraum sei materielles und immaterielles Kulturerbe. Gerade im Bereich der Wissenschaft, die ein Schlüsselfaktor für Europa sei, habe der Donauraum besonders viel zu bieten, so Nationalratspräsident Mag. Wolfgang Sobotka in seinen einleitenden Worten.

Mag. Friedrich Faulhammer, Rektor der Universität für Weiterbildung Krems und Vorsitzender der Donau-Rektorenkonferenz sowie Vorstandsvorsitzender des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), hielt eine Keynote zum Thema „Der Donauraum als Kultur-, Natur- und Wissenschaftsraum“. Darin verwies er auf das starke Netzwerk der Universitäten entlang der Donau, das Synergien schaffe und Kooperationen fördere, um wichtige Themen voranzutreiben. Zudem sei der Donauraum ein schützenswerter Naturraum mit hoher Biodiversität, betonte Faulhammer. Mit zahlreichen Initiativen werde an der Erhaltung und Wiederherstellung dieser Biodiversität gearbeitet.

Mitwirkung an EU-Strategie

Zur Förderung der universitären Ausbildung in Lehre und Forschung sei unter anderem das Netzwerk der Donau-Rektorenkonferenz (DRC), bestehend aus 65 Universitäten im Donauraum, gegründet worden, so Faulhammer weiter. Als Beitrag zur EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) arbeitet die DRC aktiv in den Arbeitsgruppen der Prioritätsbereiche mit und organisiert die jährliche Donau-Rektorenkonferenz mit der Verleihung der Danubius Awards. Der Preis dazu bei, die Sichtbarkeit multidisziplinärer Forschung zu erhöhen, indem herausragende Leistungen junger Talente ausgezeichnet werden.

Über die EU-Strategie für den Donauraum

Die EU-Strategie für den Donauraum ist die größte und umfassendste der vier makroregionalen Strategien der Europäischen Union. Sie erstreckt sich entlang des zweitlängsten Flusses Europas über Mitteleuropa und den Westbalkan bis zum Schwarzen Meer. Die EUSDR umfasst mehr als 115 Millionen Menschen in 14 Staaten, die von der Donau durchflossen werden oder in deren Territorium Zuflüsse zur Donau liegen. Darunter sind neun EU-Mitgliedstaaten (Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn) und fünf EU-Beitrittskandidaten (Bosnien und Herzegowina, Republik Moldau, Montenegro, Serbien und die Ukraine). Die Gründung der EUSDR im Jahr 2011 geht auf eine Initiative Österreichs und Rumäniens zurück. Im Jahr 2013 wurde sie um eine parlamentarische Dimension erweitert. Heuer organisiert Österreich, das von November 2023 bis Ende 2024 den Vorsitz hat, die mittlerweile neunte Konferenz der Parlamentspräsident_innen der Mitgliedstaaten.

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