Geschichte

Donau-Universität Krems

Die Donau-Universität Krems ist die Universität für Weiterbildung. Als einzige öffentliche Universität für Weiterbildung im deutschsprachigen Raum war und ist die Donau-Universität Krems Impulsgeberin für lebensbegleitendes Lernen. Mit der Eröffnung des Studienbetriebs im Jahr 1995 wurde ein Kompetenzzentrum für wissenschaftliche Weiterbildung geschaffen, das den zentralen Herausforderungen unserer Zeit Rechnung trägt und dessen Studienangebot beständig weiterentwickelt wird. Drei Fakultäten mit 17 Departments sind heute erfolgreich in Lehre und Forschung tätig, rund 18.000 Menschen haben ein Studium an der Universität für Weiterbildung abgeschlossen. Begleiten Sie uns auf dieser Seite durch 20 erfolgreiche und bewegte Jahre.

Seit 20 Jahren am Puls der Zeit

20 Jahre Donau-Universität KremsMehr als 8.500 Studierende aus 91 Ländern machen die Donau-Universität Krems zu einer der führenden Universitäten für Weiterbildung in Europa. Mit 20 Jahren Erfahrung zählt sie zu den europäischen Pionieren auf dem Gebiet der universitären Weiterbildung und zu den Spezialisten für lebensbegleitendes Lernen.

In Lehre und Forschung widmet sie sich den gesellschaftlichen, organisatorischen und technischen Herausforderungen der Zeit. Dabei setzt die Weiterbildungsuniversität gezielt auf neue interdisziplinäre Querverbindungen und zukunftsträchtige Spezialgebiete, die in den Fakultäten "Gesundheit und Medizin", "Wirtschaft und Globalisierung" sowie "Bildung, Kunst und Architektur" organisiert sind.

Die Studierenden der Donau-Universität sind Studierende mit hohen Ansprüchen und Erfahrung. Sie haben in der Regel einen höheren Bildungsabschluss und verfügen über mehrjährige Berufserfahrung - über 50 Prozent sind seit mehr als 10 Jahren berufstätig.

Vom Modellprojekt zur führenden Universität für Weiterbildung in Europa

In den frühen Achtzigerjahren entstand die Idee, in Niederösterreich eine Universität neuen Typs zu schaffen. 1987 begann die Wissenschaftliche Landesakademie erste postgraduale Programme zu entwickeln, 1994 beschloss der Nationalrat die Errichtung eines Universitätszentrums für Weiterbildung. Damit war die Grundlage für die Eröffnung der Donau-Universität Krems 1995 geschaffen.

Die Wurzeln der Donau-Universität Krems reichen zurück in die frühen Achtzigerjahre. Mit dem Bekenntnis des damaligen Landeshauptmanns Siegfried Ludwig zu einer eigenen Landeshauptstadt begann auch die Planung einer Universität für Niederösterreich. Diese sollte nicht den großen traditionsreichen Universitäten in Wien Konkurrenz machen, sondern eine Innovation darstellen. Von einer Umwelt- über eine Dritte-Welt- bis hin zur Friedensuniversität reichten die Ideen, die der Arbeitskreis "Universitäre Einrichtungen in NÖ" diskutierte. Land und Bund bewiesen Weitblick und entschieden sich, den Fokus auf universitäre Weiterbildung zu legen.

1987 begann eine Wissenschaftliche Landesakademie in Krems ihre Arbeit, um postgraduale Programme zu entwickeln, Ende 1990 wurde nach einem Arbeitsübereinkommen mit der Bundesregierung die "Donau-Universität für postgraduale Aus- und Weiterbildung" projektiert. Im Frühjahr 1994 beschloss der Nationalrat die Errichtung des "Universitätszentrums für Weiterbildung mit der Bezeichnung Donau-Universität Krems". Am 13. September 1995 konnte die Donau-Universität Krems schließlich auf dem Gelände der ehemaligen Tabakfabrik Krems-Stein eröffnet werden.

Gründungsthesen

  • Die Donau-Universität Krems ist eine postgraduale Universität.
  • Die Weiterbildung an der Donau-Universität Krems basiert auf den drei Säulen Lehre, Forschung und Dienstleistung.
  • Die Donau-Universität Krems erfüllt einen öffentlichen Auftrag und orientiert sich gleichzeitig an privatwirtschaftlichen Kriterien.
  • Strategische Ausrichtung auf die Zukunft sowie Vermittlung von verantwortungsbewusstem Denken und Handeln prägen die Donau-Universität Krems.
  • Die Donau-Universität Krems ist weltoffen und gleichzeitig fest mit dem Standort verbunden.
  • Die Donau-Universität Krems setzt auf Qualität. Sie ist klein und orientiert sich an den Bedürfnissen ihrer KundInnen.
  • Die Donau-Universität Krems ist eine Campus-Universität und auch regionales Kultur- und Begegnungszentrum.

Start des Studienbetriebs im Wintersemester 1995/96

ersten MBA
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Donau-Universität Krems

Der Studienbetrieb startete schon wenige Wochen nach der Eröffnung mit 93 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in drei Studiengängen für Europäische Integration und Journalismus. Im September 1997 erhielt die Donau-Universität Krems das Recht, den neuen akademischen Grad eines Master of Advanced Studies zu verleihen, einen Monat später wurden die ersten österreichischen Mastertitel im Beisein des damaligen Wissenschaftsministers Caspar Einem vergeben. 1998 folgte die erste Graduierung zum Master of Business Administration (MBA) in Österreich.

Trotz ihres öffentlichen Auftrags orientierte sich die Donau-Universität Krems an modernen Governance- und Führungsstrukturen: Sie führte die finanzielle Gebarung nach den Grundsätzen des ordentlichen Kaufmanns, stellte ihre MitarbeiterInnen nach dem Angestelltengesetz an, führte Zielvereinbarungen ein und legte im ersten Geschäftsbericht einer österreichischen Universität Rechenschaft über ihre Aktivitäten ab. So nahm die Donau-Universität Krems auch im Bereich des Hochschulmanagements eine Pionierrolle ein und war Vorreiterin bei der mittlerweile umgesetzten Vollrechtsfähigkeit von Universitäten. Viele der Prinzipien des "Bundesgesetzes über die Universität für Weiterbildung Krems" sind schließlich in das Universitätsgesetz 2002 eingeflossen.

2004 erhielt das bisherige "Universitätszentrum für Weiterbildung" mit der Erhebung zur "Universität für Weiterbildung Krems" die verdiente Anerkennung als 22. staatliche Universität Österreichs – und damit die Möglichkeit, Professorinnen und Professoren zu berufen und so gezielt die wissenschaftliche Reputation zu stärken.

Die jüngsten Meilensteine: 2014 erhielt die Donau-Universität Krems das Promotionsrecht. Ihre beiden ersten PhD-Studien wurden im Frühjahr 2015 von der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria, kurz AQ-Austria, akkreditiert. Darüber hinaus zertifizierte die AQ-Austria das Qualitätsmanagement-System der Donau-Universität Krems.

Lebensbegleitendes Lernen als Trend

Als sich im Wintersemester 1995/96 die ersten 93 Studierenden an der Donau-Universität Krems einschrieben, war dies der Auftakt zu einem neuen Kapitel universitärer Weiterbildung. Die innovative Universität setzte nicht nur in Österreich und im deutschsprachigen Raum Maßstäbe, sondern fand auch europaweit Beachtung. Dass das Modellprojekt zum Erfolgsprojekt wurde, ist zum einen dem hohen Engagement und zukunftsgerichteten Handeln der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum anderen dem Engagement und der Unterstützung des Landes Niederösterreich und des Bundes zu verdanken.

AbsolventInnen 2018

Zudem hat Weiterbildung in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorm an Bedeutung gewonnen. In vielen Berufen ist es unabdingbar geworden, das erworbene Wissen regelmäßig auf den letzten Stand zu bringen und neue Kompetenzen zu erwerben. Die Donau-Universität Krems hat den Trend zum lebensbegleitenden Lernen früh erkannt und gestaltet ihn seit 20 Jahren erfolgreich mit.

20 Jahre Donau-Universität Krems

Von der Tabakfabrik zur Denkfabrik

Wo heute gelernt, gelehrt und geforscht wird, drehten früher fleißige Hände Virginier-Zigarren: Das historische Hauptgebäude der Donau-Universität Krems wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Tabakfabrik errichtet und 1995 zur Bildungsinstitution umfunktioniert. 2005 wurde die ehemalige Tabakfabrik um einen Neubau aus Glas, Stahl und Aluminium ergänzt, da die Zahl der Studierenden an der Universität stark gestiegen waren. Heute sind mehr als 8.500 Studierende aus aller Welt an der Donau-Universität Krems inskribiert.

Kunsthalle krems
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Art Cult Tabakmuseum

Die Zigarrenfabrik Stein, Bezirk Krems, wurde 1850 aufgrund der guten Verkehrslage an der Donau und der Nähe zu Wien gegründet. Im Gebäude der alten Tabakfabrik, die durch die Justizanstalt Stein von der "neuen" Tabakfabrik getrennt wird, ist heute die Kunsthalle Krems untergebracht. Dieses Haus war ursprünglich ein Gasthof, der 1850 per Dekret vom Finanzministerium erworben wurde. Nur drei Monate später begann hier die Zigarrenproduktion.

1865 stellten knapp 600 Arbeiterinnen mehr als 41 Millionen Zigarren her. Die Virginier, eine rund 20 Zentimeter lange, dünne, leicht gebogene Zigarre aus kräftigen Virginia- und Kentucky-Tabaken mit einem Strohhalm im Inneren (siehe Bild rechts oben), wurde zur Spezialität des Tabakregie-Sortiments und zu einer der beliebtesten Zigarren der Wiener Bevölkerung. Daher beschloss man 1918 - trotz finanzieller Schwierigkeiten - den Bau einer neuen Virginier-Fabrik in unmittelbarer Nähe.

 

Jahresproduktion von 75 Millionen Zigarren

fassade
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Art Cult Tabakmuseum

Der dreistöckige Stahlbetonskelettbau in der Formensprache eines "dritten Barock", der heute die Donau-Universität Krems beherbergt, wurde zwischen 1919 und 1922 nach Plänen des Architekten Paul Hoppe errichtet. Eröffnet hat die neue Fabrik am 16. Juni 1922 der damalige Generaldirektor der Tabakwerke, Dr. Karl Dorrek, nach dem später die an das Gebäude grenzende Straße benannt wurde. Als das "soziale Musterunternehmen" Österreichs schufen die Austria Tabakwerke, vormals "Österreichische Tabakregie", zahlreiche Wohlfahrtseinrichtungen wie Invaliden- und Krankenversicherungen, Behandlungszimmer für den Betriebsarzt, eine Betriebsküche und ein Arbeiterbad, Kinderheime und für damalige Verhältnisse großzügige Arbeiterwohnungen.

zigarre
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Art Cult Tabakmuseum

Im neuen Fabriksgebäude stellten einige Jahrzehnte lang rund 800 Arbeiterinnen Virginier-Zigarren in Handarbeit her. 1931 erreichte die Fabrik mit einer Erzeugung von 75 Millionen Stück den Produktionshöchststand. Durch den Rückgang des Zigarrenkonsums musste die Produktion ab den Achtzigerjahren eingeschränkt und 1991 gänzlich eingestellt werden. Damit war die Virginier-Fabrik Stein - neben einer Schuhfabrik im Kremstal - weit über 100 Jahre lang der wichtigste und größte Arbeitsplatz für die weibliche Bevölkerung von Stein und Umgebung.

 

Sensible Umgestaltung nach Plänen von Manfred Wehdorn

Heute spielt das Gebäude - nach seiner Wandlung von der Tabakfabrik zur Weiterbildungsuiversität - wieder eine wichtige Rolle in der Region: als Arbeitsstätte für mehr als 500 MitarbeiterInnen der Donau-Universität Krems sowie als wissenschaftlicher Impulsgeber und als kulturelles Begegnungszentrum. 1987, als die Gründung der Wissenschaftlichen Landesakademie für Niederösterreich beschlossen worden war, beauftragte man den Architekten Manfred Wehdorn mit der Umgestaltung des historischen Gebäudes in der Tradition des "Heimatstils". Die Umbauplanung wurde mit größtmöglicher Schonung der historischen Bausubstanz und nach wirtschaftlichen Kriterien durchgeführt. Die historische Raumhöhe wurde absichtlich nicht vermindert, um den Charme des Industriegebäudes zu erhalten. 1995 zog die Donau-Universität Krems in die neu adaptierten Räume ein. Der Mitteltrakt des Gebäudes wurde von 2002 bis 2003 saniert und ausgebaut. Gleichzeitig fiel der Startschuss für den Bau des Campus Krems, der am 7. Oktober 2005 eröffnet wurde. Dem bestehenden Gebäude wurde eine moderne Konstruktion aus Stahl, Glas und Aluminium gegenübergestellt, die sich harmonisch in das historische Areal einfügt und neben der Donau-Universität Krems auch Teilen der IMC Fachhochschule Krems Platz bietet.

Donau Uni Campus Neu
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Donau-Universität Krems

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