Beschreibung
Die geistige Gesundheit ist zu einem bedeutenden Thema der öffentlichen Gesundheit sowie einem wirtschaftlichen und sozialen Anliegen in der EU geworden. Eine gesunde Ernährungsweise kann durch antiinflammatorische, antioxidative, neurogenetische, mikrobiom- und immunmodifizierende Mechanismen sowie durch epigenetische Veränderungen die geistige Gesundheit und das Wohlbefinden positiv beeinflussen. Ein guter Ernährungsstatus ist entscheidend, um die normale Körperfunktion aufrechtzuerhalten und die durch innere oder äußere Faktoren verursachten Dysfunktionen zu verhindern oder abzumildern. Veränderungen des Mikrobioms können auch Auswirkungen auf neurodegenerative Erkrankungen haben, da das Mikrobiom mit mehreren psychischen Erkrankungen wie Depressionen, bipolaren Störungen und Schizophrenie in Verbindung gebracht wird. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, eine umfassende europäische Übersicht über die Auswirkungen ungesunder Ernährung auf die geistige Gesundheit von Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen unter verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen zu erstellen. Die Ergebnisse des Projekts sollen greifbare Daten zu den Mechanismen liefern, die die Wirkung von Lebensmittelgruppen, Getränken, Makro- und Mikronährstoffen auf psychische Störungen und die Entwicklung entsprechender Krankheiten erklären. Zudem sollen standardisierte und validierte Metriken zur Untersuchung des Einflusses des Darmmikrobioms entwickelt und angewendet werden. Darüber hinaus sollen Wissenslücken geschlossen und Empfehlungen für Ernährungsexperten erarbeitet werden, um die Ernährung von Personen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern und damit Gesundheit und Langlebigkeit zu fördern. Durch gezielte Maßnahmen zur Prävention und Behandlung psychischer Störungen, die auf einer ausgewogenen Ernährung basieren, sowie durch die Entwicklung spezifischer Kommunikationsstrategien wird das Projekt einen wichtigen Beitrag zur europäischen Gesundheitsstrategie leisten.
Details
| Projektzeitraum | 01.07.2026 - 30.06.2030 |
|---|---|
| Fördergeber | EU |
| Projektverantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) | Matthias Pilecky, PhD MSc |