Beschreibung

Osteoarthrose (OA) ist eine weit verbreitete degenerative Gelenkerkrankung mit limitierten Behandlungsoptionen. Autologe Blutprodukte wie Autologes Conditioniertes Serum (ACS), Plättchenreiches Plasma (PRP) und Plättchenreiches Fibrin (PRF) sind vielversprechende Therapieansätze, ihre klinische Wirksamkeit ist jedoch aufgrund fehlender Standardisierung und unklaren Wirkmechanismen stark variabel. Das zentrale Ziel dieses Projekts ist es daher, diese Lücke durch einen systematischen, vergleichenden Ansatz zu schließen. Hierfür werden die Herstellungsprotokolle für ACS und PRF auf der IMPACT-Plattform optimiert, die Produkte umfassend molekular und zellulär charakterisiert und in einem direkten "Head-to-Head"-Vergleich mit PRP evaluiert. Die funktionelle Wirksamkeit der optimierten Präparate auf Entzündungs- und Regenerationsprozesse wird in einem etablierten In-vitro-Entzündungsmodell (Co-Kultur aus Chondrozyten und Makrophagen) untersucht. Ein besonderer Fokus liegt auf der mechanistischen Aufklärung der Rolle von Extrazellulären Vesikeln (EVs) als Mediatoren der therapeutischen Effekte. Erwartet werden die Identifizierung des potentesten Blutderivats, die Etablierung evidenzbasierter, standardisierter Protokolle und ein tiefgehendes Verständnis der zugrundeliegenden Wirkmechanismen. Das Projekt stärkt den FTI-Standort Niederösterreich im Zukunftsfeld "Smarte Vitalität" und schafft die wissenschaftliche Grundlage für effektivere, personalisierte OA-Therapien.

Details

Projektzeitraum 01.01.2026 - 31.12.2028
Fördergeber Bundesländer (inkl. deren Stiftungen und Einrichtungen)
Förderprogramm
Department

Department für Gesundheitswissenschaften, Medizin und Forschung

Zentrum für Regenerative Medizin

Projekt­verantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) Dipl.-Ing. Christoph Bauer, PhD BSc BA
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