Psychotherapie-Fachspezifikum "Verhaltenstherapie"

Akademische/r Psychotherapeut/in
Master of Science (Psychotherapie)

Entwicklung der Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie ist ein sehr dynamisches Psychotherapieverfahren, das sich fortlaufend weiterentwickelt. Sie beruht auf den Arbeiten von B.F. Skinner (1963), J. Wolpe (1968) und H. Eysenck (1960) und entstand in den 1950er Jahren. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften, der Psychologie, der Psychiatrie und der Psychotherapieforschung führen zu ständigen Erweiterungen, die auch „Wellen“ genannt werden. Hierbei werden sowohl Erkenntnisse der Grundlagenforschung als auch Ergebnisse der Interventions- und Evaluationsforschung integriert. Die „Zweite Welle“ der Verhaltenstherapie, die „Kognitive Wende“ geht auf Persönlichkeiten wie M. Mahoney, D. Meichenbaum, A. T. Beck und A. Ellis zurück und fand in den 1970ern Einzug in die therapeutische Arbeit.

Die „Dritte Welle“ führte zur Integration achtsamkeitsbasierter Ansätze wie der Dialektisch Behavioralen Therapie nach M. Linehan (1991), der Metakognitive Therapie (MCT) von Adrian Wells (2000) oder der Akzeptanz- und Commitmenttherapie nach S.C. Hayes (2006) sowie vielen weiteren. Auch wurden emotionsfokussierte Ansätze wie die Schematherapie von J. Young (1994) in das Verhaltenstherapeutische Konzept aufgenommen.

Ziele:

Ziel ist es ein fundiertes, theoretisches Wissen über psychische Störungen zu erwerben und die praktische Anwendung der Methodik zu erlernen, Kompetenzen zur Behandlung psychischer Störungen sollen erlangt werden. Eine Auseinandersetzung mit der Empirie soll das Verständnis für eine evidenzbasierte Psychotherapie als Heilbehandlung psychischer Störungen vertiefen.

Das psychotherapeutische Fachspezifikum „Verhaltenstherapie“ gewährt einen Gesamteinblick in alle Ansätze der Verhaltenstherapie. Es werden evidenzbasierte, störungsspezifische Ansätze und transdiagnostische Ansätze vermittelt und in einer gemeinsamen Theorie der Verhaltenstherapie integriert und zusammen geführt. Vertiefungen sind in Verhaltensmedizin, 3. Welle-Verfahren und Trauma möglich.

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