Was bedeutet Lean eigentlich – und was geht verloren, wenn Begriffe und Konzepte aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und in eine andere Sprache, Branche oder Organisationskultur übertragen werden?
Lean ist mehr als eine Sammlung von Methoden und Werkzeugen. Lean Thinking beschreibt eine Haltung: Probleme sichtbar machen, gemeinsam lernen, Mitarbeiter einbeziehen und Organisationen kontinuierlich weiterentwickeln.
Dieses LMIG-Treffen betrachtet Lean daher aus unterschiedlichen Übersetzungsperspektiven: Was war im japanischen Ursprung tatsächlich gemeint? Was geschieht beim Transfer des Toyota-Produktionssystems in andere Branchen? Und wie lässt sich Lean Thinking sinnvoll in das Gesundheitssystem übertragen – in Krankenhäuser, Pflege, Führung und administrative Prozesse?
Die Beiträge zeigen, warum eine gelungene Übertragung mehr verlangt als die bloße Übernahme einzelner Instrumente. Entscheidend ist, die zugrunde liegenden Denkweisen zu verstehen und sie so in den jeweiligen Kontext zu übersetzen, dass daraus nachhaltige Verbesserung entstehen kann.
Impulsvorträge:
Mari Furukawa-Caspary
Lean-Expertin und japanisch-deutsche Kulturmittlerin | Mari Furukawa-Caspary verbindet seit fast 20 Jahren ihre zweisprachige und interkulturelle Erfahrung mit umfassender Praxis in Lean und Ganzheitlichen Produktionssystemen, um japanisches Lean-Denken sprachlich und kulturell so zu vermitteln.
Mag. Oskar Zettl
Geschäftsführer von Toyota Material Handling Austria | Oskar Zettl verfügt über 16 Jahre internationale Führungserfahrung bei Bosch, darunter zehn Jahre in China. Der WU-Absolvent verbindet globale Managementerfahrung mit einem klaren Bekenntnis zu Teamarbeit und Kundenorientierung. Lean Logistics versteht er dabei als gelebte Führungs- und Unternehmenskultur.
DGKP Beate Gaber
Stationsleitung des Ambulanzzentrums am Universitätsklinikum Tulln-Klosterneuburg | Beate Gaber untersucht in ihrer Masterarbeit, wie sich ein klinisches Verbesserungsprogramm auf Arbeitsabläufe und Mitarbeiter_innen auswirkt. Dabei verbindet sie praktische Führungserfahrung mit einem besonderen Interesse an Lean-orientierter, menschengerechter Prozessgestaltung.
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Doris Behrens
Universitätsprofessorin an der Universität für Weiterbildung Krems sowie Wellbeing Analytics Lead im NHS Wales | Doris Behrens verbindet Mathematik, Operations Research und Gesundheitsforschung, um Gesundheitssysteme evidenzbasiert weiterzuentwickeln. Ihre Schwerpunkte liegen auf Versorgungsstrukturen, Patient_innensicherheit und dem Wohlbefinden von Mitarbeitenden.
anschließend Podiumsdiskussion mit:
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Mari Furukawa-Caspary
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Mag. Oskar Zettl
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Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas
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Univ-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Doris Behrens
Zur Person Meinhard Lukas:
Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas
Geschäftsführer des Kepler Universitätsklinikums sowie Professor für Zivilrecht an der Johannes Kepler Universität Linz | Meinhard Lukas verbindet als ehemaliger Rektor der JKU, juristische Expertise mit langjähriger Führungs- und Gestaltungserfahrung in Wissenschaft und Gesundheitswesen. Darüber hinaus ist er ein gefragter Gutachter und Berater in zivilrechtlichen Fragestellungen.
Moderiert von: Nataša Neuhold, MA BA und Priv.-Doz. DDr. Harald Stefanits