Es mag paradox klingen: Wer lernt, muss auch verlernen können – und zwar überholtes Wissen. Vielfach bleibt es beharrlich in Routinen, Prozessen oder Verfahren bestehen. Weiterentwicklung erfordert daher nicht nur das Etablieren von neuem Wissen, sondern auch eine sogenannte „De-Implementierung“ dessen, was nachweislich nicht mehr wirkt. Dieses generelle Phänomen gilt im Besonderen für Gesundheit und Medizin. In diesem Bereich ist das Verlernen in vielen Fällen kein Verlust an Wissen,
sondern der Weg zu einem besseren Gesundheitssystem. Die Grundlagen dafür liefert die Evidenzbasierte Medizin. Sie steht ganz im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe von upgrade, die beleuchtet, wie Evidenz als Basis des Wissens entsteht, auf welche Weise Künstliche Intelligenz für Evidenzbasierte Medizin produktiv genützt wird, warum Erfahrung in der ärztlichen Praxis ihren Wert hat und welche Rolle wissenschaftliche Fakten im gesellschaftlichen Diskurs einnehmen können. Die Bildstrecke „Überholtes vs. neues Wissen“ zeigt, dass bestimmte Therapien und Methoden immer noch im klinischen Alltag Anwendung finden, obwohl es bessere evidenzbasierte Herangehensweisen gibt.

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Bildstrecke - Überholtes vs. neues Wissen

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