ACT to Connect! - Kick-Off des „Austrian Center for Transformation“ (ACT)
Globale Herausforderungen zur befreiten Veränderung durch Kunst und Wissenschaft.

Am 4.3.2026 fand der Kick-Off des „Austrian Center for Transformation“ (ACT) statt, einer Kooperation der Universität für angewandte Kunst Wien (Angewandte), Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und Universität für Weiterbildung Krems (UWK). ACT vernetzt Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft, um globale Herausforderungen gemeinsam zu bearbeiten. In den einleitenden Worten hoben die drei Rektorate der Universitäten hervor, dass im Fokus der Initiative gerade konkrete Beiträge zur verantwortungsvollen Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse stehen.
Dann erfolgte ein Rückblick über die Genese von ACT und die bisherigen Aktivitäten. Kooperationen zu globalen Herausforderungen wie Klima, Energie, Ressourcen und sozialer Zusammenarbeit sowie Transformations- und transformative Forschung sollen von ACT unterstützt werden. Ebenfalls sollen die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele und die Bildung für nachhaltige Entwicklung gefördert werden. Der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft (Third Mission) werden ebenfalls vorangetrieben, wofür insbesondere innovative wissenschaftliche und künstlerische Formate genutzt werden sollen. Insgesamt ist vorgesehen ACT als zentrale Anlaufstelle in Österreich zu globalen Herausforderungen zu etablieren.
Danach hielt Angela Liberatore (European University Institute) die Keynote “Science diplomacy in a turbulent world: a transformative approach?” Sie gab einen vertieften Einblick in die theoretischen Grundlagen und die praktische Ausgestaltung von Science Diplomacy im europäischen und globalen Kontext. Ebenfalls verdeutlichte sie, welche Rolle wissenschaftliche Expertise in internationalen Kooperationsformaten spielt und wie sie zum Aufbau langfristiger Vertrauensstrukturen beitragen kann.
Im daran anschließenden wissenschaftlichen Panel wurden ausgehend von dem Vortrag weitere inhaltliche Dimensionen vertieft:
- Diplomatie und Zwischenräume: Roman Tronner und Christina Hainzl (UWK) analysierten diplomatische Möglichkeiten und hybride Handlungsräume zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
- Transformation und globales Engagement: Verena Radinger-Peer und Franz Fehr (BOKU) beleuchteten die Notwendigkeit systemischer Veränderungen im Kontext globaler Nachhaltigkeitsherausforderungen.
- Künste und Aufmerksamkeit: Andrea Lumplecker, Monika Halkort und Alexander Damianisch diskutierten künstlerische Praktiken als epistemische und ästhetische Instrumente zur Sensibilisierung für gesellschaftliche Entwicklungen.
Nach einem offenen Networking-Lunch tauschten sich die Teilnehmenden in drei Workshops zu den Leitbegriffen von ACT aus:
1. „demokratisch“
Zu Beginn des Workshops „demokratisch“ wurden verschiedene olfaktorische Stimuli von MUELLER-DIVJAK (Jeanette Müller und Paul Divjak, Angewandte) vorgestellt, um eine Diskussion über Wahrnehmung, Pluralität und demokratische Entscheidungsprozesse einzuleiten. Die komplexe Geruchsmetaphorik diente als Ausgangspunkt, um Mechanismen der Meinungsbildung und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu reflektieren.
2. „engagiert“
Der Workshop „engagiert“ entwickelte Ideen zur konkreten Umsetzung von Projekten und Kooperationen. Ein Speed-Dating-Format führte zur Identifikation möglicher Schwerpunkte wie etwa, Stärkung inter- und transdisziplinärer Kooperationsstrukturen, Entwicklung neuer Formate zur Schaffung von Frei- und Reflexionsräumen, Integration der Inhalte in curriculare Lehrangebote, Sichtbarmachung vorhandener Ressourcen, ACT als Netzwerkknoten zur Bündelung wissenschaftlicher, künstlerischer und gesellschaftlicher Impulse.
3. „wirksam“
Im Workshop „wirksam“ stand die Analyse des eigenen Wirkungsradius im Zentrum: Orte, Modi und Intensitäten persönlicher und kollektiver Wirksamkeit wurden reflektiert. Hierbei wurde mit Papier und Fäden eine plastische „Denklandschaft“ geschaffen. Hervorgehoben wurde, dass selbst kleine Interventionen wichtige Transformationsbewegungen initiieren können.
Abschließend wurde auf bevorstehende Aktivitäten und Beteiligungsmöglichkeiten hingewiesen. Interessierte sind eingeladen, weitere Impulse per Mail oder bei den nächsten Veranstaltungen einzubringen (contact@act.ac.at) sowie über den Newsletter regelmäßig Informationen zu erhalten (short-url.org/actnl).
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