Wege zur systematischen Qualitätsverbesserung

Die Best Practice-Konferenz führte über 100 Teilnehmende nach Krems

16.10.2017

Regen Zuspruch fand die Best Practice-Konferenz, die am 10. Oktober 2017 an der Donau-Universität Krems stattfand und einen praxisbezogenen Blick auf den Themenbereich der systematischen Qualitätsverbesserung lieferte. Die ReferentInnen beleuchteten insbesondere auch kritische Faktoren wie das Spannungsfeld von Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umwelt. Neben Komplexität und Prozessorientierung stand auch das wissensorientierte Qualitätsmanagement im Fokus, denn: „Wissen ist die einzige Ressource, die sich vermehrt, wenn man sie teilt!“, so Benedikt Lutz von der Donau-Universität Krems in seinem Abschlussvortrag.

„Qualität ist nicht alles – aber ohne Qualität ist alles nichts“, eröffnete Nikolai Neumayer, der stellvertretende Leiter des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems, die Best Practice-Konferenz vor über 100 TeilnehmerInnen.

Viktoria Weber Best Practice
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Donau-Universität Krems

Dabei nehme die Bedeutung von Qualität und Innovationsfähigkeit laufend zu und spiegle sich auch in der Strategie der Donau-Universität Krems wider, betonte Vizerektorin Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber in ihren Eröffnungsworten. In Forschung und Lehre sind gesellschaftliche Wirksamkeit, Innovation und Qualität besondere Merkmale der Universität für Weiterbildung. Zentral sei dabei auch der Wissens- und Erfahrungsaustausch mit den berufsbegleitend Studierenden.

Qualitätskultur und gelebte Eigenverantwortung

Claudia Elian
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Donau-Universität Krems

Wie Qualität in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen vorangetrieben wird, wurde in den anschließenden Vorträgen deutlich. Qualitätsmanagerin Ing. Claudia Elian zeigte dabei die Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungs-Historie der Josef Manner & Comp. AG auf. In ihrem Unternehmen werde Qualität als Wert definiert und in einer Qualitätskultur etabliert. Claudia Elian verwies demzufolge auf die gelebte Eigenverantwortung der Mitarbeitenden: „Qualität kann man nicht ‚hineinkontrollieren‘ – Qualität muss man machen! Und so werden Mitarbeitende auch gefragt, ob sie auf das von ihnen produzierte Produkt stolz sind.“ Qualität nehme immer einen Platz in einem Spannungsfeld ein, in dem viele Kriterien mitberücksichtigt müssen, man brauche daher einen „roten Faden“.

Benedikt Lutz Best Practice
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Donau-Universität Krems

Für effizientes Qualitätsmanagement benötige man auch effizientes Wissensmanagement, argumentierte Dr. habil. Benedikt Lutz vom Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems: „Wissen ist die einzige Ressource, die sich vermehrt, wenn man sie teilt!“, sagte er im Abschlussvortrag und nahm dabei auf die benötigte organisationale Kulturveränderung der Wissensteilung Bezug. Daneben verwies er auf die ISO 9001:2015, in der dem Bereich Wissensmanagement eine intensivere Bedeutung zugewiesen wird.

Die Best Practice-Konferenzen zu den Themen Produktivitätssteigerung bzw. Qualitätsverbesserung werden seit dem Jahr 2009 an der Donau-Universität Krems in Kooperation mit StEP-Up veranstaltet. Die nächste Konferenz zum Thema Produktivität findet am 21. Juni 2018 statt.

Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern

Die Unternehmensplattform StEP-Up vereint zahlreiche produzierende Unternehmen und drei Hochschulen mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit durch Erfahrungsaustausch bei Konferenzen und Kooperationsprojekten sowie durch Trainings- und Qualifizierungsprogramme nachhaltig zu steigern. Mit dem Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems besteht seit Jahren eine enge Zusammenarbeit im Zuge des Studiums „Lean Operations Management“.

nikolai neumayer best practice
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Donau-Universität Krems

2011 wurde Lehrgangs- und stv. Departmentleiter Mag. Nikolai Neumayer in den Wissenschaftsbeirat von StEP-Up berufen. Die zuletzt entwickelten Personenzertifizierungen wie beispielsweise der Lean Production Belt basieren auf den Anforderungen des Marktes, um Studierenden einen fachspezifischen Kompetenznachweis anzubieten. „Diese Kooperation ist Beispiel für ein perfektes Zusammenspiel einer Universität mit wirtschaftsnahen Partnern – und somit der Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis“, so Nikolai Neumayer.

Weitere Informationene

Rückfragen

Christine Perkonigg, MSc MSc

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