Schlaganfallrisiko nimmt zu

Laut Universitätsprofessor Michael Brainin hat in Österreich jeder Vierte ein erhöhtes Schlaganfallrisiko

31.10.2018

SchlaganfallexpertInnen sprachen anlässlich des Weltschlaganfalltages am 29. Oktober 2018 im Rahmen einer Pressekonferenz über die optimale Schlaganfallversorgung und Präventionsmaßnahmen. Österreich liegt bei der Versorgung von Schlaganfällen im Spitzenfeld. Doch die Wahrscheinlichkeit steigt, einen Schlaganfall zu erleiden.

„Das Risiko an einem Schlaganfall zu sterben hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Jährlich sind etwa 24.000 Menschen in Österreich von einem Schlaganfall betroffen. Weltweit erleiden jährlich 17 Millionen Menschen einen Schlaganfall. Davon sterben sieben Millionen Menschen. Dieses Risiko kann durch geeignete Präventionsmaßnahmen und Schlaganfallversorgungsstationen gesenkt werden“, so Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Brainin, Leiter des Departments für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin an der Donau-Universität Krems und der gewählte Präsident der Welt-Schlaganfall Organisation (WSO).

Optimale Versorgung in Österreich
Österreich hat derzeit 38 stroke units, Schlaganfallversorgungsstationen, und zwei weitere werden demnächst eröffnet. „Bei der Qualität der Schlaganfallversorgung zählt Österreich zu den fünf besten Ländern in Europa. Zu diesem Schluss kam eine aktuelle Studie (ESO ESMINT EAN SAFE Survey), die alle europäischen Länder verglichen hat“, so Univ.-Prof. Dr. Stefan Kiechl, Präsident der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft, Medizinische Universität Innsbruck. Einer der wichtigsten Faktoren bei der Behandlung ist die Zeit. Je früher man einen schweren Schlaganfall diagnostizieren kann, desto besser stehen die Heilungs- und Überlebenschancen.

Präventionsmaßnahmen
„Unser Ziel ist es, nicht nur die österreichische, sondern die weltweite Schlaganfallversorgung auszubauen. Außerdem wollen wir das Schlaganfallrisiko senken. Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Ernährung, Rauchen und Alkohol führen zu einem erhöhten Risiko. Die Menschen müssen über diese Verhaltensrisiken aufgeklärt werden“, so der Schlaganfallexperte Michael Brainin.

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