Im Kampf gegen gefährliches Halbwissen

Gerald Gartlehner von der Donau-Universität Krems erklärte im Podcast des British Medical Journals, wie man Fakten von Gesundheitsmythen unterscheidet

23.07.2019

Werbungen, Lifestyle-Beiträge und eine große Bandbreite unterschiedlicher Themen machen es für die Bevölkerung immer schwieriger, den Unterschied zwischen gesundheitsrelevanten Informationen oder Behauptungen festzustellen. Daher steigt das öffentliche Bedürfnis nach korrekten Angaben. Im Podcast „BMJ talk medicine: Fighting bad science in Austria“ schilderte der Direktor von Cochrane Österreich, Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, wie das Projekt Medizin-Transparent Gesundheitsbehauptungen in den Medien mit Hilfe von evidenzbasierten Methoden überprüft.

„Das Projekt Medizin Transparent überprüft den Wahrheitsgehalt von Behauptungen zu medizinischen Themen. Die Menschen können sich mit unterschiedlichsten gesundheitsbezogenen Fragen, wie zum Beispiel ‚Hilft Orangensaft gegen Demenz?‘, an uns wenden. Wir überprüfen dann mit Hilfe evidenzbasierter Methoden diese Aussagen“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner  im Podcast des British Medical Journals (BMJ).

Jährlich beantwortet das Team vom Medizin Transparent etwa 100 Fragen der Öffentlichkeit. Die Antworten werden medial aufbereitet und über diverse klassische Medien und Social-Media-Kanäle verbreitet. „Die Firmen, welche diese irreführenden Informationen verbreitet haben, sind darüber nicht besonders glücklich. Mittlerweile wurde Cochrane Austria schon zweimal angeklagt, eine Klage haben wir bereits erfolgreich gewonnen. Aber die Firmen müssen verstehen, dass die Gesellschaft immer kritischer wird. Die KonsumentInnen hinterfragen die Informationen und lassen sich nicht mehr so leicht in die Irre führen“, so der Experte für Evidenzbasierte Medizin, Gerald Gartlehner.

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