Anlässlich der International Archives Week (8.–12. Juni 2026) rückte auch die Universität für Weiterbildung Krems am 12. Juni 2026 ihr Universitätsarchiv in den Mittelpunkt. Die weltweite Aktionswoche des International Council on Archives (ICA) stand 2026 unter dem Motto „ArchivesForJustice: Rights, Memory & Futures" und betont die gesellschaftliche Rolle von Archiven beim Bewahren von Erinnerung, beim Sichern von Rechten und bei der Unterstützung demokratischer Prozesse.
Das Universitätsarchiv in Krems wurde anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums der Universität etabliert. Organisatorisch ist es in der DLE Universitätsbibliothek und Universitätsarchiv angesiedelt und versteht sich als Beratungs- und Servicestelle für alle Organisationseinheiten der Universität sowie für die interessierte Öffentlichkeit.
Worum es im Kern geht, bringt Margit Rathmanner, MAS MSc, Leiterin der DLE Universitätsbibliothek und Universitätsarchiv, auf den Punkt. „Natürlich ist das Universitätsarchiv in erster Linie ein Verwaltungsarchiv. Darüber hinaus stellen aber Pläne, Modelle oder frühere Curricula für die Universität einen großen Wert dar und dürfen bei Sichtungen, Ausräumungen und Übersiedelungen nicht achtlos entsorgt werden,” sagt Rathmanner. “Entscheidend ist bei jedem Dokument, das nicht mehr unmittelbar benötigt wird, sich daher auch die Frage zu stellen, ob es archivwürdig ist.”
Zwischen Aktenordnern und digitaler Zukunft
Als rechtliche Grundlagen gelten für das Universitätsarchiv das Bundesarchivgesetz sowie die veröffentlichte Archiv- und Benutzungsordnung. Zugleich zeigt sich die Universität auch in größere Entwicklungen des Archivwesens eingebunden: Österreichische Archive arbeiten an einem gemeinsamen Rahmenaktenplan. Das umfasst auch die digitale Langzeitarchivierung, die als besondere Herausforderung für die Zukunft gilt.
Zuständig ist das Universitätsarchiv für die ordnungsgemäße Archivierung analoger und digitaler Materialien aller Forschungs-, Lehr- und Verwaltungseinrichtungen der Universität. Das betrifft dienstliche Schriftstücke, Akten oder Karten sowie Bild-, Film- und Tonmaterial – bis hin zu Objekten, die die Universitätsgeschichte abbilden. Bestandsübergaben und die Benutzung der Bestände sind nach Vereinbarung möglich.
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