29.09.2026

Wie und unter welchen Bedingungen Ernährung psychisches Wohlbefinden beeinflusst, dafür will das EU-finanzierte Forschungsprojekt Beethoven ein solides wissenschaftliches Fundament schaffen. Anfang September hat das 13 Partner umfassende Projektkonsortium den Startschuss dafür mit dem Kick-Off-Workshop gegeben. Gastgeber war die Universität für Weiterbildung Krems, die das Projekt koordiniert.

Eine von sechs Personen in der EU ist von Themen rund um die psychische Gesundheit betroffen. Ernährung, so legen es bisherige Forschungsergebnisse nahe, spielt eine bedeutende Rolle für das psychische Wohlbefinden. Das Projekt „Linking Brain, Environment and Ecosystems Through Holistic Omics and Validated Evidence-based Nutrition Guidelines", kurz Beethoven, will nun eine evidenzbasierte Grundlage für die Erarbeitung von Ernährungsrichtlinien schaffen und damit die Wissensbasis zur Frage der Verbindung von Darm und Hirn auf eine robuste wissenschaftliche Basis stellen. Nicht nur die Frage nach dem „Ob“, sondern vor allem das „Wie“, also der Funktionsweise der Wechselbeziehungen zwischen Ernährung, Darm- und Gehirnfunktionen stehen im Fokus des Forschungsprojekts.

Der Kick-Off-Workshop Anfang September diente der Vorstellung der 13 Partnerinstitutionen aus neun Ländern und der Planung der ersten Schritte des insgesamt 10 Workpackages umfassenden Projekts. Serena Battaglia, Project Officer der Europäischen Kommission nahm am Workshop teil.

Wissen für Europas FOOD 2030-Politik

Viktoria Weber, Rektorin der Universität für Weiterbildung Krems, begrüßte das Konsortium und hob dabei die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts hervor. Das Projekt strebe nicht nur wissenschaftliche Publikationen an, sein Output solle im Sinne der gesellschaftlichen Wirksamkeit wissenschaftlicher Forschung in Richtlinien der Europäischen Union im Rahmen von FOOD 2030 Eingang finden und damit allen Menschen zugutekommen. FOOD 2030 ist die Forschungs- und Innovationspolitik der Europäischen Union mit dem Ziel, das europäische Ernährungssystem zukunftssicher, nachhaltig und gesund zu gestalten.

Die Universität für Weiterbildung Krems koordiniert das Projekt und leitet dabei das Workpackage 2, „Mapping Existing Evidence on Diet, Nutrition and Mental Health“. Das Projekt wird von Matthias Pilecky, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Research Lab for Aquatic Ecosystems and -Health an der Universität für Weiterbildung Krems geleitet.

Logo Projekt Beethoven

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