Anlässlich des Welttags der Kreativität und Innovation am 21. April, der in Österreich erstmals mit dem Aktionstag „Alles Uni“ begangen wird, rückt die Bedeutung von Forschung und kreativen Ansätzen für die Gesellschaft in den Fokus. Die Universität für Weiterbildung Krems macht diese Bedeutung bei der Langen Nacht der Forschung am 24. April für ein breites Publikum erlebbar: Sie öffnet ihre Türen und gibt Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte. Besucherinnen und Besucher können wissenschaftliche Methoden selbst erproben – von medizinischer Grundlagenforschung bis hin zu Strategien gegen gezielte Desinformation.
Konkret wird an 14 Stationen erlebbar, wie Kreativität und Innovation in der Forschung zusammenwirken: So zeigt etwa der Einsatz von 3D-Druck in der regenerativen Medizin, wie digitale Modelle in physische Strukturen übersetzt werden und neue Ansätze für personalisierte Therapien ermöglichen. Gleichzeitig geben interaktive Formate zur digitalen Informationskompetenz einen Einblick, wie wissenschaftliche Methoden helfen, verlässliches Wissen von irreführenden Behauptungen zu unterscheiden.
Damit wird verdeutlicht, wie aus kreativen Ansätzen durch wissenschaftliche Prüfung jene Innovationen entstehen, die konkrete Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bieten. Das ist auch ein zentrales Anliegen des österreichweiten Aktionstags „Alles Uni“ am 21. April, der die Rolle von Forschung, Kreativität und Innovation in den Mittelpunkt stellt.
„Universitäten sind Orte, an denen aus Neugier und Kreativität Wissen entsteht. Gerade in Zeiten komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen ist es unsere Aufgabe, Forschungsprozesse sichtbar zu machen und Menschen dafür zu begeistern“, sagt Univ.-Prof.in Dr.in Viktoria Weber, Rektorin der Universität für Weiterbildung Krems. „Die Lange Nacht der Forschung zeigt, wie durch wissenschaftliche Arbeit aus Ideen Innovationen entstehen – und wie wichtig dieser Weg für unsere Gesellschaft ist.“
Fokus Gesundheit: Wissen, was wirkt
Bei der Langen Nacht der Forschung setzt die Universität für Weiterbildung Krems heuer einen Schwerpunkt auf Gesundheit und Medizin. Gerade in diesem Bereich zeigt sich, dass für Innovation gute Ideen allein nicht ausreichen: Erst durch wissenschaftliche Prüfung wird sichtbar, was tatsächlich für wen und unter welchen Bedingungen wirkt. Evidenzbasierte Forschung schafft damit die Grundlage für verantwortungsvolle Entscheidungen in sensiblen gesellschaftlichen Feldern.
„Gerade im Gesundheitsbereich erleben wir täglich, wie groß der Unterschied zwischen Annahmen und verlässlichem Wissen ist. Als Evidenzforscher sehe ich es als zentrale Aufgabe, genau diesen Unterschied sichtbar zu machen“, sagt. Univ-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, Epidemiologe und Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation in Krems. „Wissenschaftliche Methoden helfen uns, Wirkungen und Nebenwirkungen kritisch zu prüfen – und damit Entscheidungen zu treffen, die nicht auf Annahmen und Überzeugungen, sondern auf überprüfbaren Ergebnissen beruhen.“
Forschung zum Anfassen
An den interaktiven Stationen der Universität für Weiterbildung Krems wird Wissenschaft zu einer lebendigen Erfahrung. Im direkten Dialog mit Forschenden wie Gartlehner erfahren Besucherinnen und Besucher jeden Alters, was es für neues Wissen braucht und weshalb methodische Sorgfalt die Voraussetzung für Fortschritt ist. Die Veranstaltung macht so greifbar, wie wissenschaftliche Erkenntnisse unseren Alltag sicherer gestalten und die Basis für Lösungen von morgen bilden.
Lange Nacht der Forschung 2026
Datum: Freitag, 24. April 2026
Beginn: 17:00 Uhr (bis 23:00 Uhr)
Ort: Universität für Weiterbildung Krems, Campus Krems
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems
Eintritt frei
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