Digital reconstruction of archaeological findings - A pilot study on the 30,000 year old double burial of newborns from Krems-Wachtberg

Beschreibung

Im zu beantragenden Projekt sollen die Skelettreste zweier Neugeborener aus einer 2005 entdeckten und im Block geborgenen Doppelbestattung untersucht werden. Dieser Befund wurde 2015 von der Forschungsgruppe Quartärarchäologie des Instituts für Orientalische und Europäische Archäologie (OREA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in einem anthropologischen Labor des NHM Wien ausgegraben, wobei alle Freilegungsstadien als digitale scans erfasst und fotodokumentiert wurden. Trotz des ungewöhnlich guten Gesamtzustandes der rund 30000 Jahre alten Skelettreste sind diese sehr fragil und oft nur fragmentiert erhalten. Daher war seit ihrer Freilegung geplant, die Skelettelemente einzeln dreidimensional zu scannen. Hierzu soll nun der neu beschaffte Mikro-CT an der Karl-Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Krems genutzt werden. Mit diesen Daten ist eine Modellierung und Rekonstruktion der fragilen Menschenreste vorgesehen, für die das Team um Dieter Pahr an der Karl-Landsteiner Privatuniversität neben den technischen Möglichkeiten auch die Expertise bezüglich der hochspezialisierten Software-Applikationen hat. Dies erfolgt im Projekt in Zusammenarbeit mit dem Team um dem Anthropologen Simon Neubauer vom Max-Planck-Institut Leipzig. Für die Messarbeiten ist im Projekt eine Postdoc-Stelle vorgesehen. Das Projekt ist als Pilotprojekt ausgelegt, in dem die Methodik fallspezifisch erprobt, angepasst und weiterentwickelt werden soll. Zukunftsorientiert sollen so die Grundlagen zu einer digitalen 3D-Darstellung nicht nur aller Einzelelemente, sondern auch eine Rekonstruktion der beiden Skelette sowie in weiteren Schritten der archäologischen Befundsituation sowie des Vorganges der Grablegung aus der Zeit des Gravettien geschaffen werden. Weiterhin wird ein digitaler Datensatz jungpaläolithischer Säuglinge entstehen, der schon alleine aufgrund der Einzigartigkeit dieses Fundes von größtem Wert für die zukünftige Forschung zur Evolutionsgeschichte des modernen Menschen darstellt. Fundmaterial, Dokumentationen und 3D-Darstellungen sollen in einer webbasierten Datenbank zusammengeführt werden, die im Rahmen des Projekts entworfen werden soll und sammlungswissenschaftliche Aspekte mit archäologischem Datenmaterial und neuester Technologie verbindet.

Details

Projektzeitraum 01.11.2018 - 30.09.2020
Fördergeber Bundesländer (inkl. deren Stiftungen und Einrichtungen)
Förderprogramm FTI Digitalisierung
Department

Department für Kunst- und Kulturwissenschaften

Projekt­verantwortung (Donau-Universität Krems) Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe

Team

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