Beschreibung

Autologe „Minced Cartilage“-Implantation ist eine Behandlungsmethode für kleine Knorpelläsionen, bei der Knorpel von einem nicht gewichtstragenden Areal oder vom Rand des Defektes entnommen, in ~1mm3 große Stücke geschnitten, mit Plasmaprodukten gemischt, und in den Defekt implantiert wird. Die Implantation von „Minced Cartilage“ (zerkleinertem Knorpelgewebe) wurde bereits erfolgreich bei kleinen Knorpeldefekten in sonst gesunden Personen angewandt. Die Ideen hinter dieser Methode sind einerseits, die Chondrozyten in den implantierten Knorpelstücken zu aktivieren. Andererseits wird durch das Zerkleinern die Knorpeloberfläche vergrößert, was die Migration der Chondrozyten in das umliegende Gewebe erleichtern soll. Das Ziel dieser Pilotstudie ist, verschiedene Methoden zur Knorpelzerkleinerung in vitro zu evaluieren hinsichtlich ihrer Effekte auf Parameter, die für die Knorpelregeneration relevant sind. Diese umfassen beispielsweise die Lebensfähigkeit und die Migration von Chondrozyten, die Expression von Chondrozytendifferenzierungsmarkern, die Zytokinproduktion, und mechanische Eigenschaften des Knorpels. Wir möchten diese Methode auch optimieren, beispielsweise durch die Kombination mit therapeutischen Substanzen wie Glukocorticoiden oder Hyaluronsäure. Zusätzlich möchten wir analysieren, ob die Autologe „Minced Cartilage“-Implantation auch eine therapeutische Option für die Behandlung von degenerativen Gelenkserkrankungen wie der Osteoarthritis ist. Wir planen, für unsere Studien humanen Knorpel von Patient_innen mit deren informiertem Einverständnis zu verwenden, der im Rahmen von Gelenksersatzoperationen entfernt wurde. Dieses Gewebe wird routinemäßig bei solchen Operationen entfernt und normalerweise als „chirurgischer Abfall“ entsorgt. Für mechanische Untersuchungen planen wir, Rinderknie zu verwenden, die wir von einem lokalen Schlachthof beziehen werden.

Details

Projektzeitraum 01.08.2021 - 31.12.2022
Fördergeber Unternehmen
Department

Department für Gesundheitswissenschaften, Medizin und Forschung

Zentrum für Regenerative Medizin

Projekt­verantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer, MSc
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