Beschreibung

Das Recht, zu fliehen und Asyl zu beantragen, ist zunehmend unter Druck geraten. Infolge steigender Zahlen von irregulär und unter prekären Bedingungen reisenden MigrantInnen sowie damit verbundenen Todesfällen ist die Ausweitung "sicherer und legaler Zugangswege“ zu internationalem Schutz einem zentralen Anliegen in der europäischen und globalen Debatten avanciert und hat zu einem neuen Interesse an der Interesse an „Resettlement“ und der Entwicklung einer Vielzahl von als „komplementären Pfaden“ bekannten Aufnahmekanälen für Flüchtlinge aus Erstasylländern geführt. Warum bestimmte europäische Staaten solche komplementären Zugangswege zum Flüchtlingsschutz („complementary pathways“) entwickelt haben, ihre (Neu-)Gestaltung und die Auswirkungen auf verschiedene Begünstigte wie etwa syrische oder ukrainische Geflüchtete sind jedoch noch wenig bekannt. Die bisherige Forschung hat zwar darauf hingewiesen, dass solche Wege häufig von spezifischen nationalen Interessen geprägt sind, was KritikerInnen von der Gefahr von einem "Rosinen-Picken" sprechen ließ. Eine theoriegeleitete empirische Bewertung, ob sie tatsächlich den Flüchtlingsschutz untergraben, steht jedoch noch aus. Dieses interdisziplinäre Projekt schließt diese Forschungslücke. Anhand einer vergleichenden Fallstudienanalyse von Deutschland und dem Vereinigten Königreich untersucht das Projekt (1) die politischen Triebkräfte (welche Faktoren haben zur Entwicklung von Zugangswegen geführt?); (2) den Governance-Rahmen (Institutionen, Akteure sowie rechtliche und politische Rahmenbedingungen, die sowohl die Politikentwicklung als auch die -umsetzung prägen) und (3) die Umsetzung dieser Zugangswege mit Schwerpunkt auf Vulnerabilität und Integration als Schlüsselaspekte sowohl für die Auswahl von Begünstigten als auch für den weiteren Verlauf der Ansiedlung nach der Aufnahme.

Details

Projektzeitraum 01.01.2023 - 31.12.2025
Fördergeber sonstige öffentlich-rechtliche Einrichtungen (Körperschaften, Stiftungen, Fonds)
Projekt­verantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) Assistenz Prof. Mag. Dr. Albert Kraler
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