• Abschluss

    Zertifikat

  • ECTS-Punkte

    24

  • Dauer

    2 Semester, berufsbegleitend

  • Start

    Wintersemester 2026/27

  • Kosten

    EUR 4.200,--

  • Zulassungsvoraussetzungen

    Gemäß Curriculum

  • Sprache

    Englisch

  • Studienort

    Krems (AT)

  • Verordnung (Curriculum)

    Curriculum (PDF | 104 KB)

Hochschulen sind Orte des Austauschs, der Mitbestimmung und unterschiedlicher Interessen. Wo verschiedene Perspektiven und Erwartungen aufeinandertreffen, entstehen Konflikte, die professionelle Verfahren und kompetente Ansprechpersonen erfordern.
Das englischsprachige Certificate Program „Managing Conflict and Effective Dispute Resolution in Higher Education“ vermittelt fundierte Kenntnisse und praxisnahe Methoden für den professionellen Umgang mit Konflikten, Beschwerden und Streitfällen im Hochschulkontext. Im Mittelpunkt stehen Konfliktmanagement, Ombudswesen, Beschwerdemanagement, alternative Streitbeilegung sowie die besonderen organisatorischen, rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Teilnehmenden erwerben Kompetenzen, um Konflikte professionell zu begleiten, faire Verfahren zu gestalten und so zur Weiterentwicklung ihrer Institution beizutragen.
Das Programm wurde gemeinsam mit dem European Network of Ombuds in Higher Education (ENOHE) entwickelt und richtet sich an Personen, die in Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Konflikt- und Beschwerdefällen befasst sind.

Das Certificate Program richtet sich an Personen, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Konflikten, Beschwerden oder Interessenausgleich befasst sind, insbesondere:

  • Ombudspersonen und Mitarbeitende von Ombudsstellen
  • Mitarbeitende in Studierendenberatung und Beschwerdemanagement
  • Fachpersonen für Gleichstellung, Diversität und Inklusion
  • Verantwortliche für den Umgang mit Diskriminierung, Mobbing oder sexueller Belästigung
  • Mitglieder von Schlichtungsstellen, Schiedskommissionen und universitären Gremien
  • Mitarbeitende in Personalmanagement, Studien- und Prüfungsmanagement sowie Hochschulverwaltung
  • Studierendenvertreter_innen, Betriebsrät_innen und weitere Interessenvertretungen
  • Personen im Forschungsmanagement, insbesondere im Bereich Compliance und Forschungsintegrität

Das Programm eignet sich sowohl für Personen, die erstmals Aufgaben im Konflikt- und Beschwerdemanagement übernehmen, als auch für erfahrene Praktiker_innen, die ihre Kompetenzen vertiefen und sich international vernetzen möchten.
 

  • Sie erwerben professionelle Kompetenzen im Konflikt- und Beschwerdemanagement an Hochschulen.
  • Sie lernen Methoden der Mediation, Verhandlung und alternativen Streitbeilegung kennen.
  • Sie gestalten faire, transparente und nachvollziehbare Verfahren. 
  • Sie wenden Methoden der Mediation und Alternative Dispute Resolution (ADR) praxisorientiert an.
  • Sie stärken Ihre Kommunikations- und Konfliktlösungskompetenz in anspruchsvollen Situationen.
  • Sie profitieren vom internationalen Erfahrungsaustausch mit Expert_innen und Kolleg_innen aus unterschiedlichen Hochschulsystemen.
  • Sie erfahren rechtliche und ethische Grundlagen des Ombudswesens. 
  • Sie lernen Selbstfürsorge und professioneller Umgang mit Belastungen. 
  • Sie bearbeiten reale Fallbeispiele und profitieren vom Peer Learning.
  • Sie erweitern Ihr Netzwerk durch die Zusammenarbeit mit ENOHE und internationalen Fachpersonen.
  • zukunftsorientiert

  • Networking

  • praxisbezogen

ECTS
  • Inhalte

    Module 1 provides a foundational understanding of governance structures and legal frameworks relevant to ombudspersons in higher education and others working in similar areas. Participants will analyze organisational and stakeholder dynamics within higher education institutions and the larger European Higher Education Area and develop the competencies to address legal and ethical challenges in their work, with particular focus on confidentiality, privacy, whistleblowing, and non-discrimination

  • Inhalte

    Module 2 develops advanced communication and negotiation skills tailored to the university context, enabling participants to navigate difficult conversations and stakeholder dynamics. The module emphasizes empathetic listening, strategic dialogue, and interest-based negotiation approaches. It is designed for those managing complex interactions and aiming to build trust in institutional environments

  • Inhalte

    This module focuses specifically on dispute settling and conflict resolution in the context of higher education as the core responsibility of ombuds. Learners will analyse conflict sources, understand conflict management systems and recognise cultural and contextual differences. The module provides learners with concrete ADR techniques they can apply in their work; participants will learn how to support stakeholders effectively, how to encourage proactive conflict management and how to promote institutional learning

  • Inhalte

    In the CP’s concluding module, participants will apply the learning outcomes of the previous modules to work together on actual cases and devise solutions. Moreover, the module aims to foster the reflective, emotional, and interpersonal competencies essential for ombuds in higher education. Participants will develop strategies for stress management and self-care while enhancing their own resilience and empathy. Leveraging peer-learning and collaboration, the module emphasizes the importance of peer-support net-works in sustaining professional effectiveness in high-pressure environments. Through interactive workshops and case-based group work, participants will analyze complex real-world challenges from their own backgrounds, reflect on critical incidents, and develop collective solutions to systemic and interpersonal issues in higher education.

Das Certificate Program wird von einem internationalen Team ausgewiesener Expert_innen aus den Bereichen Ombudswesen, Konfliktlösung, Kommunikation, Mediation, Verhandlung und Recht gestaltet. Darüber hinaus fließt die Expertise des Departments für Hochschulforschung in den Bereichen Hochschulsysteme, Governance und Organisationsentwicklung in das Programm ein.

Kurs Higher Education Governance and Organisations
Team Department für Hochschulforschung, Universität für Weiterbildung Krems

Kurs Communication in Higher Education
Brent Epperson, Veronika Lovrits, Martina Peskoller-Fuchs, Universität Luxemburg

Kurs Negotiation Lab
Ulrich Kopetzki, Kopetzki Law

Kurs Conflict Resolution in Higher Education
Jean Grier, European Network of Ombuds in Higher Education (ENOHE)

Kurs Applying ADR Techniques in Higher Education
Stefan Proksch, Trialogis

Kurs Self-care & Stress Management
Susanne Bongers, Alexander Götmann, Hochschule Luzern (HSLU)

Kurs Case-based Individual Project & Peer Learning
Team Department für Hochschulforschung, Universität für Weiterbildung Krems

Zulassungsvoraussetzungen

Für die Zulassung zum Certificate Program ist eine der folgenden Voraussetzungen zu erfüllen:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (mindestens Bachelorabschluss),

oder

  • allgemeine Universitätsreife sowie mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung im Umgang mit (Studierenden-)Beschwerden und/oder im Konfliktmanagement an Hochschulen,

oder

  • mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung als Ombudsperson oder in einer vergleichbaren Funktion im Bereich Konflikt- und Beschwerdemanagement an Hochschulen.

Finanzierung über Erasmus+

Reise- und Aufenthaltskosten können gegebenenfalls über Erasmus+-Mittel für Personalmobilität im Hochschulbereich gefördert werden. Voraussetzung ist, dass die Mobilität von der Heimatinstitution genehmigt wird und die jeweiligen Förderkriterien erfüllt sind.

Bitte beachten Sie, dass Studiengebühren nicht über Erasmus+ finanziert werden können.

Für nähere Informationen konsultieren Sie bitte die Informationen zur Erasmus+-Personalmobilität. Gerne unterstützen wir Sie im Rahmen unserer Möglichkeiten bei der Antragstellung.

Bewerbungsprozess

  1. Kontaktaufnahme und Beratung: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um Ihre Erwartungen an das Programm zu besprechen und die Zulassungsvoraussetzungen zu klären.
  2. Online-Bewerbung: Reichen Sie Ihre Bewerbung über UWKonline ein. Die erforderlichen Dokumente sowie Vorlagen finden Sie auf der Informationsseite „Bewerbung“. Bitte wählen Sie im Bewerbungsportal den Studiencode UM 992 026 aus.
  3. Auswahlverfahren: Nach Prüfung der Unterlagen erfolgt das Auswahlverfahren in Form eines Gesprächs mit der Studienleitung.
  4. Zulassung: Nach erfolgreichem Abschluss des Auswahlverfahrens erfolgt die Zulassung zum Certificate Program.

Campus krems
©
Walter Skokanitsch

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Konfliktmanagement als Zukunftsthema für Hochschulen

Beim Jahreskongress des European Network of Ombuds in Higher Education (ENOHE) in Krakau stellte Programmleiterin Elke Welp-Park das neue Certificate Program „Managing Conflict and Effective Dispute Resolution in Higher Education“ vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Hochschulen mit einer steigenden Zahl von Beschwerden und Konfliktfällen umgehen können.

In den Diskussionen wurde deutlich, dass Hochschulen zunehmend Fachpersonen benötigen, die sowohl über Kompetenzen in Konfliktlösung und Beschwerdemanagement als auch über ein Verständnis hochschulischer Strukturen und Entscheidungsprozesse verfügen.

Im Rahmen einer von Markus Seethaler moderierten Podiumsdiskussion präsentierten Elke Welp-Park und Anna-Katharina Rothwangl die Zielsetzung des Programms, die vermittelten Kompetenzen sowie den Stellenwert kontinuierlicher Weiterbildung im Ombudswesen. Hervorgehoben wurden insbesondere der internationale Erfahrungsaustausch, Peer Learning und die Möglichkeit, bestehende Praxisansätze kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

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