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ECTS-Punkte
12
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Format
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Dauer
2 Semester, berufsbegleitend
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Start
Wintersemester 2026/27, 1. Oktober 2026, Krems
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Sprache
Deutsch
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Verordnung (Curriculum)
Vorbehaltlich der Genehmigung des Senats
Im Zentrum steht das therapeutische Potenzial des Kletterns als erfahrungsbasierter Zugang zu zentralen psychotherapeutischen Prozessen wie Selbstwirksamkeit, Angstregulation, Vertrauen, Körperwahrnehmung, Beziehungsgestaltung und Achtsamkeit. Klettern und Bouldern schaffen unmittelbare Erfahrungsräume, in denen Themen wie Kontrolle und Loslassen, Selbstwert, Grenzerleben und soziale Interaktion nicht nur reflektiert, sondern aktiv erlebt und bearbeitet werden können. Die Teilnehmenden erwerben fundierte theoretische, methodische und praktische Kompetenzen, um diese Prozesse gezielt, sicher und evidenzbasiert zu begleiten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung aktueller psychotherapeutischer Konzepte mit praxisnaher Anwendung. Durch Selbsterfahrung und angeleitete Übung entwickeln die Teilnehmenden eine reflektierte, körperorientierte therapeutische Haltung sowie Handlungssicherheit im Umgang mit klettertherapeutischen Settings.
„Mit diesem Certificate Program schaffen wir ein innovatives Weiterbildungsangebot, das wissenschaftliche Fundierung mit praxisnaher Erfahrung verbindet.“
Univ.-Prof. Dr. Katharina Luttenberger
Studienleitung
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Martina Placht
Organisationsassistentin
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berufsbegleitend
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langjährige Erfahrung
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Zukunftskompetenzen
Programmziele
Die Absolvent:innen können:
- das therapeutische Potenzial von Kletter- und Boulderaktivitäten theoriegeleitet und evidenzbasiert in psychotherapeutische Bezugsrahmen einordnen.
- Indikationen und Kontraindikationen für den Einsatz klettertherapeutischer Interventionen beurteilen.
- kletter- und boulderbasierte Interventionen zielorientiert planen.
- kletter- und boulderbasierte Interventionen unter Berücksichtigung sicherheitsrelevanter Aspekte anleiten.
- zentrale psychotherapeutische Prozesse im klettertherapeutischen Setting bearbeiten.
- eigene Erfahrungen im klettertherapeutischen Arbeiten selbstreflexiv auswerten.
- ethische und professionelle Rahmenbedingungen klettertherapeutischer Arbeit anwenden.
- settingbezogene Anforderungen (z. B. Gruppe, Einzelsetting, therapeutischer Kontext) in der Planung klettertherapeutischer Interventionen integrieren.
Zielgruppe
Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an:
- Psychotherapeut:innen
- Klinische Psycholog:innen
- psychosoziale oder pädagogische Berufsgruppen, die körper- und erlebnisorientierte Ansätze in ihre therapeutisch-pädagogische Arbeit integrieren möchten
Programmaufbau & Module
Das Weiterbildungsprogramm umfasst 12 ECTS und dauert 2 Semester. Die Module sind wie folgt strukturiert:
- Modul 1: Basismodul Therapeutisches Klettern (6 ECTS)
- 09.-11.10.26 - Kurs: Sicherungsstandards (3 ECTS)
- 09.-11.12.26 - Kurs: Einführung ins Therapeutische Klettern (3 ECTS)
- Modul 2: Evidenzbasiertes Boulderpsychotherapie-Manual BouldApy (6 ECTS)
- 25.-27.02.27 - Kurs: Einführung BouldApy (3 ECTS)
- tbd - Kurs: Vertiefung BouldApy (3 ECTS)
Bewerbung
Voraussetzungen
Zulassungsvoraussetzungen gemäß Curriculum:
- Allgemeine Universitätsreife oder abgeschlossene Ausbildung auf mindestens NQR-Niveau IV oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung
- mindestens halbjährige Kletter-/Bouldererfahrung oder mindestens Topropeschein einer anerkannten Alpinorganisation oder Kletterverbandes
- Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, haben vor ihrer Zulassung gute Kenntnisse (B1 gem. europäischen Referenzrahmen) der deutschen Sprache nachzuweisen.
Abschluss
Die Absolvent:innen erhalten ein Abschlusszeugnis sowie ein Abschlusszertifikat in "Grundlagen Psychotherapeutischen Kletterns" gemäß § 56 Abs. 1 UG.1.
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