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Psychotherapie-Fachspezifikum "Verhaltenstherapie"

Akademische/r Psychotherapeut/in
Master of Science (Psychotherapie)

ACHTUNG:

Am Donnerstag, den 19.09.2019, findet ab 18:00 Uhr ein Informationsabend zum Universitätslehrgang statt.

Ort: Donau-Universität Krems, Seminarraum W1.02, Campus West, Trakt W, 1. Stock

Um Anmeldung wird gebeten (Kontaktdaten unter "Team")

 

Der akademische Lehrgang und der Master-Lehrgang "Psychotherapie" (beide 7 Semester) unterscheiden sich vom Inhalt her ausschließlich durch den Umfang der Abschlussarbeit. Für den Master-Lehrgang ist eine Studienberechtigung nachzuweisen - siehe Bewerbung.

Eine Weiterinskription von mindestens einem Semester ist für die Dauer des zu absolvierenden Praktikums wahrscheinlich. Die Kosten für die Weiterinskription nach der offiziellen Lehrgangsdauer von 7 Semester betragen derzeit pro weiterem Semester EUR 100,00.

Im Folgenden finden Sie die zu absolvierenden Fächer.

Fächer

Verhaltenstherapie (akademisch)

1. Fach Theorie der gesunden und psychopathologischen Persönlichkeitsentwicklung

Inhalte

Wissenschaftliche Grundlagen der Verhaltenstherapie

Hierbei geht es um die Grundlagen der Verhaltenstherapie, ihre Entwicklung der von den historischen Anfängen bis zu den Ansätzen der „Dritten Welle“. Aktuelle und mögliche zukünftige Entwicklungen werden dargestellt und in das Gesamtkonzept der Verhaltenstherapie eingefügt. Die Phasen des rekursiven 7-Phasenmodells nach Kanfer zum Ablauf des diagnostisch-therapeutischen Prozesses werden veranschaulicht. Psychotherapeutische Wirkfaktoren (z. B. Grawe, Lambert) werden ebenfalls vermittelt. Auch Nebenwirkungen von Verhaltenstherapie sollen thematisiert werden. 

 

Diagnostik und Psychopathologie

Es werden gängige Diagnosesysteme wie ICD, ICF und DSM besprochen; weiters die Psychopathologie psychischer Störungen und die psychopathologischen Dimensionen. Diagnosekriterien und Diagnoseinstrumente werden vorgestellt. Auch werden Instrumente zur Veränderungsmessung, begleitende Therapieevaluation vorgestellt (z.B. Reliable change index, klinisch-signifikante Verbesserung, prozentuale Veränderung, sudden gains, goal attainment scaling, etc.).

 

Verhaltens- und Problemanalyse

In der Lehrveranstaltung „Verhaltens- und Problemanalyse“ werden die Verhaltenstherapeutische Problem-, Ressourcen- und Lösungsanalyse gelehrt. Diese sind Grundlage für ein individuelles Fallkonzept und im Sinne einer individualisierten und merkmalspezifischen Therapie unumgänglich.

Es werden also die Grundlagen der verhaltenstherapeutischen Diagnostik und Therapieplanung vermittelt. Diese dienen als Metakonzept und Grundlage verhaltenstherapeutischer Ansätze.

Lernergebnisse

Die Studierenden haben ein Verständnis für Geschichte und Theorie der Verhaltenstherapie. Weiters erlangen sie das Grundwissen, psychische Störungen zu Erkennen und zu diagnostizieren. Grundkenntnisse der verhaltenstherapeutischen Diagnostik und Therapieplanung sind vorhanden.

ECTS-Punkte

9

2. Fach Methodik und Technik

Inhalte

Verhaltenstherapeutische Techniken I

In dieser Lehrveranstaltung sollen Methoden der Verhaltenstherapie und deren Grundlage erlernt und geübt werden. Themen sind operante Methoden, Habit-Reversal Training, Aktivitätsplanung, Hausaufgaben, Problemlösen und das Training sozialer Kompetenzen.

 

Verhaltenstherapeutische Techniken II

Inhalt ist die Vermittlung von Theorie und praktischer Erprobung von Expositions- und Entspannungsverfahren. Es werden die Anwendung von Expositionsverfahren bei verschiedenen psychischen Störungen dargestellt, inklusive Therapieoptionen bei PTBS.

 

Kognitive Techniken

Basistechniken der kognitiven Therapie werden erlernt und geübt. Insbesondere der Sokratische Dialog, Umgang mit dem ABC Schema, Erstellung eines Kognitiven Fallkonzepts und Ziele der Kognitiven Umstrukturierung werden dargestellt.

 

Achtsamkeitsbasierte Techniken

Die achtsamkeitsbasierten Ansätze der VT (DBT, ACT, MCBT, MBSR) sowie deren spezifische Techniken werden vorgestellt. Sowohl theoretische Überlegungen als auch die praktische Anwendung werden vermittelt, auch deren Indikation bei verschiedenen Störungen. 

 

Emotionsfokussierte Techniken

In dieser Lehrveranstaltung werden Techniken der emotionsfokussierten Therapie nach Greenberg und der Schematherapie nach Young besprochen. Übungen zum Stuhldialog und Imagination werden unter Anleitung durchgeführt. Auch Methoden wie die Familienskulptur als emotionsfokussierte Technik wird vermittelt.

Lernergebnisse

Lernziele sind das Erlernen und Üben verhaltenstherapeutischer Techniken. Es soll in Form von Rollenspielen die Anwendung gelernt werden. Dieses Fach der Ausbildung wird in anderen Fachspezifika auch „Technikseminare“ bezeichnet oder als Teil der Lehrtherapien angesehen.

ECTS-Punkte

10

3. Fach Persönlichkeits-und Interaktionstheorien

Inhalte

Allgemeine Persönlichkeits- und Interaktionstheorien I

In dieser Lehrveranstaltung sollen über die Arbeiten von Piaget und Bowlbys Bindungstheorie aktuelle und neuere Interaktionstheorien vorgestellt werden. Motivationale und emotional kognitive Schemata, wie sie Beck, Grawe, Young, Ciompi und Greenberg beschrieben haben, werden eingeführt und ihre Bedeutung für die Entstehung und Therapie von Interaktionsstörungen erläutert.

Weiters werden die Übergänge von Persönlichkeitsstilen zu Persönlichkeitsstörungen wie sie unter anderem Fiedler beschreibt vermittelt. Die „Big Five“ Theorie wird ebenfalls behandelt und eine kritische Auseinandersetzung der modernen Klassifikation von Persönlichkeitsstörungen im DSM-5.

 

Allgemeine Persönlichkeits- und Interaktionstheorien II

In dieser Lehrveranstaltung geht es um die praktischen Implikationen der oben dargestellten Theorien. Hierbei sollen neben den Basisfertigkeiten der Gesprächsführung auf Besonderheiten im therapeutischen Prozess hingewiesen werden und durch praktische Übungen erfahrbar gemacht werden. Ziel ist es ein vertieftes Verständnis und praktische Fertigkeiten der Beziehungsarbeit im therapeutischen Prozess zu erlangen.

Lernergebnisse

Studierende haben Kenntnisse über die für die Verhaltenstherapie relevanten Persönlichkeits- und Interaktionstheorien und deren Implikation auf das therapeutische Handeln. Weiters werden durch praktische Übungen diese Kompetenzen geübt.

ECTS-Punkte

8

4. Fach Spezielle Theorie

Inhalte

VT bei Angst- und Zwangsstörungen

In dieser Lehrveranstaltung werden Prävalenz, Ätiologiemodelle inkl. neurobiologischer Erklärungsmodelle, Diagnostik und Therapieansätze bei Angst- und Zwangsstörungen vermittelt.

 

VT bei Affektiven Störungen

In dieser Lehrveranstaltung werden Prävalenz, Ätiologiemodelle inkl. neurobiologischer Erklärungsmodelle, Diagnostik, Psychopharmakologie und Therapieansätze bei affektiven Störungen (u. a. auch CBASP bei chronischer Depression und VT-Ansätze bei Manie und bipolarer Störung) vermittelt.

 

VT bei vorwiegend psychiatrischen Störungen

In dieser Lehrveranstaltung werden Prävalenz, Ätiologiemodelle inkl. neurobiologischer Erklärungsmodelle, Diagnostik, Psychopharmakologie und Therapieansätze bei psychotischen Störungen, Suchterkrankungen und hirnorganischen Störungen vermittelt.

 

VT bei vorwiegend psychosomatischen Störungen

In dieser Lehrveranstaltung werden Prävalenz, Ätiologiemodelle inklusive neurobiologischer Erklärungsmodelle, Diagnostik, Psychopharmakologie und Therapieansätze bei somatoformen Störungen, dissoziativen Störungen, Essstörungen und PTBS vermittelt.

Lernergebnisse

Erlangen von störungsspezifischen Grundlagen der wichtigsten psychischen Störungen. Ein Verständnis über Epidemiologie, Ätiologie, Diagnostik, Psychopharmakologie und Therapie wird vermittelt. Psychoedukation und Behandlung sollen gleichwertig unterrichtet werden. Studierende kennen die wichtigsten störungsspezifischen Behandlungsstrategien und können diese anwenden.

ECTS-Punkte

13

5. Fach Identitätsentwicklung zum/zur PsychotherapeutIn

Inhalte

Die Identitätsentwicklung zum/zur PsychotherapeutIn findet im Rahmen einer Gruppenselbsterfahrung statt, welche insgesamt 250 Unterrichtseinheiten umfasst. Auf diese Weise wird die Praxis der Verhaltenstherapie erlernt und „die Methode durch die Methode“ gelehrt.

Lernergebnisse

Es soll eine verhaltenstherapeutische Grundhaltung erworben werden.

ECTS-Punkte

25

Supervidiertes Praktikum I

Inhalte

Das Praktikum im psychotherapeutisch-psychosozialen Feld ist vor Abschluss der Ausbildung zur PsychotherapeutIn in einer einschlägigen Einrichtung des Gesundheits- oder Sozialwesens bzw. in einer facheinschlägigen Einrichtung des Gesundheitswesens entsprechend den Vorgaben des österreichischen Psychotherapiegesetzes zu erbringen, und muss mit 30 Stunden von LehrtherapeutInnen der Verhaltenstherapie supervidiert werden = Praktikumssupervision (30 Unterrichtseinheiten).

ECTS-Punkte

30

Supervidiertes Praktikum II

Inhalte

Praktikum II: Die psychotherapeutische Arbeit mit PatientInnen unter Supervision im Ausmaß von 600 Stunden muss protokolliert und mit 120 Stunden supervidiert werden. Diese Tätigkeit sowie das Praktikum werden nach dem methodischen Ansatz der Verhaltenstherapie und nach dem Prinzip der gemeinsamen Kompetenz und Performanz unter Leitung einer LehrsupervisorIn im Ausmaß von 120 Stunden supervidiert. Es geht darum, behandlungsmethodische und technische Fehler zu verhindern, Behandlungsstörungen durch eigene psychische Prozesse der Studierenden aufzudecken und ihnen dabei zu helfen, ihre Kompetenz richtig einzuschätzen.

ECTS-Punkte

55

Literaturstudium

Inhalte

Das Literaturstudium findet größtenteils im Selbststudium statt. Es ist Teil der theoretischen Auseinandersetzung mit der Verhaltenstherapie. Es wird eine Liste mit Pflichtliteratur geben. Die Studierenden werden über Inhalt und Aufgabe der Lehrveranstaltung informiert. 

Die Studierenden bilden Theoriestudiengruppen (mindestens vier Personen), die in regelmäßigen Arbeitstreffen bzw. unter Berücksichtigung neuer Lehr- und Lernformen die verpflichtend zu erarbeitende Literatur der Verhaltenstherapie diskutieren und reflektieren. Die Studierenden müssen jeweils ein Buch der Liste in Form eines Vortrages vorstellen. Über den Austausch per Internet oder Treffen werden Protokolle geführt, die der Lehrgangsleitung mit Abschluss der Theoriegruppe übergeben werden. 

Lernergebnisse

Die Studierenden haben einen Überblick und Grundkenntnisse über die aktuelle Literatur der Verhaltenstherapie. Sie kennen die Grundlagenliteratur, bringen das in den Theoriestudiengruppen erworbene Wissen in den Lehrveranstaltungen ein und setzen diese Kenntnisse in der Arbeit mit PatientInnen um. Weiters werden Präsentationstechniken geübt.

ECTS-Punkte

5

Schriftliche Arbeit

ECTS-Punkte

5

Schriftliche Abschlussarbeit

ECTS-Punkte

20

Zusätzlich angebotene Lehrveranstaltungen

Wahlpflichtfächer

Inhalte

Das Department ist bemüht, einmal in dem 7-semesterigen Universitätslehrgang 30 Unterrichtseinheiten Wahlpflichtfächer kostenlos anzubieten. Die entsprechenden Informationen erhalten die Studierenden über die interne Lehrgangsplattform.

 

Die Studierenden können aus den untenstehenden Themen frei wählen - „Wissenschaftliches Arbeiten I“ ist jedoch verpflichtend zu absolvieren, sofern keine ausreichende wissenschaftliche Vorerfahrung besteht.

 

  • Verhaltensmedizin I: Grundlagen und Anwendungsgebiete
  • Verhaltensmedizin II: Somatoforme Schmerzstörung
  • Biofeedback
  • Wissenschaftliches Arbeiten I
  • Wissenschaftliches Arbeiten II und III

Fächer

Verhaltenstherapie (MSc)

1. Fach Theorie der gesunden und psychopathologischen Persönlichkeitsentwicklung

Inhalte

Wissenschaftliche Grundlagen der Verhaltenstherapie

Hierbei geht es um die Grundlagen der Verhaltenstherapie, ihre Entwicklung der von den historischen Anfängen bis zu den Ansätzen der „Dritten Welle“. Aktuelle und mögliche zukünftige Entwicklungen werden dargestellt und in das Gesamtkonzept der Verhaltenstherapie eingefügt. Die Phasen des rekursiven 7-Phasenmodells nach Kanfer zum Ablauf des diagnostisch-therapeutischen Prozesses werden veranschaulicht. Psychotherapeutische Wirkfaktoren (z. B. Grawe, Lambert) werden ebenfalls vermittelt. Auch Nebenwirkungen von Verhaltenstherapie sollen thematisiert werden. 

 

Diagnostik und Psychopathologie

Es werden gängige Diagnosesysteme wie ICD, ICF und DSM besprochen; weiters die Psychopathologie psychischer Störungen und die psychopathologischen Dimensionen. Diagnosekriterien und Diagnoseinstrumente werden vorgestellt. Auch werden Instrumente zur Veränderungsmessung, begleitende Therapieevaluation vorgestellt (z.B. Reliable change index, klinisch-signifikante Verbesserung, prozentuale Veränderung, sudden gains, goal attainment scaling, etc.).

 

Verhaltens- und Problemanalyse

In der Lehrveranstaltung „Verhaltens- und Problemanalyse“ werden die Verhaltenstherapeutische Problem-, Ressourcen- und Lösungsanalyse gelehrt. Diese sind Grundlage für ein individuelles Fallkonzept und im Sinne einer individualisierten und merkmalspezifischen Therapie unumgänglich.

Es werden also die Grundlagen der verhaltenstherapeutischen Diagnostik und Therapieplanung vermittelt. Diese dienen als Metakonzept und Grundlage verhaltenstherapeutischer Ansätze.

Lernergebnisse

Die Studierenden haben ein Verständnis für Geschichte und Theorie der Verhaltenstherapie. Weiters erlangen sie das Grundwissen, psychische Störungen zu Erkennen und zu diagnostizieren. Grundkenntnisse der verhaltenstherapeutischen Diagnostik und Therapieplanung sind vorhanden.

ECTS-Punkte

9

2. Fach Methodik und Technik

Inhalte

Verhaltenstherapeutische Techniken I

In dieser Lehrveranstaltung sollen Methoden der Verhaltenstherapie und deren Grundlage erlernt und geübt werden. Themen sind operante Methoden, Habit-Reversal Training, Aktivitätsplanung, Hausaufgaben, Problemlösen und das Training sozialer Kompetenzen.

 

Verhaltenstherapeutische Techniken II

Inhalt ist die Vermittlung von Theorie und praktischer Erprobung von Expositions- und Entspannungsverfahren. Es werden die Anwendung von Expositionsverfahren bei verschiedenen psychischen Störungen dargestellt, inklusive Therapieoptionen bei PTBS.

 

Kognitive Techniken

Basistechniken der kognitiven Therapie werden erlernt und geübt. Insbesondere der Sokratische Dialog, Umgang mit dem ABC Schema, Erstellung eines Kognitiven Fallkonzepts und Ziele der Kognitiven Umstrukturierung werden dargestellt.

 

Achtsamkeitsbasierte Techniken

Die achtsamkeitsbasierten Ansätze der VT (DBT, ACT, MCBT, MBSR) sowie deren spezifische Techniken werden vorgestellt. Sowohl theoretische Überlegungen als auch die praktische Anwendung werden vermittelt, auch deren Indikation bei verschiedenen Störungen. 

 

Emotionsfokussierte Techniken

In dieser Lehrveranstaltung werden Techniken der emotionsfokussierten Therapie nach Greenberg und der Schematherapie nach Young besprochen. Übungen zum Stuhldialog und Imagination werden unter Anleitung durchgeführt. Auch Methoden wie die Familienskulptur als emotionsfokussierte Technik wird vermittelt.

Lernergebnisse

Lernziele sind das Erlernen und Üben verhaltenstherapeutischer Techniken. Es soll in Form von Rollenspielen die Anwendung gelernt werden. Dieses Fach der Ausbildung wird in anderen Fachspezifika auch „Technikseminare“ bezeichnet oder als Teil der Lehrtherapien angesehen.

ECTS-Punkte

10

3. Fach Persönlichkeits-und Interaktionstheorien

Inhalte

Allgemeine Persönlichkeits- und Interaktionstheorien I

In dieser Lehrveranstaltung sollen über die Arbeiten von Piaget und Bowlbys Bindungstheorie aktuelle und neuere Interaktionstheorien vorgestellt werden. Motivationale und emotional kognitive Schemata, wie sie Beck, Grawe, Young, Ciompi und Greenberg beschrieben haben, werden eingeführt und ihre Bedeutung für die Entstehung und Therapie von Interaktionsstörungen erläutert.

Weiters werden die Übergänge von Persönlichkeitsstilen zu Persönlichkeitsstörungen wie sie unter anderem Fiedler beschreibt vermittelt. Die „Big Five“ Theorie wird ebenfalls behandelt und eine kritische Auseinandersetzung der modernen Klassifikation von Persönlichkeitsstörungen im DSM-5.

 

Allgemeine Persönlichkeits- und Interaktionstheorien II

In dieser Lehrveranstaltung geht es um die praktischen Implikationen der oben dargestellten Theorien. Hierbei sollen neben den Basisfertigkeiten der Gesprächsführung auf Besonderheiten im therapeutischen Prozess hingewiesen werden und durch praktische Übungen erfahrbar gemacht werden. Ziel ist es ein vertieftes Verständnis und praktische Fertigkeiten der Beziehungsarbeit im therapeutischen Prozess zu erlangen.

Lernergebnisse

Studierende haben Kenntnisse über die für die Verhaltenstherapie relevanten Persönlichkeits- und Interaktionstheorien und deren Implikation auf das therapeutische Handeln. Weiters werden durch praktische Übungen diese Kompetenzen geübt.

ECTS-Punkte

8

4. Fach Spezielle Theorie

Inhalte

VT bei Angst- und Zwangsstörungen

In dieser Lehrveranstaltung werden Prävalenz, Ätiologiemodelle inkl. neurobiologischer Erklärungsmodelle, Diagnostik und Therapieansätze bei Angst- und Zwangsstörungen vermittelt.

 

VT bei Affektiven Störungen

In dieser Lehrveranstaltung werden Prävalenz, Ätiologiemodelle inkl. neurobiologischer Erklärungsmodelle, Diagnostik, Psychopharmakologie und Therapieansätze bei affektiven Störungen (u. a. auch CBASP bei chronischer Depression und VT-Ansätze bei Manie und bipolarer Störung) vermittelt.

 

VT bei vorwiegend psychiatrischen Störungen

In dieser Lehrveranstaltung werden Prävalenz, Ätiologiemodelle inkl. neurobiologischer Erklärungsmodelle, Diagnostik, Psychopharmakologie und Therapieansätze bei psychotischen Störungen, Suchterkrankungen und hirnorganischen Störungen vermittelt.

 

VT bei vorwiegend psychosomatischen Störungen

In dieser Lehrveranstaltung werden Prävalenz, Ätiologiemodelle inklusive neurobiologischer Erklärungsmodelle, Diagnostik, Psychopharmakologie und Therapieansätze bei somatoformen Störungen, dissoziativen Störungen, Essstörungen und PTBS vermittelt.

Lernergebnisse

Erlangen von störungsspezifischen Grundlagen der wichtigsten psychischen Störungen. Ein Verständnis über Epidemiologie, Ätiologie, Diagnostik, Psychopharmakologie und Therapie wird vermittelt. Psychoedukation und Behandlung sollen gleichwertig unterrichtet werden. Studierende kennen die wichtigsten störungsspezifischen Behandlungsstrategien und können diese anwenden.

ECTS-Punkte

13

5. Fach Identitätsentwicklung zum/zur PsychotherapeutIn

Inhalte

Die Identitätsentwicklung zum/zur PsychotherapeutIn findet im Rahmen einer Gruppenselbsterfahrung statt, welche insgesamt 250 Unterrichtseinheiten umfasst. Auf diese Weise wird die Praxis der Verhaltenstherapie erlernt und „die Methode durch die Methode“ gelehrt.

Lernergebnisse

Es soll eine verhaltenstherapeutische Grundhaltung erworben werden.

ECTS-Punkte

25

Supervidiertes Praktikum I

Inhalte

Das Praktikum im psychotherapeutisch-psychosozialen Feld ist vor Abschluss der Ausbildung zur PsychotherapeutIn in einer einschlägigen Einrichtung des Gesundheits- oder Sozialwesens bzw. in einer facheinschlägigen Einrichtung des Gesundheitswesens entsprechend den Vorgaben des österreichischen Psychotherapiegesetzes zu erbringen, und muss mit 30 Stunden von LehrtherapeutInnen der Verhaltenstherapie supervidiert werden = Praktikumssupervision (30 Unterrichtseinheiten).

ECTS-Punkte

30

Supervidiertes Praktikum II

Inhalte

Praktikum II: Die psychotherapeutische Arbeit mit PatientInnen unter Supervision im Ausmaß von 600 Stunden muss protokolliert und mit 120 Stunden supervidiert werden. Diese Tätigkeit sowie das Praktikum werden nach dem methodischen Ansatz der Verhaltenstherapie und nach dem Prinzip der gemeinsamen Kompetenz und Performanz unter Leitung einer LehrsupervisorIn im Ausmaß von 120 Stunden supervidiert. Es geht darum, behandlungsmethodische und technische Fehler zu verhindern, Behandlungsstörungen durch eigene psychische Prozesse der Studierenden aufzudecken und ihnen dabei zu helfen, ihre Kompetenz richtig einzuschätzen.

ECTS-Punkte

55

Literaturstudium

Inhalte

Das Literaturstudium findet größtenteils im Selbststudium statt. Es ist Teil der theoretischen Auseinandersetzung mit der Verhaltenstherapie. Es wird eine Liste mit Pflichtliteratur geben. Die Studierenden werden über Inhalt und Aufgabe der Lehrveranstaltung informiert. 

Die Studierenden bilden Theoriestudiengruppen (mindestens vier Personen), die in regelmäßigen Arbeitstreffen bzw. unter Berücksichtigung neuer Lehr- und Lernformen die verpflichtend zu erarbeitende Literatur der Verhaltenstherapie diskutieren und reflektieren. Die Studierenden müssen jeweils ein Buch der Liste in Form eines Vortrages vorstellen. Über den Austausch per Internet oder Treffen werden Protokolle geführt, die der Lehrgangsleitung mit Abschluss der Theoriegruppe übergeben werden. 

Lernergebnisse

Die Studierenden haben einen Überblick und Grundkenntnisse über die aktuelle Literatur der Verhaltenstherapie. Sie kennen die Grundlagenliteratur, bringen das in den Theoriestudiengruppen erworbene Wissen in den Lehrveranstaltungen ein und setzen diese Kenntnisse in der Arbeit mit PatientInnen um. Weiters werden Präsentationstechniken geübt.

ECTS-Punkte

5

Schriftliche Arbeit

ECTS-Punkte

5

Master-Thesis

ECTS-Punkte

20

Zusätzlich angebotene Lehrveranstaltungen

Wahlpflichtfächer

Inhalte

Das Department ist bemüht, einmal in dem 7-semesterigen Universitätslehrgang 30 Unterrichtseinheiten Wahlpflichtfächer kostenlos anzubieten. Die entsprechenden Informationen erhalten die Studierenden über die interne Lehrgangsplattform.

 

Die Studierenden können aus den untenstehenden Themen frei wählen - „Wissenschaftliches Arbeiten I“ ist jedoch verpflichtend zu absolvieren, sofern keine ausreichende wissenschaftliche Vorerfahrung besteht.

 

  • Verhaltensmedizin I: Grundlagen und Anwendungsgebiete
  • Verhaltensmedizin II: Somatoforme Schmerzstörung
  • Biofeedback
  • Wissenschaftliches Arbeiten I
  • Wissenschaftliches Arbeiten II und III

Termine

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