Kulturgüterschutz: Notfallplan im Praxistest

Stift Melk steht im Zentrum einer gemeinsamen Evakuierungsübung der Donau-Universität Krems, des Österreichischen Bundesheers sowie der Polizei

28.08.2018

Im Rahmen der Sommer-Universität „Kulturgüterschutz 2018“ organisiert das Zentrum für Kulturgüterschutz der Donau-Universität Krems gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesheer und der Exekutive am 31. August eine großangelegte Evakuierungsübung. Im Mittelpunkt des simulierten Szenarios steht dabei das berühmte Benediktinerkloster Stift Melk, dessen neu erstellter Notfallplan praktisch erprobt werden soll.

Internationale ExpertInnen aus verschiedenen europäischen Ländern haben es sich im Rahmen des EU-Interreg-Projektes „ProteCHt2Save – Risk assessment and sustainable protection of Cultural Heritage in changing environment” zur Aufgabe gemacht, maßgeschneiderte Lösungen und Strategien zum Schutz des kulturellen Erbes im Katastrophenfall zu entwickeln bzw. bestehende Konzepte zu evaluieren. Im Zuge dieses Projektes veranstaltet das Zentrum für Kulturgüterschutz der Donau-Universität Krems vom 27. August bis 31. August 2018 eine Sommer-Universität. Dabei beschäftigen sich die über 25 internationalen TeilnehmerInnen vor allem mit der Krisenstabsarbeit und der Entwicklung sogenannter Cultural Heritage Rescue Teams.

Notfallplan des Stifts Melk am Prüfstand
Den Höhepunkt der Sommer-Universität bildet die Evakuierungsübung „Kolomani 2018“ am Freitag den 31. August. Die Grundannahme der Simulation bildet die Bedrohung des Stifts durch eine Naturkatastrophe, die die Evakuierung von historisch und kulturell bedeutenden Artefakten des Klosters dringend und unverzüglich notwendig macht. Um ein möglichst realistisches Szenario zu garantieren, werden die TeilnehmerInnen in mehreren Schulklassen des Stiftes ein fiktives Museum aufbauen und mit realitätsnahen Testobjekten ausstatten. Während der Übung werden die Gegenstände gemeinsam mit Verbindungsoffizieren/militärischer Kulturgüterschutz des Militärkommandos Niederösterreich sowie Kräften des Pionierbataillons 3 und der Polizei in einem gesicherten Sammelraum der Birago-Kaserne Melk evakuiert. Dort können die Artefakte sicher gelagert und inventarisiert werden, um sie nach Beendigung der Krise wieder in das Stift zurückbringen zu können. Die Durchführung der Übung erfolgt dabei unter Berücksichtigung des jüngst erarbeiteten Notfallplanes von Stift Melk, der so unter realistischen Voraussetzungen in der Praxis erprobt werden kann.

„Durch diese Evakuierungsübung stärken wir einerseits den Austausch und die Zusammenarbeit von ForscherInnen sowie Sicherheits- und Rettungskräften, und können andererseits das Stift Melk auf einen hoffentlich nie eintretenden Ernstfall im Rahmen einer Naturkatastrophe vorbildlich vorbereiten“, so die Kulturgüterschutz-Expertin der Donau-Universität Krems Mag. Dr. Anna Maria Kaiser.

Katastrophenschutzübung „Kolomani“ im Rahmen der Sommer-Universität „Kulturgüterschutz 2018“

Termin: 31. August 2018
Ort: Stift Melk

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