Wissenschaftspreis des Landes Niederösterreich an Christoph Pieh

Experte für Psychosomatische Medizin an der Donau-Universität Krems erhielt den Anerkennungspreis

12.10.2018

Christoph Pieh, Leiter des Departments für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, erhielt den Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich 2018. Der Preis wurde an Christoph Pieh am 10. Oktober 2018 von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Zuge der niederösterreichischen Wissenschaftsgala überreicht.

Univ.-Prof. Dr. med. univ. Christoph Pieh, Leiter des Departments Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit an der Donau-Universität Krems, erhielt einen der vier Anerkennungspreise für seine wissenschaftliche Tätigkeit. „Es erfüllt mich mit Freude diese Auszeichnung für mein wissenschaftliches Engagement entgegenzunehmen. Die psychosomatische Medizin ist weiterhin ein Nischenfach in der Medizin und ich sehe diesen Preis auch als Auftrag, die Forschung in diesem Feld voranzutreiben. Aufgrund der steigenden Zahl psychosomatischer Erkrankungen haben wir als eines der wenigen universitären psychosomatischen Zentren in Österreich eine ganz besondere Verantwortung zu tragen. Wir wissen weiterhin nur wenig über die Wechselwirkung von Psyche und Körper. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge ist die Grundlage für effektivere Therapieformen. Hier gibt es noch sehr viel tun“, so Christoph Pieh.

Schlaf und Schmerz
Christoph Pieh veröffentlichte bis dato 45 Publikationen in nationalen und internationalen Fachjournalen. Er spezialisierte sich bereits zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn im Bereich somatoforme Störung, insbesondere im Fachbereich Schmerzstörung. Neben Prävalenzstudien zur somatoformen Störung, im stationären als auch ambulanten Bereich, folgten Studien zur Aufrechterhaltung und Chronifizierung von somatoformen Körperbeschwerden. Sein zweiter Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Schlafmedizin, insbesondere die Wechselwirkung von Schlaf und Schmerz. „Wir wissen schon lange, dass Schmerzen den Schlaf stören, mit unseren Studien konnten wir zeigen, dass auch umgekehrt, gestörter Schlaf einen Einfluss auf das Schmerzempfinden hat. Dieser Teufelskreis, Schmerz stört den Schlaf, gestörter Schlaf macht uns schmerzempfindlicher, könnte bei der Chronifizierung von Schmerzen eine wichtige Rolle spielen“, erklärt der Experte für Psychosomatische Medizin.

Zur Person:
2014 erhielt Pieh die Universitätsprofessur für Psychotherapie- und Beratungswissenschaften und übernahm die Leitung des Zentrums für Psychosomatische Medizin an der Donau-Universität Krems. 2016 wurde Christoph Pieh zum Universitätsprofessur für Psychosomatische Medizin und Gesundheitsforschung und zum Leiter des Departments für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit an der Donau-Universität Krems berufen.

Lange Tradition des Landes Niederösterreich
Seit über 50 Jahren vergibt das Land Niederösterreich die Wissenschaftspreise für besondere Leistungen von Forscherinnen und Forschern. Seit 1964 fördert das Land Niederösterreich damit wissenschaftliche Tätigkeiten und würdigt Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Die Überreichung der Preise findet jährlich im Herbst im feierlichen Rahmen einer Wissenschaftsgala statt – so auch wieder gestern, Mittwoch, im Auditorium in Grafenegg.

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