Festabend mit Peter Patzak: Der Geburtstag

Der österreichische Filmemacher wurde im Kino im Kesselhaus am Campus Krems gewürdigt

23.09.2020

Der national und international erfolgreiche österreichische Filmemacher Peter Patzak wurde am 22. September 2020 anlässlich seines 75. Geburtstags von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner geehrt. Sein umfangreicher Vorlass wird im Archiv der Zeitgenossen an der Donau-Universität Krems wissenschaftlich erschlossen.

Nach der Begrüßung von Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber, Vizerektorin für Forschung der Donau-Universität Krems und Dr. Christine Rigler, Leiterin des Archivs der Zeitgenossen, hielt die Landeshauptfrau von Niederösterreich Mag. Johanna Mikl-Leitner die Festansprache. Sie gratulierte dem Archiv der Zeitgenossen zu seinem zehnjährigen Bestehen und betonte die Kompetenz und Leidenschaft, mit der Leiterin Christine Rigler das Archiv aufgebaut hatte. Mikl-Leitner erwähnte die scheinbar unendliche Schaffenskraft Peter Patzaks und schenkte ihm einen lebenslangen Eintritt ins Museum Gugging zum Geburtstag.

Auf ein Screening des experimentellen Kurzfilms „His Bag“ (A 1967), einem Film, der den Grundstein zu Patzaks Karriere als internationalem Filmemacher legte, folgte ein Gespräch mit Peter Patzak, das die Filmhistorikerin Dr. Karin Moser in Vertretung von Dr. Peter Huemer führte, der krankheitsbedingt absagen musste.

Anfänge in New York

Patzak erzählte über seine filmischen Anfänge in Wien und New York, die Begegnungen mit internationalen Stars und den Aufbau von wichtigen Freundschaften. Das Wichtigste, was er seinen Studierenden mitgeben wollte, war: „Nützt die Zeit, um eure Sprache zu finden, um eure Ideen zu realisieren und vermeidet jegliche Form der Anbiederung!“

Anschließend zeigte das Kino im Kesselhaus Peter Vogel als Major Adolf Kottan in der zweiten Folge der Krimiserie „Kottan ermittelt“, mit der Peter Patzak und Helmut Zenker die österreichische Fernsehkultur nachhaltig veränderten.

Publikation und Symposium

Anlässlich des Erscheinens eines Sammelbands zum Werk von Peter Patzak ist für 2021 ein Symposium in Krems geplant.

Peter Patzaks Vorlass am Archiv der Zeitgenossen umfasst Drehbücher, Filme, Produktionsmaterial wie Drehpläne, Setlisten und Castingunterlagen, Korrespondenzen, Fotos, Filmplakate sowie Rezeptionsdokumente. Mit dem umfangreichen Bestand Patzaks wurde 2018 die Kunstsparte „Film“ am Archiv der Zeitgenossen eröffnet.

Zur Person

Peter Patzak wandte sich nach dem Studium der Psychologie, Kunstgeschichte und Malerei dem Film zu. Von 1968 bis 1970 arbeitete er in New York an Experimental- und Kurzfilmen, nach seiner Rückkehr nach Wien 1972 folgten Spiel- und Fernsehfilme wie „Situation“, „Kassbach“ oder „Wahnfried“ und die satirische Krimiserie „Kottan ermittelt“, die zwischen 1976 und 1983 im ORF ausgestrahlt wurde. Peter Patzak arbeitet als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor und etablierte sich als einer der bedeutendsten österreichischen Filmemacher von internationalem Rang. Über 20 Jahre lehrte er Regie an der Wiener Filmakademie, die er von 2008 bis 2013 leitete. Seinen künstlerischen Ausgangspunkt, die bildende Kunst, hat Patzak seit den 1960er-Jahren weiterverfolgt, seine Arbeiten werden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Zuletzt zeigte das Bank Austria Kunstforum Wien „Peter Patzak: Aus dem Archiv der Erinnerung. Gemälde 1980–2020.“

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