19.06.2026

Historisch bedeutsame Bahnhöfe, Brücken und Anlagen geraten im Zuge von Streckenmodernisierungen immer wieder unter Druck. Welchen kulturellen Auftrag tragen Eisenbahnen für den Erhalt dieses baukulturellen Erbes, und wie lässt sich dieser mit den betrieblichen Anforderungen eines modernen Bahnbetriebs vereinbaren? Diesen Fragen widmet sich die Fachtagung „Die Eisenbahn und ihr Kulturauftrag“, die am Donnerstag, 25. Juni 2026, ab 13:30 Uhr im Audimax an der Universität für Weiterbildung Krems stattfindet. 

Im Zentrum der Tagung steht der Spannungsbogen zwischen betrieblichen Anforderungen und konservatorischen Ansprüchen. Anhand von Beispielen aus Österreich, der Schweiz, Tschechien, Polen und Belgien beleuchten Expertinnen und Experten aus Denkmalpflege, Bahnverwaltung und Wissenschaft die Praxis zwischen Eisenbahnunternehmen und Denkmalbehörden sowie die Rolle von Fachorganisationen und Zivilgesellschaft. Die Impulsvorträge werden in Podiums- und Plenardiskussionen vertieft, unter anderem zur Frage „Was ist in Österreich zu tun?“.

Sonderfahrt in die Wachau und Bahnkulturpreis 2026

Ein besonderer Höhepunkt ist die Fahrt mit einem Sonderzug der Niederösterreich Bahnen nach Spitz an der Donau. Dort können die neu umgebauten Bahnanlagen und die Betriebsführungszentrale im Aufnahmegebäude besichtigt werden. Im Rahmen dieses Programmpunkts erfolgt auch die offizielle Würdigung mit der Überreichung des Österreichischen Bahnkulturpreises 2026 durch den Verband Österreichischer Museums- und Touristikbahnen.

Die Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung interdisziplinärer Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Baukultur, Denkmalpflege und Mobilität. Sie eröffnet zugleich den Dialog zwischen Forschung, Verwaltung und Praxis darüber, wie das bauliche Erbe der Eisenbahn auch unter den Bedingungen eines zukunftsorientierten Bahnbetriebs erhalten, genutzt und weiterentwickelt werden kann.

Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist jedoch eine Anmeldung erforderlich unter www.donau-uni.ac.at/nbe/eisenbahnkultur oder nbe@donau-uni.ac.at. Die Plätze sind beschränkt. 

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