Mit einer Auftaktveranstaltung im Flusshaus in Prinzersdorf ist am 17. April 2026 „Lehrgang Baukultur“ gestartet, an dessen Entwicklung das Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe an der Universität für Weiterbildung Krems maßgeblich beteiligt ist. Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeindepolitik, Verwaltung und unterschiedlichen Baufachgebieten nutzten die Gelegenheit, sich über Inhalte, Ziele und den Aufbau des Angebots zu informieren.
"Lehrgang Baukultur” widmet sich aktuellen Fragestellungen der Baukultur, von Ortskernstärkung und Regionalentwicklung über Denkmalschutz und Welterbe bis hin zu Fragen der Finanzierung und Förderung. Neben der inhaltlichen Vertiefung steht insbesondere der Praxisbezug im Mittelpunkt.
Breite Kooperation und interdisziplinärer Zugang
Initiiert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport. Für die Entwicklung und Umsetzung zeichnet sich ein Konsortium verantwortlich, bestehend aus dem Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe der Universität für Weiterbildung Krems, der Niederösterreichischen Dorf- und Stadterneuerung, der Ziviltechnikerkammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie dem ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich. Der Verein Klimakonkret ist als Kooperationspartner eingebunden.
„Die Konzeption des thematisch breit aufgestellten Lehrgangs mit hohem Praxisbezug stellte uns anfänglich vor Herausforderungen“, so Universitätsprofessor Dr. Dr. h.c. Christian Hanus, wissenschaftlicher Leiter des Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe, „doch wurde letztlich ein Ergebnis erreicht, das der einzelne Kooperationspartner alleine in der vorliegenden Form nicht erzielt hätte. Wir haben viel voneinander gelernt und freuen uns die eigene Lehrerfahrung an die Teilnehmenden weiterzugeben.“
Kombination aus Lehre und Exkursionen
Zwischen Mai und Dezember 2026 folgen sieben themenspezifische Tagesmodule. Diese verbinden Lehrveranstaltungen an der Universität für Weiterbildung Krems mit Exkursionen in Gemeinden und Regionen und ermöglichen so eine direkte Verknüpfung von Theorie und Praxis.
Der Lehrgang richtet sich insbesondere an Akteurinnen und Akteure aus Kommunalpolitik und -verwaltung, Planung und Baurealisation, Regionalentwicklung, Energieberatung und Denkmalpflege. Auch interessierte Personen aus der Öffentlichkeit können teilnehmen.
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