Univ.-Prof. Dr. Christoph Pieh, Leiter des Departments für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität für Weiterbildung Krems, wurde von der Europäischen Kommission als Experte in das „Special Panel on Child Safety Online“ berufen. Das hochrangige Expert_innen-Gremium berät die Europäische Kommission bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum.
Das Panel bündelt wissenschaftliche, regulatorische und politischen Perspektiven, um Empfehlungen für einen besseren Schutz junger Menschen im digitalen Umfeld zu erarbeiten. Im Fokus stehen dabei u.a. die Auswirkungen sozialer Medien und, im weiteren Sinne, des digitalen Umfelds auf die psychische Gesundheit sowie rechtliche Rahmenbedingungen und mögliche europäische Ansätze für Altersbeschränkungen und digitalen Sicherheitsstandards.
Für die dritte Sitzung des Panels im Juni wurde nun der Universitätsprofessor für Psychosomatische Medizin und Gesundheitsforschung Christoph Pieh nach Brüssel eingeladen. Mit seiner Expertise an der Schnittstelle von psychischer Gesundheit, Digitalisierung und evidenzbasierter Forschung bringt Pieh wichtige wissenschaftliche Perspektiven in die europäische Debatte über die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum ein.
„Die Einladung in dieses Expertengremium unterstreicht die internationale Sichtbarkeit unserer Forschung zu den Auswirkungen digitaler Medien auf die psychische Gesundheit“, sagt Pieh. „Gerade für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, Chancen und Risiken digitaler Technologien wissenschaftlich fundiert zu bewerten und daraus evidenzbasierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.“
Weniger Bildschirmzeit, mehr Wohlbefinden
Aktuelle Forschungsergebnisse der Universität für Weiterbildung Krems liefern hierzu wichtige Erkenntnisse: Eine kürzlich im Fachjournal BMC Medicine veröffentlichte Studie unter der Leitung von Pieh zeigt, dass eine Reduktion der Smartphone-Nutzung auf weniger als zwei Stunden pro Tag zu einer signifikanten Verbesserung der psychischen Gesundheit führen kann.
Die Untersuchung konnte einen klaren kausalen Zusammenhang zwischen Smartphone-Nutzung und psychischem Wohlbefinden nachweisen. Bestätigt wurden diese Ergebnisse zuletzt auch im Rahmen der von der Universität für Weiterbildung Krems wissenschaftlich begleiteten „FM4 Screentime Challenge“, bei der bereits nach drei Wochen reduzierter Smartphone-Nutzung deutliche Verbesserungen bei Schlaf, Stress, Wohlbefinden und depressiven Symptomen festgestellt wurden.
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