03.09.2026

Patricia Engel ist am 25. August durch die Generalversammlung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Papierhistoriker (International Association of Paper Historians), kurz IPH, zur Präsidentin gewählt worden. Die Wahl fand im Rahmen des 38. IPH-Kongresses in Amsterdam statt. Als Präsidentin strebt Engel die Wiederintegration der Papiermacher in die IPH an.

Engel strebt die behutsame Erneuerung der IPH sowie eine Re-Integration der Papiermacher_innen in die Fachorganisation an. Der 38. IPH-Kongress in Amsterdam stand unter dem Motto „Papierhandel“ und bot ein dichtes Programm an Fachbeiträgen, die den Handel innerhalb Europas sowie zwischen Europa und Amerika sowie Afrika und Asien beleuchteten.

Zu Patricia Engel

habil. Mag.a Dr.in Patricia Engel ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe der Universität für Weiterbildung Krems tätig. Sie leitet dort das European Research Centre for Book and Paper Conservation-Restoration und forscht zur Konservierung von Büchern und graphischer Kunst. Zu den Schwerpunkten ihrer Aktivitäten zählt die Restaurierung des Affandi-Museums in Indonesien sowie die dortige Unterstützung beim Aufbau einer Restaurierungs-Ausbildung. Engel studierte Konservierung-Restaurierung an der Akademie der bildenden Künste Wien und habilitierte sich in diesem Fach.

Über die IPH

Die Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Papierhistoriker IPH vereinigt Fachleute verschiedener Richtungen rund um das Thema Papiergeschichte. Sie koordiniert alle papiergeschichtlichen Interessen und Aktivitäten als internationale, wissenschaftliche Fachorganisation in Zusammenarbeit mit den entsprechenden nationalen und internationalen Fachverbänden nicht nur der Papierhistoriker_innen, sondern auch der Archivar_innen, Bibliothekar_innen, Restaurator_innenen, Kunst-, Buch- und Technikhistoriker_innen, der Papierindustrie, des Verlagswesens u.a.m., unter Einbezug der handwerklichen und künstlerischen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Werkstoff Papier. So entwickelte die IPH etwa die internationale Norm zur Erfassung von Papieren mit und ohne Wasserzeichen, relevant zum Beispiel für die Provenienzforschung. Sie erhält papierhistorische Denkmale sowie Dokumente, fördert deren wissenschaftliche Bestandsaufnahme und belebt den Gedankenaustausch auf internationaler, nationaler und regionaler Basis.

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