Vertreter_innen aus Ministerien, Universitäten, Horizon Europe Offices, Innovationsagenturen und Unternehmen aus den EaP (Eastern Partnership) Partner Countries besuchten am 10. September 2026 die Universität für Weiterbildung Krems. Im Mittelpunkt standen der Austausch über Horizon Europe, „Science-Business Collaboration“ und die Frage, wie internationale Forschungskooperationen gezielt unterstützt und neue Partnerschaften aufgebaut werden können.
Der Besuch an der Universität für Weiterbildung Krems war Teil des von der Europäischen Kommission organisierten Study Visit unter dem Titel „Strengthening science-business collaboration for resilience and competitiveness in the EaP Partner countries“. Die Delegation umfasste Vertreter_innen aus Armenien, Georgien, der Republik Moldau und der Ukraine – darunter nationale Forschungs- und Innovationsministerien, Horizon Europe Offices und EU-Nationalkontaktstellen, Universitäten, Innovationsagenturen, Start-ups und Unternehmen.
Zentrales Anliegen des Study Visit war der Peer-to-Peer-Austausch zwischen den EaP Partner Countries und österreichischen Akteur_innen zu den Fragen, wie National Contact Points und Grants Offices Forschende und Unternehmen besser bei Horizon Europe unterstützen können und tragfähige Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entstehen können. Der Ausbau gezielter Unterstützungsstrukturen und langfristiger Partnerschaften ist ein wesentlicher Bestandteil der GSF-23-Initiative der Europäischen Kommission.An der Universität für Weiterbildung Krems sind entsprechende Unterstützungsstrukturen schon etabliert, und zahlreiche Kooperationen werden bereits erfolgreich umgesetzt, wie die laufenden nationalen und internationalen Forschungsprojekte zeigen.
Positionierung der UWK im österreichischen Forschungs- und Innovationssystem
Während des fünftägigen Study Visit lernte die Delegation unterschiedliche Akteur_innen des österreichischen Forschungs- und Innovationssystems kennen. Das Programm führte die Teilnehmenden unter anderem zu Bundesministerien, zur FFG und der österreichischen Nationalkontaktstelle für Horizon Europe, an die TU Wien und das ISTA Klosterneuburg sowie zur AI:AT Factory. Der Besuch der UWK bildete dabei die Perspektive einer Universität ab, die ihre Unterstützungsstrukturen für europäische Forschungsförderung und internationale Kooperationen in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut hat.
Im Rahmen des Programms stellte Rektorin Viktoria Weber strategische Initiativen der UWK zur Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft vor. Vonseiten des Servicecenters für Forschungsunterstützung und Transfer wurden Einblicke in regionale Kooperationsstrukturen geboten. Weiters wurde gezeigt, wie die Universität Forschende bei der Entwicklung und Umsetzung von Horizon-Europe-Projekten unterstützt.
Dass sich dieser strategische Fokus auch in der europäischen Forschungsförderung widerspiegelt, zeigt die Position der UWK: Zum zweiten Jahr in Folge liegt sie beim EU-Fördervolumen pro 100 Forschende auf Platz fünf unter den österreichischen Universitäten. (FFG EU-PM 2026)
Konkrete Projekte als Ausgangspunkt für neue Kooperationen
Wie die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in der Praxis funktioniert, zeigten konkrete Projektbeispiele. Im Mittelpunkt der Präsentationen standen Erfahrungen aus den EU-Projekten AISHA, DIGIMPACT.EU und AI4Gov, die am Department für E-Governance und Administration angesiedelt sind. Ebenso vorgestellt wurden die Projekte Greene und MammoS des Zentrums für Modellierung und Simulation sowie das Projekt BEETHOVEN des Research Lab for Aquatic Ecosystem Research and -Health und dessen Zusammenarbeit im EIT Water. Ergänzend wurde das von der Danube Private University (DPU) koordinierte FFG-COMET-geförderte Projekt PI-SENS vorgestellt, an dem die UWK als Partner beteiligt ist. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden anhand des Erasmus+ Blueprint-Projekts BrightSkills Einblicke in das Management internationaler Science-Business-Konsortien.
Der Austausch ging dabei bewusst über die Vorstellung laufender Projekte hinaus. Gemeinsam mit den Delegierten wurden konkrete Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen und europäische Forschungsprojekte diskutiert.
Weiterführende Informationen zu den Projekten
- Die Artificial Intelligence Skills Hub Academy (AISHA) hat zum Ziel, eine zentrale AI Skills Academy mit Fokus auf Generative AI und fortgeschrittene KI-Kompetenzen zu etablieren.
- Das Projekt Digital transformation for university-born, high-impact innovation and entrepreneurship (DIGIMPACT.EU) soll Hochschulen in ganz Europa dabei unterstützen, ihre Kompetenzen in den Bereichen Innovation und Unternehmertum durch digitale Transformation zu stärken.
- AI4Gov Accelerate erforscht, wie KI die Politikentwicklung unter Wahrung demokratischer Werte verbessern kann.
- Das Projekt MaMMoS (Magnetic Multiscale Modelling Suite) hat zum Ziel, die computergestützte Entwicklung magnetischer Materialien voranzutreiben und dafür verschiedene Simulationsverfahren zu einer gemeinsam nutzbaren Softwarelösung für Forschung und Industrie zu verbinden.
- Linking Brain, Environment and Ecosystems Through Holistic Omics and Validated Evidence-based Nutrition guidelines (BEETHOVEN) ist ein Projekt, das die Erklärung der Zusammenhänge zwischen Lebensmittelgruppen, Getränken, Makro- und Mikronährstoffen und psychischen Störungen anstrebt.
- Das Projekt Personalized Medicine Enabled by Intelligent Sensing Systems (PI SENS) wird wesentliches Know-how für innovative Technologien bereitstellen, um ein personalisiertes Gesundheits- und Präventionssystem zu etablieren.
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