Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe

Symposium an der Donau-Universität Krems beleuchtet Situation Freiwilliger

19.07.2016

Krems (kpr). Am 21. September findet an der Donau-Universität Krems das Symposium "Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe" statt. Der Status quo wird ebenso thematisiert, wie die Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen und ProfessionistInnen. Die Veranstaltung bietet Zahlen und Fakten sowie den Austausch über die Praxis.

Laut Caritas sind aktuell bereits mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, Ende 2014, so Zahlen der Flüchtlingsorganisation UNHCR, waren es knapp 60 Millionen Menschen, die meisten kommen aus Syrien, Afghanistan und Somalia. Soziale Organisationen sind bei der Bewältigung der Fluchtwelle der jüngsten Vergangenheit auf die Mithilfe von Freiwilligen angewiesen, da die Anforderungen mit bestehenden Ressourcen professioneller Hilfskräfte kaum zu bewältigen ist. "Die hohe Zahl von Flüchtlingsbewegungen in Österreich im vergangenen Jahr hat ein großes Engagement von freiwilligen HelferInnen nach sich gezogen. Die Zusammenarbeit von ProfessionistInnen und Freiwilligen birgt jedoch jede Menge Herausforderungen, von rechtlichen bis hin zu psychosozialen Fragestellungen. Diese Herausforderungen wird das Symposium diskutieren und Lösungswege aufzeigen", sagt Claudia Caruso, MSc, Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsförderung, Sport und Sozialwirtschaft am Department für Gesundheitswissenschaften und Biomedizin der Donau-Universität Krems und Organisatorin des Symposiums "Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe".

Praxisbeispiele und Zahlen

Das Symposium greift Fragen aus dem Spannungsfeld Freiwilligenarbeit-Flüchtlingshilfe auf und bietet zusätzlich Workshops zu praktischen Fragen an, die den Austausch unter Freiwilligen ermöglichen und Kompetenz fördern. Zentrale Themen sind der Status Quo der Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe im Jahr 2016; Herausforderungen aus Sicht von Freiwilligen und ProfessionistInnen in der täglichen Zusammenarbeit; die Möglichkeit der langfristigen Integration freiwilliger Hilfskräfte in die Flüchtlingshilfe; Evidenz von Aufgaben und Abgrenzungen zwischen Freiwilligenarbeit und ProfessionistInnen; der Bildungsauftrag von Freiwilligen im Kontext der Flüchtlingshilfe; Erkennen von Grenzen eigener Potenziale und Ressourcen, sowie Schlussfolgerungen aus der überwundenen Flüchtlingskrise.

Am Symposium referieren u.a. Mag. Franz Wolf, Geschäftsführer des Integrationsfonds Österreich, er hält die Keynote, Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber, Donau-Universität Krems zu ökonomischen Aspekte von Freiwilligenarbeit, Univ.-Prof. Mag. Dr. habil. Gudrun Biffl, Donau-Universität Krems zum Status Quo der Flüchtlingssituation in Österreich, Mag. Friedrich Altenburg, MSc, Donau-Universität Krems, Dr. Eva-Caroline Pfleger, Innenministerium zu rechtlichen Aspekte. Einblicke in die Praxis gibt Dr. Peter Rozsa, Land Niederösterreich, zu den psychosozialen Herausforderungen der Freiwilligenarbeit sprechen Gabriele Huterer und Mag. Verena Florian.

Der Nachmittag bietet Panelworkshops u.a. zum Umgang mit Konflikten, zu Krisenintervention bei Notfällen, Resilienz und Kommunikation. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion.

 

Symposium "Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe"
Wann:   Mittwoch, 21. September 2016
Beginn: 09:00 Uhr
Wo:        Donau-Universität Krems, Audimax

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