GovLabAustria an Donau-Universität Krems gegründet

Kooperation mit Bundeskanzleramt schafft offenen Experimentierraum für moderne Verwaltungslösungen

18.05.2016

Krems (kpr). Das GovLabAustria, eine Kooperation zwischen der Donau-Universität Krems und dem Bundeskanzleramt, nimmt ab sofort seine Forschungs- und Experimentiertätigkeit auf. Am Laboratorium arbeiten ExpertInnen der Departments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung sowie des Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems. Der E-Governance-Experte Univ.-Prof. Dr. Peter Parycek von der Donau-Universität Krems präsentierte das GovLabAustria anlässlich der Konferenz zum Innovationsmanagement im öffentlichen Sektor, Innovate 2016 am 17. Mai an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Das GovLabAustria als Kooperation von Bundeskanzleramt und Donau-Universität Krems ermöglicht es, in einem offenen Experimentierraum organisationsübergreifende Lösungsansätze im wissenschaftlich-praxisnahen Kontext zu erarbeiten und damit zentrale Herausforderungen des öffentlichen Sektors anzusprechen. 10 ExpertInnen der Donau-Universität Krems aus den Departments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, Leitung Univ.-Prof. Dr. Peter Parycek und des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Gerald Steiner sowie ExpertInnen aus dem Bundeskanzleramt werden in der Startphase die ersten Projekte initiieren. Zentrale Ziele des GovLabs sind die internationale Beobachtung von Projekten im öffentlichen Sektor, die prototypische Umsetzung von Projekten und die Multiplizierung des entstandenen Wissens durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Für diese Zielerreichung ist eine enge Zusammenarbeit und Netzwerkbildung mit möglichst vielen Stakeholdern notwendig.

Mag. Angelika Flatz, Leiterin der Sektion III, Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation im Bundeskanzleramt: "Das GovLab als offener Experimentier- und Innovationsraum ist für mich ein vielversprechender Ansatz, Innovation in öffentlichen Sektor durch Schaffung eines interdisziplinären Rahmens zur Beantwortung komplexer Fragestellungen zu initiieren. Ziel ist es, Sektoren und Regionen übergreifende Lösungsvorschläge unter Einbindung relevanter Stakeholder wie insbesondere BürgerInnen und Bürger, gemeinnützige Organisationen, SozialpartnerInnen und andere zu erarbeiten."

Peter Parycek sieht das GovLabAustria als Hub für die weitere Vernetzung: "Mit dem GovLab wollen wir die Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren wie Verwaltungseinheiten, NGOs und Initiative der Zivilgesellschaft initiieren, in der ersten Phase gilt es weitere Partner für das GovLab zu begeistern und Kooperationen von national bis international aufzubauen." Methoden des Wissensmanagements oder auch Gamification sollen in die Erarbeitung von Lösungen einer digitalen, bürgerInnennahen Verwaltung einfließen und somit auch die Forschungskapazitäten innerhalb der Universität für diese Fragestellungen zu vernetzen, so Parycek.

Gerald Steiner sieht für die Verwaltung die Notwendigkeit, neue Methoden der Lösungserarbeitung einzusetzen: "Die enorme Entwicklungsgeschwindigkeit der Digitalisierung und die gestiegene Komplexität von Verwaltungsprozessen erfordern neue Managementmethoden. Hier kommt das Konzept der Co-Creation ins Spiel. Öffentliche Verwaltung kann nur im Zusammenspiel mit Stakeholdern und der Wissenschaft moderne, nutzerInnenfreundliche Lösungen erarbeiten."

 

Europäischer Rahmen

Im Rahmen des European eGovernment Action Plan der Europäischen Kommission arbeiten Verwaltungen in den EU-Mitgliedsstaaten daran, öffentliche Verwaltungsdienstleistungen zu modernisieren. Das Ziel, so der Action Plan, ist es, die digitale Interaktion zwischen Verwaltung, BürgerInnen und Unternehmen zu erleichtern und für eine hohe Qualität öffentlicher Verwaltungsdienste zu sorgen. In Österreich ist dafür das Bundeskanzleramt, Sektion III, Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation in Zusammenarbeit mit der für die IKT-Strategie des Bundes zuständigen Sektion I verantwortlich.

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