Kulturgüterschutz konkret

Department für Bauen und Umwelt startet neue Veranstaltungsreihe

01.12.2016

Krems (kpr). Im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe "Kulturgüterschutz konkret" der Donau-Universität Krems widmen sich internationale ExpertInnen aktuellen Themen aus dem Kulturgüterschutz. Das Department für Bauen und Umwelt verstärkt damit nach der Eröffnung des Zentrums für Kulturgüterschutz 2015 und dem Start des postgradualen Universitätslehrgangs "Kulturgüterschutz" im Herbst 2016 seine Stellung in der Forschung und Wissensvermittlung zum Kulturgüterschutz in Österreich. Im ersten Vortrag der Veranstaltungsreihe spricht am 14. Dezember Nadezhda Bikalova aus Moskau über den Roerich-Pakt.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe "Kulturgüterschutz konkret" macht Nadezhda Bikalova, PhD aus Moskau mit einem Vortrag über den Roerich-Pakt. Nicholas Konstantinovich Roerich (1874–1947) war Landschaftsmaler und Gründer der Friedensbewegung "Pax Cultura". Für den frühen Kulturgüterschutz stellt er eine Vaterfigur dar, initiierte er doch das erste internationale Abkommen, das rein dem Kulturgüterschutz gewidmet war. Der sogenannte Roerich-Pakt ist ein völkerrechtlicher Vertrag über den Schutz von künstlerischen und wissenschaftlichen Einrichtungen und geschichtlichen Denkmälern im Falle eines Krieges. Das Abkommen zeichnet sich durch Kürze und Prägnanz aus und beeinflusste wesentlich die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten von 1954. Der Pakt ist in einer Reihe von Staaten in Nord-, Zentral- und Südamerika anwendbar. Das "Banner des Friedens" (roter Kreis mit drei roten Punkten darin) sollte dabei das Kulturgut, das zu schützen ist, bezeichnen.

Als Mitglied von "Pax Cultura" gibt Nadezhda Bikalova in ihrem Vortrag detaillierte Hintergründe zum Roerich-Pakt und zur Verwendung des "Banners des Friedens" in unserer globalisierten Welt.

 

Weitere Termine - Ausblick auf 2017

Im Jahr 2017 erwarten Interessierte weitere Vorträge aus der Reihe "Kulturgüterschutz konkret". Geplante Themen sind unter anderen: Die Fahndung nach gestohlenen Kulturgütern, die Verbringung von Objekten bei Hochwasserbedrohung oder die Kulturgutbergung in Erdbebenregionen – nach den jüngsten Ereignissen in Italien ein höchst aktuelles Thema.

Dr. Peter Strasser, Leiter des Zentrums für Kulturgüterschutz an der Donau-Universität Krems, über die Idee von "Kulturgüterschutz konkret": "Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir nicht nur einen Beitrag zum ohnehin bereits breit verankerten Bewusstsein über den Schutz unserer Kulturgüter leisten, sondern auch die globale Dimension dieses Themas vermitteln."

 

Aus der Reihe "Kulturgüterschutz konkret":
Ideas of the Roerich Pact – The International Treaty on the Protection of Artistic and Scientific Institutions and Historic Monuments, and the Banner of Peace in Global Reality and the New Era (Nadezhda Bikalova, PhD)

Datum: 14.12.2016, Beginn: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: SE 1.1 (Altbau, Erdgeschoß), Donau-Universität Krems
Vortrag in englischer Sprache
Die Teilnahme ist kostenlos


Anmeldung bis 7. Dezember 2016:

Cornelia Winter, Department für Bauen und Umwelt, Donau-Universität Krems
Tel.: +43 (0) 2732 893-2659
E-Mail: cornelia.winter@donau-uni.ac.at

 

Termine für 2017:

8. März 2017
31. Mai 2017
20. September 2017
22. November 2017

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