Lebenszykluskosten von Gebäuden im Trend

Donau-Universität Krems legt erfolgreiches Praxis-Seminar für Bau- und Immobilienbranche neu auf

06.07.2016

Krems (kpr). Das Seminar "Gebäudelebenszyklusanalysen" an der Donau-Universität Krems bietet State-of-the-Art-Berechnungsmethoden und -werkzeuge zur Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden. Es richtet sich an PraktikerInnen und ExpertInnen aus der Bau- und Immobilienbranche. Die Seminarinhalte stammen aus den Forschungsprojekten Nachhaltigkeit massiv und LEKOECOS und umfassen die Lebenszykluskosten-Berechnung sowie die ökologische Bewertung von Gebäuden. Die Anwendung der Berechnungsmethoden und -werkzeuge wird den SeminarteilnehmerInnen anhand praxisbezogener Beispiele vermittelt. Nach einem Testlauf im Rahmen des Projektes QLZ und erstmaliger Durchführung 2015 wird das Seminar aufgrund der großen Nachfrage nun auch 2016 wieder angeboten.

"In der Bau- und Immobilienbranche findet weltweit derzeit ein Umdenken statt: von der abgegrenzten Betrachtung einzelner Bereiche geht die Entwicklung in Richtung einer disziplinübergreifenden und lebenszyklusorientierten Denkweise. Nur eine solche ganzheitliche Betrachtung und die Optimierung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus ermöglicht die Sicherstellung ihrer ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit", sagt DI Christina Ipser, Leiterin des Seminars sowie Vortragende und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems. In den vergangenen Jahren wurden die dafür erforderlichen Methoden und Werkzeuge entwickelt und standardisiert, sie müssten den Eingang in die tägliche Praxis der Planung und Projektentwicklung jedoch erst finden, so Ipser. Das Department Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems entspricht diesem Trend mit dem Angebot des Seminars "Gebäudelebenszyklusanalysen".

 

Lebenszykluskosten als Zuschlagskriterium

Seit 2014 teilt die EU-Richtlinie 2014/24/EU Lebenszykluskosten einen neuen Stellenwert als Zuschlagskriterium in der öffentlichen Auftragsvergabe zu. Diese soll basierend auf der EU-Richtlinie in Zukunft auch anhand von Lebenszykluskosten erfolgen. Eine diesbezügliche Novellierung des Österreichischen Bundesvergabegesetzes ist in Vorbereitung. Welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen und was bei der Ausschreibung zu berücksichtigen ist, damit Lebenszykluskosten bei der Vergabe von Planungs- und Bauleistungen überhaupt zur Anwendung kommen können, erarbeitet seit 2014 eine Arbeitsgruppe der IG Lebenszyklus Bau unter der Leitung von Vis.-Prof. DI Dr. Helmut Floegl von der Donau-Universität Krems.

 

Langjährige Forschungserfahrung für die Praxis

Das Zentrum für Immobilien- und Facility Management am Department für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems forscht unter der Leitung von Helmut Floegl bereits seit vielen Jahren im Bereich der Lebenszykluskosten-Berechnung von Gebäuden. Im Rahmen des von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft finanzierten Forschungsprojektes LEKOECOS wurde das vorhandene Wissen mit dem Know-how der Projektpartner zur ökologischen Gebäudebetrachtung zusammengeführt und daraus ein praktisch anwendbares ökonomisch-ökologisches Gebäudelebenszyklusmodell entwickelt.

 

Seminar-Wissen für Dienstleistungen, Forschung und Innovation

TeilnehmerInnen erlernen im Seminar "Gebäudelebenszyklusanalysen" die Methoden der Lebenszykluskosten-Berechnung und ökologischen Bewertung von Gebäuden und Bauteilen. Mit dem erlernten Know-how können sie entsprechende Planungs- und Beratungsdienstleistung anbieten bzw. die erlernten Fähigkeiten im Rahmen unternehmensinterner Forschungs-, Technikentwicklungs- und Innovations-Aktivitäten anwenden.
Das Seminar richtet sich an ArchitektInnen, FachplanerInnen, BaumeisterInnen, BauträgerInnen, ImmobilienwirtschafterInnen und Facility ManagerInnen. Das Seminar erstreckt sich über drei Module zu insgesamt sechs Seminartagen.

 

Seminar Gebäudelebenszyklusanalysen

Wann: Modul 1: 13. bis 15.10.2016
Modul 2: 17. bis 18.11.2016
Modul 3: 15.12.2016
Wo: Donau-Universität Krems
        Dr. Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems


Teilnahmegebühr: 1.900,00 EUR (im Preis sind Seminarunterlagen und Schulungslizenzen inkludiert)

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