Standard energieeffiziente Bürogebäude

Beschreibung

"Der in Österreich und Deutschland immer weiter verbreitete Passivhausstandard (für Wohnungsbauten) wird zusehends auch auf andere Objektkategorien angewendet: Schulen, Büro- und Dienstleistungsgebäude, aber auch Sonderbauten aus dem Freizeit- und Tourismussektor werden „als Passivhäuser“ errichtet, wenngleich nicht immer eindeutig ist, inwieweit eine derartige Bezeichnung gerechtfertigt ist. Die Argumentation konzentriert sich hier in den meisten Fällen auf das Erreichen eines Heizwärmebedarfs von unter 15 kWh pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr und deutlich weniger auf das Erreichen anderer (energetischer) Qualitätsstandards von Büroobjekten. Offene Fragen zum „Passivhausbüro“ betreffen naturgemäß weniger den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser, sondern müssten sich vermehrt mit der Energiebereitstellung für die Lüftungsanlage, den Kühlbedarf und im Sinne einer umfassenden Betrachtung auch dem Energiebedarf für Beleuchtung und die Geräteausstattung (in erster Linie Computeranlagen samt Peripheriegeräten) auseinandersetzen. Hier ist zu hinterfragen, inwieweit die Formaldefinition des gegenwärtigen Passivhausstandards für Wohnbauten (nach PHPP 2004) samt zugehöriger Spezifikationen ausreicht, um diesen hochwertigen Qualitätsstandard in Zukunft auch verstärkt in Büro- und Dienstleistungsgebäuden zu implementieren. Faktum ist: Derzeit existiert kein eindeutiger Passivhausstandard für Büroobjekte. Unterschiedliche Zugangsweisen (samt zugehöriger Interpretationen) liegen spätestens dann vor, wenn über den Heizwärmebedarf hinaus auch andere relevante Energieverbrauchskategorien (insbesondere Kühlbedarf und Strombedarf für Licht und Standard-Geräte) berücksichtigt werden. Es ist davon auszugehen, dass nur die wenigsten „Passivhaus-Bürobauten“ einen Primärenergiebedarf von unter 120 kWh pro m² und Jahr einhalten."

Details

Projektzeitraum 01.12.2008 - 28.02.2010
Fördergeber FFG
Department

Department für Bauen und Umwelt

Zentrum für Bauklimatik und Gebäudetechnik

Projekt­verantwortung (Donau-Universität Krems) Dipl.-Ing. Dr. Tania Berger
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