Phytotherapie bei Infektionen im Respirationstrakt als Strategie gegen Antibiotikaresistenzen

Beschreibung

Mikroorganismen sind bioaktive Strukturen, die sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen und damit Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln können. Dies hat länderübergreifend zur zunehmenden Herausforderung geführt, dass in Situationen, in denen der Einsatz von Antibiotika im Sinne der Notfallversorgung indiziert ist, diese Mittel nur abgeschwächte oder gar keine Wirkung mehr zeigen. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Einsatz von Antibiotika und die Entwicklung von Strategien gegen die zunehmende Entwicklung von Resistenzen fordert Bildungsträger, im Sinne der horizontalen Prioritäten zu agieren. Auf dem Gebiet der komplementären und ergänzenden Optionen zur antimikrobiellen Resistenzlage sind derzeit keine, für Lehrende und Lernende allgemein nutzbaren didaktischen Materialien zu dieser Thematik zur Verfügung. Das Forschungsprojekt „Healthy Herbs“ sieht in der Erstellung solcher Materialien seinen Auftrag und widmet sich diesen Ansätzen mit Nachdruck: Durch die interdisziplinäre und länderübergreifende Entwicklung von relevanten, hoch qualifizierten Fähigkeiten sollen künftige Akteure im Gesundheitswesen entsprechendes Wissen erwerben und weitergeben können. Gegenstand des Bildungsprojektes ist die Entwicklung sowohl von Print- als auch von digitalen Unterlagen und Tools sowie deren Umsetzung einer Lehrveranstaltung zur Thematik „Phytotherapie im Atmungstrakt als Strategie gegen Resistenzen gegen Antibiotika“. Dazu werden in gemeinsamer Arbeit mit den Projektpartnern Skripten und Online-Tools erstellt, die im Unterricht in Lehrveranstaltungen bei allen Partnern eingebracht werden. Durch die ergänzende Einbringung von innovativem didaktischem Online-Material als Ergänzung zum Skriptum erhalten Studierende traditionelles Wissen im Themengebiet phytotherapeutischer Möglichkeiten für Erkrankungen im Atmungstrakt als antimikrobielle Strategie in moderner Weise aufbereitet. In den einzelnen Kapiteln, die jeweils mit Fachinhalten von den einzelnen Partnerorganisationen befüllt werden, sind neben pharmazeutischen und botanischen Grundlagen auch detaillierte Beschreibungen zu Wirkung und Anwendung der ausgewählten Heilpflanzen enthalten. Die Innovation liegt neben der didaktischen Neuwertigkeit in der intensiven Einbringung des fachspezifischen Wissens durch die einzelnen Partnerorganisationen in das Projekt. Die erstellten Skripten dienen dem Studium und der Vorbereitung auf die Präsenzphasen, die an den beteiligten Universitäten im Rahmen der Lehrgänge länderübergreifend stattfinden. Ergänzt werden diese Unterrichtseinheiten (mit Vergabe von ECTS) durch Praktika und zusätzliche Aus- und Weiterbildungsaktivitäten, in denen die praktische Umsetzung der theoretischen Lerneinheiten erfolgt. Durch zusätzliche Implementierung von Eigenüberprüfungsbausteinen nach jedem Kapitel wird der Wissenserwerb im Sinne der in den Curricula zu den Lehrgängen verankerten Lernergebnissen dokumentiert. Diese Einheiten stehen auch Lehrenden im Rahmen der Erteilung von Arbeitsaufträgen als Instrument für den Unterricht zur Verfügung. Die Umsetzung in Webinare und peer-Aufgabenstellungen im Rahmen der e-learning Sequenzen unterstützt das Skriptum optimal und ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Studieren und Lehren. Darüber hinaus stellt dies einen wichtigen Beitrag zur länderübergreifenden Kommunikation zum wichtigen Thema der antibiotischen Resistenzen dar. Da das Bildungsprojekt im Rahmen der tertiären Ebene angesiedelt ist, sind Studierende und Lehrende dieser Bildungsträger als Zielpersonen in das Projekt inkludiert. Im Rahmen von, über die engeren Projektaktivitäten hinausgehenden, Veranstaltungen wird das Skriptum mit den zusätzlichen Tools (digitale Kommunikationsräume und Lernkarten) entsprechend anderen Bildungsinstitutionen vorgestellt und steht somit über die Projektlaufzeit hinaus als qualitatives pädagogisches Material zur Verfügung.

Details

Projektzeitraum 01.09.2019 - 30.08.2022
Fördergeber EU
Förderprogramm
Logo - Europäische Union Erasmus+
Department

Department für Gesundheitswissenschaften, Medizin und Forschung

Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin und Komplementärmedizin

Projekt­verantwortung (Donau-Universität Krems) Mag. PhDr. Dr. Christine Schauhuber
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