Beschreibung

Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen beeinträchtigen jedes Jahr das Leben der europäischen Bürger, die europäische Wirtschaft und die Umwelt. Naturkatastrophen oder vom Menschen verursachte Katastrophen werden immer extremer und komplexer, verschärft durch die Auswirkungen des Klimawandels in unseren vernetzten Volkswirtschaften und sind naturgemäß unabhängig von Landesgrenzen. Eine Reihe schwerer Erdbeben in Mittelitalien hat zwischen August 2016 und Januar 2017 viel Leid verursacht und mehrere historische Städte zerstört. Zu den bekanntesten zählen Norcia, Amatrice und Accumoli. Den Bürgerinnen und Bürgern dieser Kleinstädte sowie den kommunalen Mitarbeitern fehlen derzeit die notwendigen soziokulturellen Kompetenzen und ein breiteres Bewusstsein für komplexere städtebauliche und regionale Entwicklungszusammenhänge. Ziel des Projekts ist es, der Region und der Stadt Accumoli (als Modellfall) Instrumente und Methoden zur Verfügung zu stellen, um ihre Resilienz zu verbessern und die zerstörten sichtbaren und unsichtbaren Strukturen unter Einbeziehung lokaler und regionaler Akteure und vor allem bürgerschaftlichem Engagement wieder aufzubauen. Darüber hinaus zielt das Projekt auf Aktivitäten des lebenslangen Lernens ab, die die aktive Bürgerschaft und die Beteiligung der Bürger an Prozessen des ganzheitlichen Wiederaufbaus komplexer städtischer und regionaler Strukturen im Falle von Natur- und vom Menschen verursachten Katastrophen fördern. Im Rahmen des Projekts werden Methoden und Instrumente zur Verbesserung des bürgerschaftlichen Engagements im Bildungsprozess durch das Partnerkonsortium unter Beteiligung lokaler und regionaler Akteure entwickelt und erprobt. Projektpartner erarbeiten unter enger Einbindung der assoziierten Partner eine Wissensbasis für die transdisziplinäre Ausbildung zum ganzheitlichen Wiederaufbau zerstörter urbaner Strukturen. Diese Wissensbasis wird im Bildungsprogramm zum komplexen partizipativen Wiederaufbau zerstörter Stadtstrukturen weiterentwickelt. Das Programm wird einen ganzheitlichen Ansatz für den Wiederaufbau zerstörter städtischer Strukturen bieten und den Rahmen für das Engagement der lokalen Bevölkerung und Gemeinschaften in Bildungsaktivitäten definieren, um die Interaktion von Schülern und Lehrern mit der Öffentlichkeit durch formale oder nicht formale Lernaktivitäten zu verbessern Dialog, interaktive Präsentationen etc. Das Endergebnis des Projekts wird ein Umsetzungshandbuch für Studienprogramme sein, das sich auf Elemente der öffentlichen Beteiligung an Bildungsprozessen zum Wiederaufbau zerstörter städtischer Strukturen konzentriert.

Details

Projektzeitraum 01.03.2022 - 01.03.2025
Fördergeber EU
Department

Department für Bauen und Umwelt

Zentrum für Baukulturelles Erbe

Projekt­verantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) Univ.-Prof. Dipl.Arch.ETH Dr. Christian Hanus
Projekt­mitarbeit Darya Haroshka, MSc
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