Beschreibung
Die Universitätsambulanz für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Christoph Pieh) führt eine kontinuierliche Evaluation ihrer Behandlungsergebnisse durch, die vertraglich mit dem Kostenträger vereinbart ist. Die Evaluation ist als Selbstevaluation einzuordnen: Die Programmzuständigen bewerten ihre eigene Tätigkeit und befinden sich in einer Doppelrolle. Bei Selbstevaluationen können Eigeninteressen die Bewertung verzerren und die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse beeinträchtigen – insbesondere bei externer Verwendung für Qualitätsnachweise oder wissenschaftliche Publikationen. Die Qualitätsprüfung untersucht, ob die laufende Evaluation methodisch belastbare Ergebnisse liefert und den einschlägigen Evaluationsstandards entspricht. Leitfragen betreffen die Dokumentation und Transparenz, die methodische Güte des Studiendesigns (prospektive Prä-Post-Studie ohne Kontrollgruppe) sowie die Einhaltung der DeGEval-Standards unter besonderer Berücksichtigung der Selbstevaluationssituation. Methodisch stützt sich die Qualitätsprüfung auf eine Dokumentenanalyse und zwei komplementäre Bewertungszugänge: die Bewertung der Studienqualität mittels des NIH Quality Assessment Tool for Pre-Post Studies Without Control Group und die Bewertung der Evaluationsqualität anhand der DeGEval-Standards für Evaluation. Die Ergebnisse beider Zugänge werden in einer narrativen Synthese zusammengeführt und in einem Kurzbericht mit gegebenenfalls priorisierten Handlungsempfehlungen aufbereitet. Die Qualitätsprüfung liefert dem Department eine unabhängige, evidenzbasierte Bewertung, die die Glaubwürdigkeit der Evaluationsergebnisse gegenüber externen Stakeholdern stärkt und die Weiterentwicklung der Evaluationspraxis unterstützt.
Details
| Projektzeitraum | 01.05.2026 - 31.08.2026 |
|---|---|
| Fördergeber | Sonstige |
| Department | |
| Projektverantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) | Mag. Ludwig Grillich |