Beschreibung
Extrakorporale Verfahren finden ihre Anwendung in der Unterstützung von Organfunktionen sowie zur Entfernung pathogener Substanzen aus dem Blut. Beispiele für klinisch etablierte Verfahren sind die Dialyse, die Leberunterstützung, die Immunadsorption sowie die Lipidapherese. Während in der Dialyse hauptsächlich wasserlösliche Toxine aus dem Blut ausgewaschen werden, kommen bei den anderen genannten Aphereseverfahren hauptsächlich kombinierte Membran/Adsorptions-Systeme zum Einsatz. Doch auch in der Dialyse gibt es diverse Substanzgruppen, die nicht oder nur schwer wasserlöslich sind und daher nur unzureichend entfernt werden können. Die urämischen Retentionssolute (urämische Toxine) werden in 3 Substanzgruppen unterteilt: - Niedermolekulare, wasserlösliche Substanzen (z.B. Harnstoff, Kreatinin, Harnsäure) - Proteingebundene Substanzen (z.B. Homocystein, Indoxylsulfat, CMPF) - Mittelmoleküle (z.B. ß2-Mikroglobulin) Dieses Projekt legt seinen Schwerpunkt auf die beiden letzten Substanzgruppen und hat folgende Ziele: (1) Die Etablierung von Nachweisverfahren proteingebundener urämischer Toxine mittels ELISA und HPLC (2) Die Etablierung und Validierung der Herstellung urämischen Blutes (3) Die Entwicklung von Verfahren zur effizienten Entfernung von proteingebundenen urämischen Toxinen aus humanem Vollblut.
Fördergeber: Land NÖ (Technopolprojekt), EFRE
Details
Projektzeitraum | 01.01.2021 - 31.12.2021 |
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Fördergeber | Bundesländer (inkl. deren Stiftungen und Einrichtungen) |
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Projektverantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) | Assoziierte(r) Prof. Dr. Jens Hartmann |