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KoKo Health auf Radio Orange

Der Beitrag wird auf Radio Orange auf der Frequenz 94.0 am 16. Februar 2026 von 14:00-14:30 ausgestrahlt.

Die Aufzeichnung wird im Anschluss im Citizen Science Podcast von Österreich forscht und über Spotify verfügbar sein.

Rückblick auf das Jahr 2025

KoKo-Health: Ko-Forschung mit Kindern und Jugendlichen zur Gesundheitskompetenz

Das Projekt „KoKo-Health“ zielt darauf ab, ein Modell von Gesundheitskompetenz aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln und Jugendliche als Ko-Forschende zu empowern. Mit Jugendlichen als Ko-Forschende wurden im Laufe des Projekts zahlreiche Ko-Forschungsaktivitäten umgesetzt.  

Ko-Forschungsaktivitäten

Die Ko-Forschungsaktivitäten wurden mit drei Institutionen (zwei außerschulischen Jugendorganisationen und einer Schulklasse) sowie mit drei eigenständig teilnehmenden jugendlichen Ko-Forschenden durchgeführt. Insgesamt konnten wir 55 Ko-Forschende ca. 300 teilnehmende Jugendliche erreichen. Gemeinsam forschten sie nach ihren Forschungsinteressen zu Gesundheitskompetenz und führten Workshops, qualitative Interviews, Umfragen, Fokusgruppen, Photovoice und eine Videoproduktion durch. Im Jahr 2025 lag der Fokus auf der Zusammenführung und Auswertung aller Daten. In zwei Ko-Forschungsworkshops zur Finalisierung des Modells entwickelten Jugendliche, unter Verwendung aller ausgewerteten qualitativen Kodes, verschiedene Modelle zu Gesundheitskompetenz. Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche ein anderes Konzept von Gesundheitskompetenz als Erwachsene haben und dass ihr spezifisches Gesundheitskompetenzverständnis (Einflussfaktoren) sowie die Lebenswelten, in denen sie sich bewegen, bei Interventionen zur Stärkung von Gesundheitskompetenz berücksichtigt werden sollten. Bei Jugendlichen stehen beispielsweise intuitive und situative Entscheidungen im Zentrum des logischen Prozesses. Zudem spielt Vertrauen in soziale Beziehungen eine wesentliche Rolle.  

Weitere Disseminationsaktivitäten gemeinsam mit jugendlichen Ko-Forschenden

Die Aktivitäten zur Modellentwicklung wurden begleitet durch Disseminationsmaßnahmen, um die Ergebnisse in der Forschungswelt, bei politischen Entscheidungsträger_innen und bei Jugendlichen selbst zu kommunizieren. Dafür wurden Projektergebnisse mit jugendlichen Ko-Forschenden gemeinsam bei nationalen und internationalen Konferenzen präsentiert, ein Video gemeinsam mit der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) für politische Entscheidungsträger_innen gedreht, ein Podcast bei „Österreich forscht“ aufgezeichnet, ein Messestand beim Forschungsfest Niederösterreich betreut und Publikationen gemeinsam verfasst. 
Das Projekt KoKo-Health wurde von der Universität für Weiterbildung Krems, Gesundheit Österreich GmbH und der Technischen Universität München durchgeführt und mit finanziellen Mitteln der Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich ermöglicht. 

Rückblick auf das Jahr 2024

Das Jahr 2024 war für unser Projekt ein spannendes und ereignisreiches Jahr! Endlich sind wir gemeinsam mit den Jugendlichen in die Ko-Forschung gestartet. Wir haben viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen.  

Vorbereitung und Schulung der Ko-Forschenden

Ein Methodenkoffer mit dem Titel "Methodenkoffer: Co-Research gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen" (Arbeitsversion) wurde mit Mitgliedern unseres Jugendrats entwickelt. Er enthält zehn verschiedene Forschungsmethoden mit Informationsblättern und detaillierten Anleitungen zur Durchführung von Ko-Forschung. Hier kann man den Methodenkoffer downloaden: https://door.donau-uni.ac.at/detail/o:5289  

Ko-Forschungsaktivitäten

Insgesamt fanden 12 Workshops mit über 40 Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren statt. Gemeinsam mit zwei Vereinen, einer Schulklasse und einem jungen Ko-Forschungsteam untersuchten sie verschiedene Aspekte der Gesundheitskompetenz, darunter Schlaf, Sport, Ernährung, psychische Gesundheit, soziale Medien und Gesundheitsversorgung.

Die jungen Ko-Forschenden wählten selbst aus, mit welchen Methoden sie arbeiten wollten. Sie führten Interviews und Fokusgruppen durch, erstellten qualitative Befragungen, werteten die Daten aus. Sie präsentierten ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Formaten, wie Postern, Videos und PowerPoint-Präsentationen oder durch die Entwicklung von Personas und Community Maps. Dabei wurden sie stets von erfahrenen Ko-Forschenden begleitet und unterstützt.  

Erste Erkenntnisse

Besonders aufschlussreich war für uns erwachsene Ko-Forschende die Erkenntnis, dass soziale Beziehungen - sei es zu Familie, Freund:innen oder Lehrer:innen - eine wesentliche Rolle für die Gesundheitskompetenz junger Menschen spielen. Auch soziale Medien wurden als einflussreicher Faktor identifiziert. Sie bieten einerseits leicht zugängliche Informationen, andererseits bergen sie Risiken wie Fehlinformationen und unrealistische Schönheitsideale.

Reichweite und Vernetzung

KoKo-Health hat im Jahr 2024 ungefähr 300 Jugendliche erreicht (als Ko-Forschende aber auch als Partizipant:innen). Auf Konferenzen haben wir ca 300 Wissenschaftler:innen und Entscheidungsträger:innen als Zuhörer:innen bei Vorträgen erreicht.  

Wie es weitergeht

Alle gewonnenen Erkenntnisse fließen in unser neues Modell zur Gesundheitskompetenz bei jungen Altersgruppen ein, das wir derzeit entwickeln.

Workshop bei Fit4YOUniversity

Foto Fit4UniVom 19. – 23. August 2024 fand wieder die Fit4YOUniversity, veranstaltet vom IMC Krems, statt. Am 21. August durften wir als Programmpunkt dort einen Workshop abhalten. Mit insgesamt 8 Jugendlichen hatten wir einen spannenden Nachmittag und einen interessanten Austausch rund um das Thema Gesundheitskompetenz, wobei die Schwerpunkte bei den Themen Medien/Werbung sowie mentale Gesundheit lagen. Alle lernten viel Neues und hatten interessante Gespräche!

Erfahrungsbericht unserer ersten Praktikantin im Projekt

Eigentlich mache ich ja nur beim Jugendrat und in der Ko-Forschung mit, doch im August durfte ich im Rahmen des Projekts Koko-Health ein vierwöchiges Praktikum machen, bei dem ich noch einmal einen ganz anderen Einblick bekommen und neue Erfahrungen sammeln durfte. Ich hatte ganz verschiedene Tätigkeiten, habe Flyer erstellt und an Meetings teilgenommen. Ebenso durfte ich mithelfen Workshops vorzubereiten. Sehr spannend war auch, dass ich gelernt habe, wie man qualitative Daten auswertet. Im Gesamten war es ein toller erster Einblick in die Berufswelt.

Erstes Treffen des Jugendrats für Gesundheit und Wohlbefinden

Im KoKo-Health Projekt wurde ein Jugendrat eingerichtet, in dem sich Jugendliche regelmäßig treffen, um das Projekt aktiv mitzugestalten. Ihr Ziel ist es, sicherzustellen, dass alle Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Projekt berücksichtigt werden.

Die ersten Treffen fanden im März in Wien und im April in Krems statt. Gemeinsam diskutieren die Jugendlichen und das Projektteam der Universität für Weiterbildung Krems und der Gesundheit Österreich GmbH Fragen wie:

  • Was bedeutet Gesundheit und Wohlbefinden für dich?
  • Wie können wir mehr Jugendliche für das Projekt begeistern
  • Wie können wir Informationsmaterialien ansprechend gestalten?
  • Welche Aktivitäten würden den Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Projekts Spaß machen?

Obwohl die Anmeldung für den Jugendrat bereits abgeschlossen ist, gibt es dennoch viele Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, aktiv am Projekt teilzunehmen und ihre Ideen einzubringen.

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