16.09.2026

Ein außergewöhnliches musikalisches und zugleich bewegendes Erlebnis führte die CHORyphäen, den Chor der Universität für Weiterbildung Krems, im August nach Mittelitalien. Auf Einladung der Organisatoren wirkten die Sängerinnen und Sänger an der Uraufführung des Gedenkrequiems „Rimembranza“ des Komponisten Richard J. Sigmund mit, das den Opfern der verheerenden Erdbeben von 2016 in Accumoli, Amatrice und Norcia gewidmet ist.

Die Aufführung stand im Zusammenhang mit den langjährigen Aktivitäten des Research Labs „Nachhaltiges Baukulturelles Erbe“ der Universität für Weiterbildung Krems unter der Leitung von Univ.-Prof. Dipl.-Arch. ETH Dr. Christian Hanus. Seit mittlerweile zehn Jahren arbeitet das Team gemeinsam mit regionalen Behörden am Wiederaufbau der betroffenen Gemeinden. Neben baulichen Maßnahmen spielt dabei auch die kulturelle Wiederbelebung der Region eine wichtige Rolle.

Am 24. August 2026 fanden in Amatrice zentrale Gedenkveranstaltungen für die Erdbebenopfer statt. Nach einer Kranzniederlegung durch die italienische Ministerpräsidentin Georgia Meloni und einer Gedenkmesse bildete die Uraufführung von „Rimembranza“ den musikalischen Höhepunkt des Tages. Unter der Leitung von Maestro Richard J. Sigmund vereinten sich Orchester, Solistinnen und Solisten sowie eine Chorgemeinschaft mit mehr als 250 Sängerinnen und Sängern zu einer eindrucksvollen Aufführung. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem die Rektorin der Universität für Weiterbildung Krems, Univ.-Prof.in Dr.in Viktoria Weber, Accumolis Bürgermeister Ing. Mauro Tolomei, der Präsident von Europa Nostra Belgien, Paul Dujardin, sowie Hildegard Schandl, Tochter des Wachauer Komponisten Ernst Schandl.

Ein weiterer Höhepunkt folgte am 25. August in Norcia.

Die Geburtsstadt des heiligen Benedikt von Nursia war Schauplatz des Konzerts „Sotto le Stelle“, das ebenfalls den Erdbebenopfern gewidmet war. Gemeinsam mit einem Orchester und einem Chor aus Italien gestalteten die CHORyphäen den Konzertabend unter der Leitung von Richard J. Sigmund. Für diesen Anlass hatte der Komponist drei Werke des Wachauer Komponisten Ernst Schandl für Chor und Orchester neu bearbeitet. Die besondere Neuinterpretation konnte Hildegard Schandl vor Ort miterleben.

Neben den musikalischen Auftritten bot die Reise auch Einblicke in die Wiederaufbauarbeit der Region. Unter der fachkundigen Leitung von Christian Hanus besuchte der Chor die sogenannte „rote Zone“ von Accumoli, die noch immer von den Folgen der Erdbeben geprägt ist. Darüber hinaus führte der Architekt Valeriano Vallesi die Gruppe durch die historische Altstadt von Ascoli Piceno.

Die Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen und Konzerten hinterließ bei den Sängerinnen und Sängern nachhaltige Eindrücke. Die CHORyphäen bedanken sich herzlich bei allen Mitwirkenden sowie bei den Organisatorinnen und Organisatoren in Österreich und Italien, die diese außergewöhnlichen und bewegenden Tage ermöglicht haben.

Die Fotos wurden von Sängerinnen und Sängern der CHORyphäen sowie von Univ.-Prof. Dipl.-Arch. ETH Dr. Christian Hanus zur Verfügung gestellt.

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