Oliver Grau im Mittelpunkt eines Ehrensymposiums in Israel

Inhaber des Lehrstuhls für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems schlägt abgestimmte Sammlungs- und Erhaltungspolitik vor

07.12.2016

Mit offizieller Unterstützung des Außenministeriums der Republik Österreich reiste Prof. Oliver Grau Ende November zu einem eigens seiner Forschung gewidmeten Symposium an der Open University, der größten Universität Israels.

In seiner Keynote anlässlich der Tagung "New Media and the Arts: Interfaces, Challenges and New Insights" konzentrierte sich Univ.-Prof. Dr. habil. Dr. hc. Oliver Grau, MAE auf die strategische Weiterentwicklung der Medienkunstforschung und der bildgestützten Digital Humanities. Grau skizzierte in seinem Vortrag den Einfluss der Medienkunst, die in aktuellen und wichtigen Fragen – wie Klimawandel, Überwachung oder Bildrevolution – herausragende Werke hervorgebracht habe. Um das Problem des Verlustes der Digitalen Kunst, die auf mittlerweile über 100 Festivals und Biennalen Millionen von BesucherInnen begeistert, jedoch von der Museumslandschaft bekanntlich noch nicht ansatzweise gesammelt und erhalten wird, zu mildern, schlug Grau eine konzertierte Sammlungs- und technische Erhaltungspolitik vor. Diese sollte über der Stufe einzelner Häuser angesiedelt sein und systematisch Kompetenznetzwerke für die verschiedenen Genres der Medienkunst auf Länderebene entwickeln.

Gemeinsame Forschungsprojekte

Die Tagung wurde von ausführlichen Grußworten von Rektor Prof. Dr. Kobi Metzner und mehreren Dekanen der Open University einbegleitet. Nach der Keynote von Oliver Grau folgten thematisch verwandte Vorträge israelischer KollegInnen und künstlerische Performances. Ein mit weiteren israelischen Universitäten durchgeführter Workshop im Anschluss an das Symposium unter der Leitung von Dr. Hava Aldouby, The Open University of Israel, diente der Planung gemeinsamer Forschungsprojekte zur Softwareentwicklung und bildwissenschaftlichen Datenanalyse im EU-Rahmen und zum Aufbau eines Korpus israelischer Medienkunst.

Oliver Grau ist seit 2005 Inhaber des ersten Lehrstuhls für Bildwissenschaften im deutschen Sprachraum an der Donau-Universität Krems und leitet das dortige Department für Bildwissenschaften. In seinen zahlreichen Forschungsprojekten, Vorträgen und Publikationen beschäftigt er sich u.a. mit Geschichte und Theorie von Medienkunst, Immersion und Emotionen sowie mit der Geschichte, Idee und Kultur von Telepresence und Artificial Intelligence. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, so wurde er erst kürzlich in die Academia Europaea gewählt. Maßgeblich war er zudem für die Entwicklung der internationalen Masterprogramme "MediaArtHistories", "Crossmedia", "Bildwissenschaften" und "Media Arts Cultures" (Erasmus+) an der Donau-Universität Krems verantwortlich.

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